Undead Labs, das in Seattle ansässige Studio hinter der State of Decay-Reihe, steht Berichten zufolge vor der Schließung, sollte Microsoft bis zum Ende des Geschäftsjahres am 30. Juni keinen Käufer finden. Der Zeitpunkt ist irritierend, da State of Decay 3 erst vor wenigen Wochen einen neuen Trailer erhalten hat und als nahezu fertiggestellt gilt.
Ein fast fertiges Spiel, ein ungewisses Studio
Die Sache ist die: Microsoft hat State of Decay 3 kürzlich stark beworben, inklusive eines neuen Trailers, der einen PS5-Release neben Xbox Series X|S und PC bestätigte. Das Spiel peilt derzeit einen Launch im Jahr 2027 an. Die Vorstellung, dass das entwickelnde Studio vor dem Release geschlossen werden könnte, ist nicht nur für Fans alarmierend, sondern wirft auch ernsthafte Fragen zur Verwaltung des First-Party-Outputs durch Microsoft auf.
Undead Labs ist mit dieser Situation nicht allein. Double Fine, Compulsion Games und Ninja Theory sollen sich Berichten zufolge in Gesprächen befinden, um sich als unabhängige Einheiten von den Xbox Game Studios abzuspalten, was möglicherweise Arbeitsplätze sichern könnte, selbst wenn die Beziehung zu Microsoft endet. Undead Labs scheint sich in einer ähnlichen Warteschleife zu befinden, wobei das Schicksal des Studios direkt davon abhängt, ob sich ein Käufer findet.
Jason Schreier äußerte sich zu der Situation und merkte an, dass er Undead Labs zwar nicht definitiv als eines der Studios auf der Abschussliste bestätigen könne, eine Schließung für einige Xbox-Studios jedoch „möglich (sogar wahrscheinlich)“ sei. Er wies zudem darauf hin, dass Spin-outs für einige Teams ein realistischer Weg bleiben, der Arbeitsplätze retten könnte, selbst wenn die Finanzierung durch Microsoft wegfällt.
Was Microsoft zu diesem Punkt treibt
Der breitere Kontext ist hier entscheidend. Satya Nadella hat deutlich gemacht, dass Xbox sich finanziell rechtfertigen muss. Microsoft hat die Preise für Xbox-Konsolen bereits erhöht, wobei für 2027 angeblich weitere Preiserhöhungen geplant sind. Gerüchte über eine vollständige Abspaltung von Xbox als eigenständiges Unternehmen von Microsoft kursieren bereits seit Monaten. Der Druck ist real und wirkt sich bis auf die einzelnen Studios aus.
Entwickler verschiedener Xbox-First-Party-Studios haben öffentlich Schutzmaßnahmen gegen Entlassungen gefordert, angesichts einer scheinbar unvermeidlichen Kündigungswelle in diesem Sommer. Dass sich die Mitarbeiter diesbezüglich organisieren, signalisiert, dass die Lage ernster ist als eine routinemäßige Umstrukturierung.
Was das für State of Decay-Spieler bedeutet
Für jeden, der State of Decay 3 verfolgt hat, ist dies ein schwieriger Moment. Das Spiel hatte eine lange und komplizierte Entwicklung, und der kürzliche Trailer wirkte wie ein Signal, dass die Dinge endlich auf dem richtigen Weg sind. Ein Release-Fenster für 2027, eine PS5-Version, Lebenszeichen nach Jahren des Schweigens. Nun wird dieser Schwung durch die Möglichkeit getrübt, dass das Studio, das daran arbeitet, zum Zeitpunkt des Releases möglicherweise nicht mehr existiert.
Das Spin-out-Szenario ist wahrscheinlich das realistischste positive Ergebnis. Wenn das Management von Undead Labs die Unabhängigkeit aushandeln kann, könnte das Spiel die Spieler immer noch erreichen, nur unter anderen Umständen als ursprünglich geplant. Das ist keine Garantie, aber ein plausibler Weg.
Für alle, die über den aktuellen Stand des Spiels informiert bleiben möchten, bietet die Sammlung der State of Decay 3-Guides die neuesten bestätigten Informationen. Und falls Sie die allgemeine Xbox-Situation neben anderen großen Releases verfolgen, lohnt es sich, den vollständigen Gaming-Guides-Hub als Lesezeichen zu speichern, während sich diese Geschichte über den Sommer weiterentwickelt.








