Blizzard startet Diablo 4: Lord of Hatred mit der bewusst kargsten neuen Saison, die das Spiel je hatte, und das Studio ist sich dessen bewusst, wie das klingt.
Die neue Saison heißt Season of Reckoning und stellt laut einem Blogbeitrag von Blizzard "eine Abkehr von früheren Saisons dar". Das ist eine Untertreibung. Es gibt keine saisonexklusiven Kräfte, keine temporäre Story-Questline, kein übliches Gerüst, das typischerweise eine Diablo IV Saison definiert. Du kannst immer noch einen neuen saisonalen Charakter erstellen und bis zur Göttlichkeit grinden, aber nichts, was du triffst, wird verschwinden, wenn die drei Monate vorbei sind.
Warum Blizzard diese Saison bewusst zurückschaltet
Die Sache ist die: Die Erweiterung selbst übernimmt die schwere Arbeit, die normalerweise eine Saison erledigen würde. Lord of Hatred wird mit zwei komplett neuen Klassen, dem Warlock und dem Paladin, komplett überarbeiteten Skill-Trees für jede bestehende Klasse, einem überarbeiteten Item-Crafting-System über den Horadric Cube und einem neuen Endgame-Modus ausgeliefert, der Berichten zufolge viel Zeit zum Erschöpfen benötigt. Eine volle Saison obendrauf würde die Spieler begraben, bevor sie überhaupt die Kampagne beendet hätten.
Blizzard bestätigte, dass die Erweiterung am 27. April um 16 Uhr PDT gestartet ist, gefolgt von Season of Reckoning 30 Minuten später um 16:30 Uhr PDT. Diese halbstündige Lücke besteht, damit die Spieler zumindest versuchen können, sich einzuloggen, bevor Server-Warteschlangen zu einem Wartezimmer-Simulator werden.
Was Season of Reckoning tatsächlich bietet
Um die abgespeckte saisonale Struktur auszugleichen, hat Blizzard die saisonalen Ziele mit mehr Belohnungen als üblich beladen. Der Schlüssel hier ist die mythische Unique-Situation: Das Abschließen der saisonalen Checkliste bringt dir genügend Crafting-Materialien, um mindestens 7 mythische Uniques zu bauen, die seltensten und mächtigsten Items im Spiel. Normalerweise belohnt eine volle Saison nur für eines.
Darüber hinaus beinhaltet der Belohnungspool:
- Kostenlose Kosmetika, darunter ein Haustier, das aus höllischen Wurzeln konstruiert wurde
- Crafting-Materialien, die für das Endgame-Gearing nützlich sind
- Ein kostenpflichtiges saisonales Reliquiar mit exklusiven Kosmetika für Spieler, die extra ausgeben möchten
Die meisten dieser Belohnungen sind auch ohne den Besitz der Erweiterung zugänglich, was ein vernünftiger Schritt ist, da Lord of Hatred zusätzlich zum Basisspiel 40 US-Dollar kostet.
Die Erweiterung und Season of Reckoning sind separate Käufe. Besitzer ohne Erweiterung können trotzdem an saisonalen Zielen teilnehmen und die Mehrheit der Belohnungen verdienen.
Der Erweiterungsinhalt, der die leichte Saison ermöglicht
Die ehrliche Einschätzung von Season of Reckoning ist, dass sie nur Sinn ergibt, weil Lord of Hatred wirklich vollgepackt ist. Die Erweiterung bringt aktivitätsspezifische Skill-Trees, eine Angelmechanik, von der die Community bereits überzeugt ist, dass sie ein geheimes Kuh-Level verbirgt, und einen Endgame-Modus, der so substanziell ist, dass selbst Spieler, die vor dem Start 45 Stunden in der Erweiterung verbracht haben, ihn noch nicht vollständig erkundet hatten.
Blizzard hat versprochen, dass zukünftige Saisons nach Abschluss dieser Saison zum Standardformat zurückkehren werden. Die abgespeckte Saison ist eine einmalige strukturelle Entscheidung, die an den Umfang der Erweiterung gebunden ist und kein Zeichen für zukünftige Entwicklungen.
Was die meisten Spieler in solchen Situationen übersehen, ist, wie wichtig der Reset des saisonalen Charakters auch ohne exklusiven Inhalt ist. Ein frischer Start, das Rennen durch die neuen Klassen-Skill-Trees und das Aufbauen auf diese 7 mythischen Uniques verleihen der Saison echten Schwung, unabhängig davon, ob ein temporäres Machtsystem angehängt ist oder nicht.
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