Assassin's Creed Black Flag Resynced ist diese Woche mit gemischter Resonanz auf Steam gestartet, wo das Spiel insgesamt bei „Ausgeglichen“ steht, obwohl die englischsprachigen Reviews eher zu „Größtenteils positiv“ tendieren. Diese Diskrepanz sagt alles aus: Die Spieler genießen das Remake an sich weitgehend, aber die damit verbundene Monetarisierung ist zum lautesten Gesprächsthema rund um den Launch geworden.
Was die Steam-Reviews tatsächlich sagen
Die Sache ist die: Die negativen Reviews beziehen sich nicht wirklich auf das Spiel. Es gibt zwar Beschwerden über die Performance, aber diese sind vereinzelt. Das eigentliche Muster, das sich durch die schlechter bewerteten Reviews zieht, ist der Preis. Wenn man alle optionalen Käufe zusammenrechnet, die zum Launch verfügbar sind, landet man bei etwa $84 zusätzlich zum Basisspiel. Diese Zahl ist zu einem Sammelpunkt für Kritik geworden.
Ein Spieler brachte es in seinem Review auf den Punkt und schrieb, dass es einen Schritt zu weit gehe, ein Vollpreisspiel zu veröffentlichen und dann am Releasetag DLC-Packs anzubieten, die über kosmetische Inhalte hinausgehen und Gameplay-Vorteile bieten. Genau diese Formulierung, Gameplay-Vorteil, ist es, die dies von einer einfachen Debatte über kosmetische Items unterscheidet.
Viele Spieler auf der positiven Seite loben, wie originalgetreu das Remake gegenüber dem 2013er-Titel ist, und bezeichnen es als wirklich spaßig. Die eigentliche Seefahrt, die karibische Welt, Edward Kenway's Geschichte – nichts davon sorgt für Beschwerden. Die Reibungspunkte liegen einzig und allein bei der Post-Launch-Economy, die Ubisoft darum herum aufgebaut hat.
Ubisofts Antwort, Wort für Wort
Ubisoft reagiert direkt auf negative Steam-Reviews, was an sich schon bemerkenswert ist. Die Antwort ist bei Beschwerden über den Preis und Mikrotransaktionen konsistent: „Wir haben euer Feedback seit dem Launch gesehen und lesen alles. Danke, dass euch Black Flag Resynced so am Herzen liegt. Wir möchten einen Punkt klarstellen: Die Standard Edition ist das volle, komplette Erlebnis. Jede Mission, jede Insel, die komplette Story und die ganze Welt sind enthalten, ohne dass etwas zurückgehalten wurde.“
Das Statement schließt mit: „Die zusätzlichen Packs sind rein optionale Extras für Spieler, die sie möchten, und niemals eine Voraussetzung, um das Spiel zu genießen oder abzuschließen. Wir hören weiter zu, während ihr spielt!“
Der entscheidende Punkt hier ist, dass Ubisoft nicht schweigt oder die Reviews unbeantwortet lässt. Das ist eine andere Haltung, als man sie normalerweise von großen Publishern zum Launch gewohnt ist. Ob die Antwort tatsächlich die Meinung ändert, ist eine andere Frage.
Die Frage nach dem Gameplay-Vorteil
Was diese Situation von einer typischen Backlash-Welle gegen kosmetische DLCs unterscheidet, ist die Behauptung, dass einige Packs Gameplay-Vorteile bieten statt rein visueller Extras. Ubisofts Antwort geht nicht direkt auf diesen speziellen Punkt ein. Das Studio stellt alles als optional dar, aber Spieler, die das Gefühl haben, dass die Packs das Gameplay-Balancing beeinflussen, werden diese Darstellung kaum zufriedenstellend finden.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Ubisoft in dieser Position ist. Das Unternehmen erklärte bereits früher öffentlich, dass Mikrotransaktionen den Spielern helfen, „mehr Spaß zu erleben“ – ein Kommentar, der damals für erheblichen Gegenwind sorgte. Aufgrund dieser Vorgeschichte begegnet die Community diesem Launch bereits skeptisch gegenüber der Art und Weise, wie optionale Käufe dargestellt werden.
Das Gesamtbild für ein Spiel, das gut im Kurs lag
Black Flag Resynced hatte vor dem Launch eine starke Dynamik. Die Vorbestellerzahlen zählten es zu den leistungsstärkeren Titeln der Assassin's Creed-Reihe, und der Steam-Launch selbst stellte Rekorde innerhalb der Serie auf und übertraf die gleichzeitigen Spielerzahlen von Shadows und Odyssey. Dieser Kontext macht die „Ausgeglichen“-Bewertung insgesamt zu einem wirklich interessanten Datenpunkt und nicht zu einem Zeichen dafür, dass das Spiel Probleme hat.
Das Remake performt gut. Die Kontroverse ist ein spezifisches und eingrenzbares Problem, kein Urteil über das Spiel selbst. Ubisoft reagiert auch auf positive Reviews, dankt den Spielern und erkennt den Einsatz des Teams für das Projekt an. Dies ist keine Situation, in der sich das Studio nur im Schadensbegrenzungsmodus befindet.
Patches werden folgen, und das Steam-Rating wird sich wahrscheinlich verschieben, wenn mehr Spieler das Spiel beenden und Reviews basierend auf der tatsächlichen Erfahrung hinterlassen, anstatt auf dem Frust über die Preisgestaltung zum Launch. Ob Ubisoft als Reaktion auf das Feedback Anpassungen an der DLC-Struktur vornimmt, bleibt abzuwarten.
Wenn du bereits dabei bist und deinen Playthrough planen möchtest, schau dir an, wie lange es dauert, Assassin's Creed Black Flag Resynced durchzuspielen, bevor du in See stichst.








