Die Spieleindustrie hat ein Nostalgieproblem, und Ben Starr scheut sich nicht, das auszusprechen. Starr, der vor allem als Stimme von Verso in Clair Obscur: Expedition 33 und Clive in Final Fantasy 16 bekannt ist, nutzte ein Panel auf der Emerald City Comic-Con 2026, um zu argumentieren, dass die Branche aufhören müsse, rückwärts zu blicken, und stattdessen etwas Neues aufbauen müsse.
Was Starr auf der ECCC 2026 tatsächlich sagte
Das Thema kam natürlich auf. Starr erwähnte seine langjährige Zuneigung zu Legacy of Kain, dem ruhenden Action-Adventure-Franchise über Vampire und freien Willen, und räumte ein, dass er gerne Teil einer Wiederbelebung wäre. Aber er hielt sich zurück.
"Dies ist ein Panel über Clair Obscur: Expedition 33", sagte er, "und ich denke, der Grund, warum wir hier sind, ist, dass Original-IPs im Jahr 2026 König sein sollten. Wir sollten nicht zurückblicken."
Er ließ die Tür für Legacy of Kain speziell offen und nannte die Performances, die ihn als Schauspieler prägten. Die Nuance ist hier wichtig: Starr argumentiert nicht, dass Legacy-Franchises wertlos sind. Er argumentiert, dass die Standardeinstellung der Branche – Fortsetzungen, Remakes und Adaptionen – die falsche ist.
Gefahr
Starrs Kommentare fielen während einer Live-Podiumsdiskussion auf der Emerald City Comic-Con 2026, wo er zusammen mit seinen Kollegen aus dem Cast von Clair Obscur: Expedition 33, Jennifer English und Aliona Baranova, auftrat.Der AAA-Release-Kalender unterstreicht seinen Punkt
Betrachtet man die größten Veröffentlichungen, die für 2026 geplant sind, ist es schwer, Starrs Einschätzung zu widersprechen. GTA 6 ist die Fortsetzung eines Franchise, das 1997 gestartet wurde. Halo: Campaign Evolved ist ein Re-Remake. Marvel's Wolverine ist eine Adaption eines Charakters, der seit über 50 Jahren ununterbrochen in den Medien präsent ist. Das sind per Definition keine schlechten Spiele, aber sie repräsentieren ein Muster.
Starr nannte Resident Evil als ein Gegenbeispiel, das Respekt verdient, und bezeichnete die aktuelle Laufzeit des Franchise als "wahnsinnig gut". Dennoch ist seine Präferenz klar: "Ich wäre lieber im nächsten Clair Obscur. Lasst uns Charaktere neu erfinden. Darauf sollten wir uns konzentrieren."
Der Kernpunkt ist, dass Starr dieses Argument nicht aus Mangel an Wissen über die Anziehungskraft von Franchises vorbringt. Er sprach eine der bekanntesten Figuren in Final Fantasy 16, einer Serie, die seit 1987 läuft. Er weiß genau, was Legacy-IP für Spieler bedeutet.

Expedition 33's originelles Kampfsystem
Warum dieses Argument von Starr anders ankommt
Clair Obscur: Expedition 33 ist ein wirklich originelles Werk von Sandfall Interactive, einem Studio, das etwas von Grund auf neu geschaffen hat und eines der meistdiskutierten RPGs der letzten Zeit herausgebracht hat. Das Spiel gewann bei The Game Awards die Auszeichnung Best Indie, ein Sieg, der eine echte Debatte darüber auslöste, was "Indie" im Jahr 2025 überhaupt bedeutet, aber der zugrunde liegende Punkt bleibt bestehen: Eine brandneue Welt mit brandneuen Charakteren hat die Spieler auf eine Weise angesprochen, wie es viele Fortsetzungen nicht schaffen.
Starr hat sich bereits zuvor besorgt geäußert, dass die Branche aus dem Erfolg von Expedition 33 die falschen Schlüsse ziehen und oberflächliche Ästhetiken kopieren könnte, anstatt zu verstehen, warum das Spiel funktioniert hat. Dieser Kommentar auf der ECCC passt in denselben Rahmen. Die Lektion ist nicht "mach ein französisch inspiriertes rundenbasiertes RPG". Die Lektion ist "gehe ein echtes kreatives Risiko mit etwas ein, das noch nicht existiert".
Für Spieler übersetzt sich dieses Argument direkt in das, was auf den Store-Seiten landet. Mehr Original-IP bedeutet mehr echte Überraschungen, mehr Charaktere, die niemand zuvor getroffen hat, mehr Welten, die sich wirklich neu anfühlen. Die Alternative ist ein Release-Kalender, der zunehmend wie ein Museumsshop aussieht. Schauen Sie sich unbedingt mehr an:







