Overview
Metroid ist ein Sci-Fi-Action-Platformer aus dem Jahr 1987, entwickelt von Nintendo R&D1 und veröffentlicht von Playtronic. Die Spieler schlüpfen in die Rolle der Kopfgeldjägerin Samus Aran und erkunden Zebes, einen Festungsplaneten voller Geheimgänge und feindseliger Alien-Lebensformen. Die Mission: Verhindere, dass Mother Brain, die künstliche Intelligenz, die Zebes kontrolliert, die Metroid-Kreaturen als biologische Waffen entfesselt, die die gesamte Galaxie auslöschen könnten.
Die Struktur des Spiels basiert auf Exploration und schrittweisem Empowerment. Samus beginnt mit begrenzter Ausrüstung und muss die miteinander verbundenen Areale durchkämmen, um Upgrades zu finden, die zuvor unzugängliche Bereiche freischalten. Dieser Loop aus Erkundung, Entdeckung und Backtracking wurde zu einem der einflussreichsten Design-Frameworks der Gaming-Geschichte und brachte ein ganzes Subgenre hervor, das den Namen Metroid trägt.

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Gameplay und Mechaniken
Im Kern ist Metroid ein Side-Scrolling-Shooter mit starkem Fokus auf Platforming und Exploration. Samus bewegt sich durch die weitläufigen Höhlensysteme von Zebes, ballert sich durch Gegnerhorden, navigiert durch gefährliche Umgebungen und jagt nach Power-ups, die hinter zerstörbaren Wänden und in Geheimgängen versteckt sind.

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Zu den wichtigsten Mechaniken gehören:
- Ice Beam: friert Gegner ein und dient gleichzeitig als Plattform
- Wave Beam: schießt durch Wände und Hindernisse hindurch
- High Jump Boots: erhöhen die Sprunghöhe massiv
- Varia suit: reduziert Umgebungs- und Gegnerschaden
- Morph Ball: ermöglicht das Durchqueren enger Tunnel
Der Progress ist bewusst nicht-linear gestaltet. Die Reihenfolge, in der Spieler Upgrades sammeln, beeinflusst, welche Bereiche zugänglich werden und wie schwierig sich bestimmte Encounters anfühlen. Diese Freiheit verleiht Metroid einen Wiederspielwert, den nur wenige Spiele seiner Ära bieten konnten.
Welt und Setting
Zebes ist ein kalter, feindseliger Planet, der aus miteinander verbundenen Zonen mit jeweils eigenem visuellen Stil und Gegnertypen besteht. Die Höhlennetzwerke von Brinstar gehen in die vulkanischen Tiefen von Norfair über, wobei jeder Bereich an Schwierigkeit und Umweltgefahren zunimmt. Die Atmosphäre ist bewusst isolierend. Es gibt keine Map, kein Händchenhalten und so gut wie keine Exposition über das Intro hinaus.

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Diese Stille trägt dazu bei, dass sich Zebes so fremdartig und wirklich bedrohlich anfühlt. Die Metroid-Kreaturen selbst sind parasitäre Lebensformen, die bei Kontakt Energie entziehen, und das Spiel inszeniert sie als Bedrohung von galaktischem Ausmaß – nicht bloß als einen weiteren Gegnertyp. Die Konfrontation mit Mother Brain am Ende des Spiels führt alles in einem klimatischen Boss-Fight zusammen, der über Jahre hinweg die Vorlage für finale Kämpfe in Actionspielen definierte.
Einfluss und Vermächtnis
Der Einfluss von Metroid auf das Action-Adventure-Genre kann kaum überschätzt werden. Das nicht-lineare Map-Design, die durch Fähigkeiten begrenzte Exploration und das atmosphärische World-Building wurden zu grundlegenden Prinzipien, auf die Entwickler noch heute zurückgreifen. Das Label "Metroidvania", das auf Hunderte moderner Spiele angewendet wird, lässt sich direkt auf die hier 1987 eingeführte Design-Philosophie zurückführen.

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Das Spiel schrieb zudem Geschichte mit dem versteckten Reveal, dass Samus Aran eine Frau ist – ein Detail, das Spieler überraschte, die den gepanzerten Kopfgeldjäger für einen Mann hielten. Dieser Moment bleibt eine der denkwürdigsten Überraschungen der Gaming-Geschichte. Für Spieler, die Metroid heute über die PC-Verfügbarkeit entdecken, ist es nach wie vor ein knackiger, fordernder und atmosphärisch dichter Platformer-Shooter, der Geduld und Neugier gleichermaßen belohnt.







