Überblick
Metroid Dread ist der fünfte Hauptteil der legendären 2D-Metroid-Reihe von Nintendo, entwickelt von Nintendo EPD und MercurySteam. Das Spiel erschien am 7. Oktober 2021 für die Nintendo Switch und setzt die Geschichte direkt nach Metroid Fusion fort. Samus Aran wird auf den Planeten ZDR geschickt, nachdem die Galaktische Föderation ein mysteriöses Signal empfangen hat. Was sie dort vorfindet, ist eine Welt, die in jeder Hinsicht feindselig geworden ist.
Das Gameplay baut auf der klassischen Metroidvania-Formel auf: Erkunde eine weitläufige, zusammenhängende Map, schalte neue Fähigkeiten frei, kehre in zuvor unzugängliche Areale zurück und setze das Puzzle zusammen, was auf ZDR schiefgelaufen ist. Doch Dread fügt eine Ebene echter Spannung hinzu, die frühere Teile nie ganz erreicht haben. In den E.M.M.I.-Zonen, in denen Samus gegen einen verfolgenden Roboter praktisch machtlos ist, wandelt sich das Spiel in kurzen, intensiven Momenten vom souveränen Action-Platformer zu einer Art Survival-Horror-Erfahrung.
Gameplay und Mechaniken
Der Core-Loop in Metroid Dread gehört zu den präzisesten der gesamten Serie. Samus erhält im Laufe der Kampagne stetig neue Fähigkeiten, und das Spiel ist so clever designt, dass jedes neue Power-up gleich mehrere Wege eröffnet, anstatt nur einen einzigen. Zu den wichtigsten Mechaniken gehören:

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- Phantom-Umhang für Stealth-Manöver
- Flash Shift für schnelle Positionswechsel
- Spider-Magnet für das Klettern an Wänden und Decken
- Slide für die Navigation durch enge Passagen
- Nahkampf-Konter, um gegnerische Angriffe zu bestrafen
Der Nahkampf-Konter verdient besondere Aufmerksamkeit. Er verwandelt Begegnungen mit Standard-Gegnern von simplen Shoot-and-Move-Gefechten in rhythmische, reaktive Kämpfe. Ein perfekt getimter Konter bringt Gegner ins Taumeln und macht sie anfällig für einen verheerenden Folgeangriff. Die Boss-Kämpfe sind gezielt darauf ausgelegt, zu testen, ob der Spieler dieses System verinnerlicht hat.

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Was macht die E.M.M.I. so effektiv?
Die E.M.M.I.-Roboter sind die meistdiskutierte Neuerung in Metroid Dread, und das Design hält jeder Prüfung stand. Jeder von ihnen patrouilliert in einer bestimmten Zone der Map, und das Betreten dieser Zone verändert sofort die Atmosphäre des Spiels. Samus kann einen E.M.M.I. mit Standardwaffen nicht verletzen. Rennen, Verstecken und der Einsatz des Phantom-Umhangs sind die einzigen Optionen, bis an einer anderen Stelle der Map eine spezifische Energiequelle gefunden wurde.
Wenn ein E.M.M.I. Samus erwischt, ist das Ergebnis ein One-Hit-Kill, sofern man nicht in einem extrem engen Zeitfenster einen perfekt getimten Konter ausführt. Dieser Konter ist absichtlich schwierig, was bedeutet, dass die meisten Fänge mit dem Tod enden. Die Zonen sind kurz genug, dass ein Scheitern nie frustrierend wirkt, aber so nervenaufreibend, dass jeder Durchlauf echtes Gewicht hat. Sieben verschiedene E.M.M.I.-Einheiten tauchen auf ZDR auf, jede mit eigenen Bewegungsmustern und Fähigkeiten, die den Schwierigkeitsgrad im Spielverlauf stetig anziehen.

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Welt und Setting
ZDR ist ein Planet mit verschiedenen Biomen, die vertikal über eine große, zusammenhängende Map gestapelt sind. Dschungel-Baldachine, überflutete Ruinen, vulkanische Höhlen und sterile Forschungsstationen haben jeweils ihre eigene visuelle Identität und ein eigenes Gegner-Repertoire. Das Spiel erklärt nie explizit alles über die Geschichte von ZDR und überlässt es dem Spieler, durch Umgebungsdetails und Lore-Einträge in den Item-Räumen die Lücken selbst zu füllen.
Samus selbst ist in Dread ausdrucksstärker als in jedem anderen 2D-Teil zuvor. Kurze Cutscenes zeigen ihre Reaktionen auf Entdeckungen und Konfrontationen mit einer Physis, die frühere Sprite-basierte Spiele nicht vermitteln konnten. Die Geschichte spitzt sich gegen Ende dramatisch zu und löst Handlungsstränge auf, die seit Metroid Fusion im Jahr 2002 offen geblieben waren.
Einfluss und Vermächtnis
Metroid Dread gewann bei den The Game Awards 2021 den Preis für das „Game of the Year“ – ein Ergebnis, das angesichts der Konkurrenz in jenem Jahr einige Beobachter überraschte. Mit über 2,9 Millionen verkauften Einheiten in den ersten drei Monaten ist es der am schnellsten verkaufte Teil der Metroid-Reihe mit deutlichem Vorsprung. Für ein Franchise, das seit Metroid: Zero Mission aus dem Jahr 2004 kein 2D-Hauptspiel mehr erhalten hatte, bestätigte dieser Erfolg, dass ein riesiges Publikum darauf gewartet hatte.

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Für Spieler, die ein Metroidvania mit präziser Steuerung, einer starken Atmosphäre und Boss-Fights suchen, die echtes Pattern-Recognition erfordern, liefert Metroid Dread auf ganzer Linie ab. Die E.M.M.I.-Sequenzen verleihen dem Spiel eine unverwechselbare Identität innerhalb des Genres, und der Fortschritt bei den Fähigkeiten bleibt von der ersten Stunde bis zum finalen Showdown auf ZDR absolut befriedigend.








