Letzte Woche startete ein Projekt namens Penguingotchi ($GOTCHI) auf Abstract, das sich selbst als Risk-to-Earn-Game bezeichnet. Der Launch war von großer Erwartungshaltung geprägt, wobei Key Opinion Leaders (KOLs) Berichten zufolge vorab informiert wurden und frühe Referral-Links erhielten, um das Spiel zu bewerben.

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Wie der Launch verlief
Über 50 Creator wurden in eine Telegram-Gruppe aufgenommen, um Referral-Links zu koordinieren, bevor das Spiel live ging. Der $GOTCHI-Token startete zuerst und verzeichnete sofortige Handelsaktivitäten. Als die Contract-Adresse die Gruppe erreichte, hatte die Marktkapitalisierung des Tokens bereits über $5 Millionen erreicht.
Die frühe Token-Aktivität warf ernsthafte Fragen zur Fairness auf. Viele Influencer, die an der Werbeaktion beteiligt waren, profitierten in keiner Weise von ihrem frühen Zugang. Sniping und Bundling hatten bereits stattgefunden, als sie bereit waren, teilzunehmen.
Der Token erreichte einen Höchststand von etwa $15 Millionen Marktkapitalisierung und war kurzzeitig der zweitgrößte auf Abstract. Dann brach er ein. Am Ende desselben Tages war die Bewertung des Projekts auf etwa $150,000 FDV gefallen. Das Spiel verzeichnete nur minimale Aktivitäten, bevor es faktisch abgeschaltet wurde.

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Vorwürfe wegen Insider-Dumping und Community-Backlash
Nach dem plötzlichen Zusammenbruch von Penguingotchi kamen Vorwürfe auf, dass Insider, möglicherweise Mitglieder des Entwicklerteams, das Token-Dumping orchestriert hätten. KOLs, die das Projekt bewarben, erhielten weder eine Vergütung noch einen strategischen Vorteil. Retail-Käufer erlitten erhebliche Verluste. Der rasante Aufstieg und Fall des Projekts zog sofort Vergleiche zu früheren Abstract-Launches wie Bigcoin und Blast'em nach sich, die beide mit ähnlicher Kritik hinsichtlich Transparenz und Risiko konfrontiert waren.
Mehrere Persönlichkeiten, die mit Abstract in Verbindung stehen, hatten Penguingotchi öffentlich unterstützt und dem Projekt in den Augen potenzieller Investoren Glaubwürdigkeit verliehen. Diese Unterstützung wird seit dem Fallout infrage gestellt, da die Ereignisse zu weit verbreiteter Kritik und zunehmender Skepsis innerhalb der Community führten. Die Situation verdeutlichte, wie plattformgestützte Werbeaktionen im Web3 das Anlegerverhalten beeinflussen können.

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Abstract reagiert und verspricht strengere Standards
Als Reaktion auf die Kontroverse äußerte sich Phin, eine Schlüsselfigur innerhalb des Abstract-Teams, in einem Twitter (X) Space zu dem Thema. Er erkannte die Notwendigkeit an, die Standards für die Projekt-Kuration zu verbessern, und erklärte, dass die Plattform in Zukunft strengere Prozesse implementieren werde. Der Vorfall fachte die anhaltenden Bedenken von Community-Mitgliedern wie Lennart neu an, der zuvor bereits die Projektauswahl von Abstract und dessen Verantwortung gegenüber den Nutzern, insbesondere im Hinblick auf die Bigcoin-Promotion, hinterfragt hatte.
Hinweise deuten darauf hin, dass das Team hinter Penguingotchi möglicherweise bereits im Mai ein ähnliches Projekt namens "Gacha Peng" gestartet hat, das einer vergleichbaren Struktur und Thematik folgte. Die Social-Media-Präsenz dieses Projekts wurde inzwischen gelöscht, was die Zweifel an den Absichten und der Glaubwürdigkeit der Beteiligten weiter schürt.

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Was das für Web3-Gaming bedeutet
Die Penguingotchi-Episode illustriert die ständigen Herausforderungen, mit denen Plattformen im Web3-Gaming-Bereich konfrontiert sind. Spiele mit hohem Risiko und hoher Rendite können zwar große Aufmerksamkeit und Liquidität auf sich ziehen, bergen aber auch das Potenzial für Manipulation und Reputationsschäden. Diese Spiele mögen kurzfristige Gewinne beim User-Engagement generieren, doch die langfristigen Folgen für die Glaubwürdigkeit der Plattform und das Vertrauen der Investoren werden immer deutlicher.
Während sich das Web3 weiterentwickelt, werden transparente Projektprüfungen und der Schutz der Nutzer immer wichtiger. Plattformen wie Abstract sind nun gefordert, eine aktivere Rolle beim Schutz ihrer Communities zu übernehmen und sicherzustellen, dass Spiele und Token, die unter ihrem Banner starten, grundlegende Standards an Integrität und Fairness erfüllen. Ohne solche Maßnahmen riskiert der Bereich, Nutzer zu verprellen und das Potenzial von Blockchain-Technologien zu untergraben.






