Microsoft überdenkt möglicherweise eines der größten Verkaufsargumente des Game Pass. Xbox zieht aktiv in Erwägung, Call of Duty aus dem Day-One-Angebot des Game Pass zu nehmen – ein Schritt, der eine signifikante Veränderung in der Positionierung des Abo-Dienstes des Unternehmens bedeuten würde.
Das Problem mit Call of Duty im Game Pass
Call of Duty ist schlichtweg eine zu große Franchise, um problemlos in ein Flatrate-Abonnement zu passen, ohne auf beiden Seiten für finanzielle Reibungsverluste zu sorgen. Der Game Pass hat das Geschäftsmodell von Call of Duty auf eine Weise gestört, die man kaum ignorieren kann. Eine Franchise dieser Größenordnung beansprucht einen unverhältnismäßig großen Anteil der Einnahmen des Abo-Pools, wodurch Monat für Monat weniger Geld für den Erwerb neuer Inhalte zur Verfügung steht.
Das umgekehrte Problem ist ebenso real. Abonnenten, die für Call of Duty den vollen Preis gezahlt hätten, müssen dies nicht mehr tun, was die Standalone-Verkaufserlöse der Franchise direkt schmälert. Dass Spieler das Game für einen Bruchteil des Retail-Preises erhalten, schadet dem traditionellen Umsatzmodell von Call of Duty.
Dies ist nicht nur ein theoretischer Engpass. Die rückläufige Performance von Call of Duty wurde als ein Faktor genannt, der Microsoft dazu veranlasst hat, die Game-Pass-Preise zu erhöhen. Die Einnahmen gingen zurück, weil die Einnahmen durch Call of Duty sanken, und Call of Duty ist nicht exklusiv für Xbox.
Was eine Entfernung tatsächlich signalisieren würde
Sollte Microsoft Call of Duty in diesem Jahr aus dem Day-One-Zugang des Game Pass entfernen, würde dies einige Risse in der Strategie offenbaren. Microsofts Argumentation für die Übernahme von Activision Blizzard stützte sich stark darauf, dass Call of Duty als Abo-Vorteil in den Game Pass kommt. Dies auch nur teilweise zurückzunehmen, würde Fragen zur langfristigen Tragfähigkeit aufwerfen, Mega-Franchises zum Launch in ein All-you-can-play-Abonnement aufzunehmen.
Ein möglicher Mittelweg: neue Game-Pass-Tiers, bei denen große Live-Service-Titel wie Call of Duty in einer teureren Stufe angesiedelt sind, während das Basis-Abo für die meisten anderen Games günstiger wird. Diese Struktur würde es Microsoft ermöglichen, die Franchise technisch im Game Pass verfügbar zu halten und gleichzeitig pro Abonnent, der sie tatsächlich nutzen möchte, mehr Umsatz zu generieren.
Kontext: Black Ops 7 und eine Franchise unter Druck
Der Zeitpunkt dieses Berichts ist kein Zufall. Call of Duty: Black Ops 7 hatte einen schwierigen Zyklus. Obwohl es im letzten Monat das meistverkaufte Game war, geschah dies vor dem Hintergrund gemischter Reaktionen von Spielern und Kritikern sowie Berichten über weniger aktive Spieler als in den Vorjahren. Microsoft hat zudem bestätigt, dass die Franchise nach dem enttäuschenden Abschneiden von Black Ops 7 keine aufeinanderfolgenden Black-Ops- oder Modern-Warfare-Releases mehr erhalten wird.
Eine Franchise, die weniger Umsatz generiert als prognostiziert und über ein Abonnement vertrieben wird, das möglicherweise die eigenen Verkäufe kannibalisiert, erzeugt genau die Art von strategischem Kopfzerbrechen, die zu diesen Gesprächen führt.
Hier geht es nicht nur um Call of Duty. Wenn Microsoft die Art und Weise umstrukturiert, wie seine größten Titel im Game Pass landen, könnte jede wichtige First-Party-Franchise letztendlich derselben Kalkulation unterliegen. Die Situation um Call of Duty ist derzeit nur der offensichtlichste Druckpunkt. Schaut euch unbedingt unsere Gaming-News an, um auf dem Laufenden zu bleiben, wie sich diese Plattform-Verschiebungen auf die Games auswirken, die ihr tatsächlich spielt.








