Robert Caskin 'Bobby' Prince III, der Komponist, dessen Musik den Sound der frühen PC-Gaming-Ära definierte, ist im Alter von 81 Jahren verstorben. Prince komponierte den Soundtrack für das originale Doom, Wolfenstein 3D, Duke Nukem 3D und eine Reihe weiterer wegweisender Titel, die prägten, wie Millionen von Spielern erstmals Videospielmusik erlebten.

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Eine Karriere, die als Hobby begann und Geschichte schrieb
Prince kam erst später zur Videospielmusik, als man vielleicht vermuten würde. Bevor er in den frühen 1990er Jahren einen Tracker in die Hand nahm und für id Software und Apogee Software komponierte, diente er während des Vietnamkriegs als Zugführer und baute sich eine Karriere in der Beratung und im Rechtswesen auf. Musik war eine Leidenschaft, die allmählich zum Beruf wurde, und die Gaming-Industrie konnte sich glücklich schätzen, dass es so kam.
Seine Arbeit umfasste allein zwischen 1991 und 1996 rund 17 Projekte mit Apogee und 3D Realms, von dem fröhlichen Platformer Cosmo's Cosmic Adventure bis hin zu den düsteren, gnadenlosen Korridoren von Doom. Diese Bandbreite sagt alles darüber aus, was ihn so besonders machte: Er konnte die Register komplett wechseln, von hell und schwungvoll bis hin zu düster und bedrohlich, und beides absolut natürlich wirken lassen.
Das Besondere an Princes technischer Arbeitsweise: Er komponierte all dies auf einer AdLib-Soundkarte mit stark begrenzten Instrumentenoptionen. Die Tatsache, dass der Doom-Soundtrack auch drei Jahrzehnte später noch so intensiv wirkt, erinnert daran, wie viel handwerkliches Können in diese frühen Kompositionen floss.
Was die Leute sagten, die mit ihm arbeiteten
John Romero, Co-Designer des ursprünglichen Doom, teilte seine Reaktion in den sozialen Medien: „Jeder bei Romero Games ist zutiefst betrübt über den Tod von Bobby Prince. Er hat einen unglaublichen Eindruck in der Gaming-Welt und in meinem Leben hinterlassen.“
George Broussard, Mitbegründer von Apogee und 3D Realms, schrieb einen ausführlichen Nachruf, der einfing, wie es war, tatsächlich mit Prince zusammenzuarbeiten. Broussard beschrieb ihn als jemanden, der bei größeren Projekten für eine Woche ins Büro flog, mit einem Aufnahmegerät durch die Räume ging, um Sounds einzufangen, und mit den Teammitgliedern darüber sprach, wie sich die Musik anfühlen sollte. Bei Duke Nukem 3D behandelte Prince die Arbeit wie eine richtige Produktion, nicht wie einen Remote-Auftrag.
Broussards Tribut brachte es auf den Punkt: „Er war im Grunde der Hans Zimmer der frühen Shareware-Spiele.“
Was die meisten Spieler übersehen, wenn sie an Princes Katalog denken, ist die schiere Vielfalt. Die für den Zweiten Weltkrieg typische Film-Score-Energie von Wolfenstein 3D bewegt sich in einem völlig anderen emotionalen Register als die unerbittliche, fast schon Metal-artige Aggression der Kampf-Tracks von Doom. Beides stammte von derselben Person, die mit demselben eingeschränkten Format arbeitete.
Der Platz des Doom-Soundtracks in der Musikgeschichte
Der originale Doom-Soundtrack wurde in das National Recording Registry aufgenommen – einer von 25 Titeln, die als Audiowerke „aufgrund ihrer kulturellen, historischen oder ästhetischen Bedeutung für das aufgezeichnete Klangerbe der Nation für die Ewigkeit bewahrt werden sollten“. Das ist kein Gaming-Award. Das ist eine kulturelle Institution, die anerkennt, dass das, was Prince 1993 leistete, in dieselbe Kategorie gehört wie jede andere bedeutende Musikaufnahme.
Für Spieler, die mit Doom aufgewachsen sind, dürfte diese Anerkennung selbstverständlich sein. Die Musik war nie Hintergrundrauschen. Sie war Teil der Textur des Spiels, etwas, das die Erfahrung auf eine Weise dringlich und gefährlich machte, die allein durch die Technik nicht hätte erreicht werden können.
Die Doom-Serie hat sich stetig weiterentwickelt, wobei Doom: The Dark Ages als neuester Eintrag erscheint. Falls du es gerade spielst, ist unser Guide zu den besten Builds und Upgrade-Pfaden für Doom: The Dark Ages einen Blick wert.
Drei Jahrzehnte Einfluss und kein Ende in Sicht
Princes Musik erreichte die Spieler über Shareware-Distribution zu einer Zeit, als die meisten Menschen Spiele über Disketten kennenlernten, die unter Freunden weitergegeben wurden. Dieser Kontext ist wichtig. Der Doom-Soundtrack hatte keine Marketing-Kampagne. Er verbreitete sich, weil die Leute ihn hörten und nicht mehr aus dem Kopf bekamen. Broussards Beschreibung von Princes Arbeit als „sticky“ (einprägsam) trifft es genau.
Die Komponisten, die heute an Spielen arbeiten – diejenigen, die AAA-Releases mit vollen Orchestern und adaptiven Audiosystemen vertonen –, bauen auf einem Fundament auf, das Leute wie Prince legten, als die Werkzeuge noch primitiv waren und das Publikum erst noch herausfinden musste, was Spiele überhaupt sind.
Prince hinterlässt ein Vermächtnis in Dutzenden von Titeln und in den Ohren einer ganzen Generation von Spielern, die zwar vielleicht nicht den Namen des Komponisten nennen können, aber jede Note mitsummen können. Für weitere Gaming-Inhalte schau dir unsere Gaming-Guides zu den neuesten Releases an.








