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Need for Speed: Underground

Need for Speed: Underground
Rennsport

Werde zur Legende in Olympic City! Erlebe illegale Straßenrennen und extremes Tuning in Need for Speed: Underground – der Kult-Klassiker, der alles veränderte.

Entwickler

EA Black Box

Veröffentlichungsdatum

November 17. 2003

Plattform

Einführung

Need for Speed: Underground hat 2003 nicht nur die Serie neu gestartet, sondern das Rennspiel-Genre revolutioniert. Mit Fokus auf illegale Straßenrennen, einen packenden Karrieremodus und eines der tiefgreifendsten Tuning-Systeme seiner Zeit, tauschte Underground exotische Sportwagen gegen echte Tuner-Kultur. Dieses Spiel hat Need for Speed wieder zur absoluten Spitze gemacht!

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Überblick

Need for Speed: Underground erschien im November 2003 als siebter Teil der Serie, fühlte sich jedoch eher wie ein Neuanfang als wie eine bloße Fortsetzung an. Entwickelt von EA Black Box und veröffentlicht von Electronic Arts, verabschiedete sich das Spiel von den exotischen Sportwagen, die frühere NFS-Titel definierten, und ersetzte sie durch Tuner-Kultur, neonbeleuchtete Straßen und die illegale Rennszene, die damals die Popkultur dominierte. Dieser mutige Richtungswechsel zahlte sich aus: Underground wurde zu einem der meistverkauften Rennspiele seiner Generation.

Das Spiel spielt im fiktiven Olympic City und wirft dich direkt in eine Karriere, die tatsächlich einen narrativen roten Faden besitzt. Du schlüpfst in die Rolle eines namenlosen Streetracers, der als unbeschriebenes Blatt in die Stadt kommt und von einer Kontaktperson namens Samantha durch die Underground-Renn-Hierarchie geführt wird. Die Story erstreckt sich über Circuit-Rennen, Drag-Strips und Drift-Wettbewerbe und gipfelt schließlich in der Rivalität mit Eddie, dem Top-Racer der Stadt und Anführer der The Eastsiders-Crew. Die Story gewinnt zwar keinen Literaturpreis, verleiht dem Progress aber echte Stakes und bietet für ein Rennspiel einen bemerkenswerten Cast an Charakteren.

Gameplay und Mechaniken

Der Core-Loop von Underground ist simpel: Rennen fahren, Geld und Reputation verdienen, das Auto upgraden, wieder Rennen fahren. Was das Ganze so motivierend macht, ist das befriedigende Gefühl bei jedem Fortschritt. Die wichtigsten Renn-Modi sind:

  • Circuit-Rennen (Rundkurse mit mehreren Runden)
  • Sprint-Rennen (Punkt-zu-Punkt-Etappen)
  • Drag-Rennen (Reaktionszeit und perfektes Schalten auf gerader Strecke)
  • Drift-Wettbewerbe (Bewertung nach Winkel und Style)

Jede Disziplin erfordert einen anderen Ansatz und belohnt unterschiedliche Car-Builds, was den Karriere-Modus abwechslungsreich hält. Besonders die Drag-Rennen fühlen sich wie ein eigenes Puzzle an, bei dem es auf präzises Schalten und Spurwechsel bei Highspeed ankommt, anstatt nur stumpf Vollgas zu geben.

Warum ist das Car-Customization-System so tiefgründig?

Der Garage-Modus war der Punkt, an dem sich Underground von jedem Rennspiel zuvor abhob. Autos können mit Performance-Parts für Motor, Getriebe, Fahrwerk und Reifen aufgerüstet werden, aber die optische Anpassung geht noch viel weiter. Bodykits, Spoiler, Motorhauben, Felgen, Scheibentönungen, Neon-Unterbodenbeleuchtung, Vinyl-Wraps und Custom-Lackierungen sind von echten Markenherstellern verfügbar. Durch die schiere Anzahl an Kombinationen können zwei Spieler die Karriere mit demselben Basis-Auto beenden und am Ende Fahrzeuge haben, die komplett unterschiedlich aussehen.

Das lizenzierte Car-Roster umfasst Fahrzeuge wie den Mitsubishi Lancer Evolution, Subaru Impreza WRX, Nissan Skyline und Toyota Supra – allesamt kulturelle Meilensteine für Tuner-Fans jener Zeit. Jedes Upgrade ist direkt am Auto sichtbar, was dem Customization-System ein haptisches Feedback-Gefühl gab, das 2003 eine Seltenheit war.

Visuals und Audio-Design

Für einen Release aus dem Jahr 2003 kann sich die visuelle Präsentation von Underground in mancher Hinsicht immer noch sehen lassen. Die Entscheidung, nur bei Nacht zu fahren, war ein bewusster Design-Kniff, der die Lighting-Engine voll ausnutzte: Scheinwerfer, Neonreklamen und Straßenlaternen sorgten für eine absolut atmosphärische Optik. Der Motion-Blur bei Highspeed-Fahrten war damals ein technisches Highlight.

Der Soundtrack setzt voll auf Hip-Hop und Rock der frühen 2000er, mit Tracks von Künstlern wie Rob Zombie, Mystikal und Spineshank. Es ist eine Zeitkapsel, aber eine, die den Sound der Underground-Street-Racing-Kultur dieser Ära perfekt einfängt. Das Audio-Design harmoniert hervorragend mit dem visuellen Style, und die Engine-Sounds sind so abgestimmt, dass sich selbst bescheidene Autos schnell anfühlen.

Einfluss und Vermächtnis

Der Einfluss von Underground auf das Rennspiel-Genre kann kaum überschätzt werden. Es zog 2004 eine direkte Fortsetzung nach sich und legte den Grundstein für die nachfolgenden Most Wanted- und Carbon-Titel. Die Karrierestruktur, die tiefgreifende optische Anpassung und der storygetriebene Progress wurden für fast ein Jahrzehnt zum Standard in Rennspielen. Auf PC und Xbox bleibt das Spiel ein Referenzpunkt dafür, was Tuner-Rennspiele erreichen können, wenn das Customization-System mit echter Tiefe statt nur oberflächlichen Kosmetika entwickelt wird.