Studio Wildcard-Mitgründer Jeremy Stieglitz und Jesse Rapczak haben bestätigt, dass ihr problembehaftetes Piraten-Survival-Spiel Atlas direkten Einfluss auf den kommenden Tides of Fortune DLC für Ark: Survival Ascended hat. Die Erweiterung bringt diesen Sommer anpassbaren Schiffsbau und simulierte Ozean-Physik in das Dinosaurier-Survival-Spiel.

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Lektionen aus einem schwierigen Launch
Atlas startete im Dezember 2018 als ambitioniertes Open-World-Piraten-Survival-Spiel, stieß jedoch sofort auf massive Probleme. Performance-Einbrüche, Stabilitäts-Crashes und knallharte Design-Entscheidungen ließen das Spiel in negativen Reviews versinken. Anders als Ark: Survival Evolved konnte es sich nie davon erholen.
Stieglitz sprach offen über die Fehler des Projekts und bezeichnete es als Lektion darüber, was man vermeiden sollte.
„Es hat für uns nicht wirklich funktioniert, weil es zwar eine wahnsinnige Technik und einige verrückt coole Ideen hatte, aber als Game Loop gab es viele Probleme“, erklärte Stieglitz. „Atlas bietet zwar technisch absolut coole Ansätze, aber auch viele Game-Design-Lektionen darüber, was man nicht tun sollte.“
Das grundlegende Problem war die gestapelte Reibung. In Atlas konnten Baumstämme nur einzeln getragen werden, Schiffe wurden Planke für Planke gebaut und ein einziger katastrophaler Verlust konnte 50 Stunden Arbeit zunichtemachen. Ideen, die auf dem Papier überzeugend klangen, wurden in der Umsetzung zur Qual.
„All diese Dinge klingen theoretisch sehr interessant, aber wenn man sie kombiniert, was ist das Ergebnis? Ein Spiel, das extrem bestrafend ist, und wenn man eine falsche Entscheidung trifft, hat man gerade 50 Stunden Fortschritt verloren“, so Stieglitz.
Was Tides of Fortune für Ark bedeutet
Trotz des Scheiterns bei der Spielerschaft betont Stieglitz, dass die zugrunde liegende Technologie beeindruckend war, insbesondere die Segelmechaniken, die Wassersimulation und die Schiffsphysik. Diese Systeme werden nun für Tides of Fortune adaptiert.
Das bietet der neue DLC:
- Anpassbarer Schiffsbau mit Anbauteilen, Kanonen und vom Spieler konstruierten Deck-Strukturen
- Simulierte Ozean-Physik mit realistischen Wellen, schäumendem Kielwasser und dynamischer Wasserbeleuchtung
- Reduzierter Grind im Vergleich zu Atlas, wobei Schiffsbau und Ersatz deutlich weniger zeitintensiv gestaltet sind
- Dinosaurier-Kompatibilität, sodass ihr eure gezähmten Kreaturen weiterhin an Bord nehmen könnt
Rapczak merkte an, dass das Ozean-Upgrade über den DLC hinausgeht. „Arks Wasser ist bekanntermaßen flach und uninteressant, und eine netzwerkbasierte, simulierte Ozean-Physik zu haben, ist cool“, sagte er. „Nicht nur dafür, sondern auch für Modder und die allgemeinen Möglichkeiten der Engine.“

Optionen zur Anpassung des Schiffsdecks
Stieglitz betonte, dass die bisherige Arbeit des Studios mit Atlas dies technisch erst möglich macht. „Wir wissen, wie man mit den Wassersystemen arbeitet. Wir wissen, wie die Physik-Systeme und die Netzwerk-Systeme funktionieren, um das umzusetzen“, sagte er. „Es baut auf unserer Expertise mit diesen Mechaniken aus Atlas auf, und wir hoffen, sie in eine zugänglichere Form zu bringen, als Atlas es je hatte.“
Der entscheidende Unterschied ist die Zugänglichkeit. Die Tides of Fortune-Version entfernt den brutalen Progressions-Loop, der Atlas definierte, bewahrt aber die Teile, die tatsächlich funktioniert haben. Den Verlust eures Schiffes zu erleiden, bedeutet nicht mehr, bei null anfangen zu müssen.
Das Erbe von Atlas
Atlas spielte in einer riesigen, vernetzten Ozeanwelt, die aus mehreren Servern zusammengesetzt war, was es Spielern ermöglichte, zwischen ihnen zu segeln, Ressourcen zu sammeln und Rivalen zu bekämpfen. Der Anspruch war echt, aber die Umsetzung führte zu einem Spiel, das Experimente und Fehler aktiv bestrafte.
Betrachtet Tides of Fortune weniger als Atlas-Nachfolger, sondern eher als eine gezielte Extraktion der stärksten Ideen, verfeinert durch alles, was Studio Wildcard darüber gelernt hat, was Ark-Spieler tatsächlich wollen.
Pro-Tipp: Falls euch Atlas 2018 abgeschreckt hat, verdient dieser DLC eure Aufmerksamkeit. Das Studio entwickelt ihn explizit so, dass die Fallen vermieden werden, die das Original zu Fall brachten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Was ist der Tides of Fortune DLC für Ark: Survival Ascended?
Tides of Fortune ist ein kommender DLC für Ark: Survival Ascended, der Piratenschiffbau und simulierte Ozean-Physik einführt. Spieler können anpassbare Schiffe bauen, Kanonen montieren, Strukturen auf dem Deck errichten und über einen physikbasierten Ozean segeln – ihre gezähmten Dinosaurier immer mit an Bord.
Warum wird Atlas für den neuen Ark DLC als Referenz genannt?
Studio Wildcard, der Entwickler hinter beiden Spielen, hat Atlas 2018 entwickelt und tiefgreifende Expertise in Ozean-Physik, Wassersimulation und Schiffs-Netzwerksystemen aufgebaut. Anstatt diese technische Arbeit ungenutzt zu lassen, wendet das Team dieselben Systeme nun in einer spielerfreundlicheren Form auf Ark: Survival Ascended an.
Wird Tides of Fortune genauso bestrafend sein wie Atlas?
Nein. Studio Wildcard hat ausdrücklich erklärt, dass das Bauen und Ersetzen von Schiffen in Tides of Fortune weitaus weniger arbeitsintensiv sein wird als in Atlas. Das Ziel ist es, das befriedigende Segelgefühl und die Schiffsanpassung beizubehalten, während der brutale Progressionsverlust, der das ursprüngliche Spiel definierte, entfernt wird.








