Falls du darauf gewartet hast, dass Assassin's Creed wieder richtig unheimlich wird, könnte der neueste Leak zu Assassin's Creed: Codename Hexe genau das sein, was du hören wolltest. Eine detaillierte Zusammenstellung geleakter Spezifikationen ist auf Reddit im Subreddit r/GamingLeaksAndRumours aufgetaucht und zeichnet das Bild eines Spiels, das voll auf Düsternis, Spannung und Stealth-Disziplin der alten Schule setzt.
Was die geleakten Specs tatsächlich besagen
Der Leak deutet auf ein Release-Fenster im Juni 2027 hin, wobei sich dieses Datum noch verschieben könnte, bevor Ubisoft offiziell etwas festlegt. Die Preisgestaltung folgt einer dreistufigen Struktur: eine Standard-Edition für $69.99, eine Deluxe-Edition für $89.99 und eine Collector's Edition für $119.99. Das Spiel ist für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC gelistet, mit einer PEGI 18-Einstufung und integriertem Denuvo Anti-Cheat auf dem PC.
Nichts davon ist für einen großen Ubisoft-Release besonders schockierend. Wirklich interessant wird es bei allem, was unter der Oberfläche dieser Details liegt.
Keine Magie in einem Spiel über Hexenprozesse (und das ist die richtige Entscheidung)
Die Sache ist die: Ein Spiel in der Ära der Hexenprozesse anzusiedeln und dann jegliche Magie zu entfernen, klingt auf dem Papier kontraintuitiv. Der Leak ist in diesem Punkt jedoch explizit. Magie wurde komplett aus dem Gameplay-Erlebnis entfernt und der Ton wird eher als roh und bodenständig statt als übernatürlich beschrieben.
Für ein Franchise, das jahrelang seine Sci-Fi-Elemente durch Isu-Technologie und den Animus gerechtfertigt hat, ergibt die Rückbesinnung auf rein menschliche Spannung durchaus Sinn. Die Angst vor Hexerei in jener Zeit hatte nie etwas mit echter Magie zu tun. Es ging um Paranoia, Misstrauen und die erschreckende Macht der Anschuldigung. Ein magiefreies Hexe lehnt sich genau an diese Atmosphäre an.
Eine kompaktere Map, gebaut für Spannung statt Tourismus
Die letzten Assassin's Creed-Ableger waren riesig, manchmal zu ihrem eigenen Nachteil. Der Leak beschreibt, dass Hexe in die entgegengesetzte Richtung geht, mit einer fokussierteren, linearen Map, die in drei miteinander verbundene Zonen unterteilt ist: eine dichte Waldregion, lokale Dörfer und größere Städte. Flüsse verbinden diese Gebiete, und tief in der Welt platzierte Außenposten sollen sich wirklich isoliert anfühlen.
Die Protagonistin Anika ist an jedem Ort, den sie betritt, eine Außenseiterin. NPCs sind Berichten zufolge von Grund auf sehr misstrauisch gegenüber Fremden, was bedeutet, dass das „Blending-in“ aktive Anstrengung erfordert, anstatt einfach nur durch eine Menschenmenge zu laufen. Diese eine Design-Entscheidung hat das Potenzial, jedes neue Gebiet wie ein Rätsel wirken zu lassen, das gelöst werden muss, anstatt wie ein Wegpunkt, an dem man per Fast-Travel vorbeizieht.
Das Fear-System ist zurück und passt perfekt
Das aufregendste mechanische Detail im Leak ist die Rückkehr des Fear-Systems, das zuletzt im Jack the Ripper DLC für Assassin's Creed Syndicate zu sehen war. Diese Mechanik erlaubte es Spielern, Terror als Waffe einzusetzen: Verursacht man genug Panik, schießen Gegner daneben, verlassen ihre Posten oder fliehen komplett aus dem Gebiet.
Im Kontext eines Hexenprozess-Szenarios passt das fast schon zu perfekt. Als eine Figur zu spielen, die von der lokalen Bevölkerung bereits gefürchtet und verdächtigt wird, und diese Furcht als Werkzeug statt als Nachteil zu nutzen, ist genau die Art von thematischer Konsistenz, die die Systeme eines Spiels durchdacht und nicht aufgesetzt wirken lässt.
Audio-Design, das Übermut bestraft
Der Leak spricht auch eine überarbeitete Audio-Engine mit einem spezifischen mechanischen Kniff an. Stimmen und Schritte von Gegnern werden um einen messbaren Prozentsatz gedämpft, wenn eine massive Steinmauer zwischen dir und der Quelle liegt. Das bedeutet, man kann sich nicht allein auf den Ton verlassen, um vorherzusagen, ob jemand direkt hinter der Ecke wartet.
Für Stealth-Spieler ist das eine signifikante Änderung. Die Spiele, die Stealth wirklich spannend machen, sind diejenigen, in denen Informationen unvollständig sind – und dieses Audio-System klingt so, als sei es darauf ausgelegt, dich bis zum Moment deiner Entscheidung im Ungewissen zu lassen.
Was das für die Zukunft der Serie bedeutet
Zusammengenommen beschreiben diese geleakten Details ein Spiel, das nach dem aufgeblähten Open-World-Format der letzten Teile bewusst einen Kurswechsel vollzieht. Eine kompaktere Map, bodenständige Mechaniken, eine Protagonistin, die auf sozialer Spannung statt auf roher Gewalt basiert, und eine visuelle Ausrichtung, die als düsterer und schärfer als bei Assassin's Creed Shadows beschrieben wird.
Ob all dies die Entwicklung unbeschadet übersteht, ist eine ganz andere Frage. Aber die beschriebene Richtung ist eine, die sich viele langjährige Fans schon lange gewünscht haben. Behalte unsere Assassin's Creed: Codename Hexe Guides im Auge, während weitere Details ans Licht kommen und das Release-Fenster näher rückt.








