Apple App Store in Brazil to Accept Alternative Payments

Brasil verschiebt Krypto-Steuerpolitik vor Präsidentschaftswahl

Brasiliens designierter Finanzminister Dario Durigan hat eine geplante Krypto-Steuerberatung auf Eis gelegt und will kontroverse Fiskalpolitik vor der Präsidentschaftswahl im Oktober meiden.

Eliza Crichton-Stuart

Eliza Crichton-Stuart

Aktualisiert Apr. 1, 2026

Apple App Store in Brazil to Accept Alternative Payments

Brasil belegt weltweit den fünften Platz bei der Krypto-Adoption, verarbeitet jährlich Krypto-Werte im Wert von rund $318.8 Milliarden und hat gerade die Steuerpolitik auf Eis gelegt, die regeln sollte, wie all dies behandelt wird. Das ist ein signifikanter Aufschub.

Laut zwei mit Reuters gesprochenen Quellen hat der neue Finanzminister Dario Durigan eine geplante öffentliche Konsultation zur Krypto-Besteuerung leise auf Eis gelegt. Der Grund ist einfach: Angesichts der für Oktober angesetzten Präsidentschaftswahlen in Brasilien ist dies nicht der richtige Zeitpunkt, politisches Kapital für umstrittene fiskalische Maßnahmen zu verpulvern.

Der Minister, das Mandat und das Timing

Durigan, 41, übernahm die Rolle, nachdem sein Vorgänger Fernando Haddad zurückgetreten war, um sich um das Gouverneursamt von São Paulo zu bewerben. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bat Durigan Berichten zufolge, das "neue Gesicht der brasilianischen Wirtschaft" zu sein, mit Fokus auf wirtschaftliche Entwicklung und ein unternehmensfreundliches Umfeld.

Die Sache ist die: Lula steht vor einem knappen Wiederwahlrennen. Umfragen zeigen ihn in einer möglichen Stichwahl gegen Senator Flávio Bolsonaro, und das Letzte, was die Regierung will, ist ein spaltender Steuerstreit, der in den Monaten vor der Wahl die Schlagzeilen beherrschen würde.

Daher wird die Krypto-Konsultation auf Eis gelegt. Nicht endgültig abgesagt, aber bis sich der politische Staub gelegt hat, geparkt.

Worum es in der Konsultation eigentlich ging

Die auf Eis gelegte Konsultation war nicht nur bürokratische Routine. Sie war der erwartete nächste Schritt im sich entwickelnden Krypto-Regulierungsrahmen Brasiliens.

Bereits im November finalisierte die brasilianische Zentralbank Regeln, die Krypto-Dienstleister unter bestehende Finanzmarktregulierungen brachten. Diese Regeln verlangten von den Anbietern die Einholung einer Betriebsgenehmigung und stellten insbesondere Stablecoin-Transaktionen und virtuelle Asset-Übertragungen für internationale Zahlungen unter die Aufsicht des Devisenmarktes.

Der Chef der Zentralbank, Gabriel Galipolo, bemerkte Anfang dieses Jahres, dass die inländische Krypto-Nutzung in den letzten drei Jahren stark zugenommen hat, wobei rund 90% der Transaktionen an Stablecoins gebunden waren. Die Konsultation sollte klären, wie diese Transaktionen besteuert werden. Ohne sie bleibt diese Frage offen.

Breiterer fiskalischer Stillstand auf breiter Front

Die Krypto-Verzögerung geschieht nicht isoliert. Sie ist Teil einer breiteren Pause bei spaltenden fiskalischen Maßnahmen im Ministerium von Durigan.

Ein separater Vorschlag zur Abschaffung von Steuerbefreiungen für Wertpapiere, einschließlich Kreditbriefen, war bereits letztes Jahr im Kongress ins Stocken geraten. Laut Reuters könnte diese Reform nun gänzlich bis zum Beginn eines neuen Präsidialmandats im Jahr 2027 verschoben werden.

Durigans kurzfristiger legislativer Fokus wird sich stattdessen auf Folgendes konzentrieren:

  • Wirtschaftliche Regulierung von Big Tech
  • Regeln für das Krisenmanagement von Finanzinstituten
  • Das Redata-Investitionsprogramm für Rechenzentren

Mit anderen Worten, mikroökonomische Gesetzgebung. Weniger umstrittene Erfolge, die keine Streitigkeiten in einem Wahljahr erfordern.

Warum das für Brasiliens Web3-Ökosystem wichtig ist

Brasilien ist hier kein kleiner Akteur. Das Land führt Lateinamerika im Global Crypto Adoption Index von Chainalysis an und belegt weltweit den fünften Platz. Auch das institutionelle Interesse wächst, wobei die Krypto-VC-Firma Paradigm im vergangenen Dezember die Finanzierung des Real-gekoppelten Stablecoin-Startups Crown mit einer Series A-Runde über 13,5 Millionen US-Dollar unterstützte, ihre erste Investition in Brasilien.

Diese Art von institutionellem Momentum beschleunigt sich typischerweise, wenn regulatorische Klarheit besteht. Der Schlüssel hier ist, dass die November-Regeln der Zentralbank der Branche einen strukturellen Rahmen gaben, aber die steuerliche Behandlung von Transaktionen innerhalb dieses Rahmens ist noch unklar. Für Web3-Unternehmen, die in Brasilien tätig sind oder eine Expansion dort in Erwägung ziehen, verschwindet diese Mehrdeutigkeit nicht einfach, nur weil die Konsultation verschoben wird.

Dienstleister haben bis November 2026 Zeit, die Genehmigungsanforderungen der Zentralbank zu erfüllen. Ob sich das steuerliche Bild vor dieser Frist klärt, hängt nun stark davon ab, wie die Wahlen in Brasilien ausgehen.

Das Gesamtbild

Politische Zyklen und Krypto-Regulierung hatten schon immer eine unbehagliche Beziehung. Regierungen neigen dazu, bei Krypto-Politik vorzugehen, wenn es bequem ist, und zu zögern, wenn es das nicht ist. Brasiliens Situation ist ein klares Beispiel für diese Dynamik in Aktion.

Die Verzögerung der Konsultation ist kein Rückschritt des regulatorischen Fortschritts des Landes. Die Regeln der Zentralbank bleiben bestehen, und die Compliance-Uhr tickt weiter. Aber die steuerliche Behandlung von Krypto-Transaktionen, insbesondere der Stablecoin-lastigen Transaktionen, die die brasilianische Nutzung dominieren, wird bis mindestens nach der Abstimmung im Oktober ungelöst bleiben. Schauen Sie sich mehr an:

Games

Guides

Reviews

News

Berichte

aktualisiert

April 1. 2026

veröffentlicht

April 1. 2026

0 Kommentare

Verwandte Nachrichten

Top-Storys