Ein einziges Foto. Eine kryptische Bildunterschrift. Und plötzlich richtet sich die Aufmerksamkeit der gesamten Witcher-Community darauf.
Doug Cockle, die Stimme von Geralt of Rivia in allen drei Witcher-Hauptspielen sowie im Netflix-Animationsfilm The Witcher: Sirens of the Deep, postete am 29. Juli auf X ein Foto aus einem professionellen Tonstudio. Sein Kommentar dazu: „Oh, beachtet mich nicht weiter… ich besuche nur einen alten Freund… und natürlich Plötze.“
Der offizielle Witcher-Account reagierte fast umgehend: „The Witcher und Plötze zurück auf dem Pfad.“
Dieser Austausch kommt einer Bestätigung so nahe, wie es ohne eine offizielle Pressemitteilung nur möglich ist. Cockle und CD Projekt Red nannten Songs of the Past zwar nicht direkt beim Namen, doch der Kontext lässt kaum einen anderen Schluss zu.
Warum Plötze die Ausgangslage verändert
Hier ist der Punkt: Die Erwähnung von Plötze ist das Detail, das die Sache besiegelt. Plötze, Geralts Pferd, ist ein fester Bestandteil von The Witcher 3: Wild Hunt. Der Charakter hat in den früheren Spielen nicht dasselbe erzählerische Gewicht, und ein Witcher 1 Remake (das sich bei CD Projekt Red ebenfalls in der Entwicklung befindet) würde lange vor der Version von Geralt und Plötze spielen, mit der die Spieler in Teil drei Dutzende Stunden verbracht haben.
Songs of the Past, das im Mai von CD Projekt Red angekündigt wurde, wird die dritte Erweiterung für The Witcher 3 sein. Sie erscheint mehr als ein Jahrzehnt nach Blood and Wine, der zweiten Erweiterung, die 2016 veröffentlicht wurde. Das Studio entwickelt den Titel gemeinsam mit Fool's Theory, einem Team, das auch Veteranen umfasst, die bereits am Originalspiel gearbeitet haben.
Sprachaufnahmen finden üblicherweise in einer späten Phase der Entwicklung statt, oft nachdem das Skript finalisiert wurde und keine größeren strukturellen Änderungen mehr anstehen. Dass Cockle aktuell aus einem Studio postet, passt zum geplanten Release-Fenster von Songs of the Past im Jahr 2027.
Die Frage zu The Witcher 4, die immer wieder aufkommt
Cockles Rückkehr für Songs of the Past ist eindeutig. Sein Status in The Witcher 4 ist deutlich komplizierter.
Im August 2024 sagte Cockle öffentlich, dass Geralt in The Witcher 4 auftreten werde, wenn auch nicht als Hauptcharakter. CD Projekt Red widersprach dem vehement. Im Dezember 2024 ruderte Cockle komplett zurück und erklärte, er habe „einen Rüffel von CD Projekt bekommen“ und stellte klar, dass seine Aussage auf einem Gerücht basierte und keine bestätigte Information war. Sein aktueller Standpunkt: Er weiß tatsächlich nicht, ob Geralt in The Witcher 4 auftauchen wird oder wie bedeutend diese Rolle sein könnte.
The Witcher 4 folgt Ciri als Hauptprotagonistin, die zuletzt am Ende von The Witcher 3 zu sehen war. Ob Geralt in irgendeiner nennenswerten Form in Erscheinung tritt, bleibt eine der spannendsten offenen Fragen im Hinblick auf das Spiel.
Was das für Fans bedeutet, die auf Songs of the Past warten
Für Spieler, die auf ein Signal gewartet haben, dass Songs of the Past tatsächlich in Arbeit ist, ist dies der Beweis. Cockle im Tonstudio, die namentliche Erwähnung von Plötze, die direkte Reaktion des offiziellen Witcher-Accounts: Die Erweiterung befindet sich in der Produktion.
Blood and Wine hat die Messlatte hoch gelegt. Es fügte das gesamte Gebiet Toussaint hinzu, bot etwa 20 Stunden Spielzeit für einen gründlichen Durchgang und gilt bis heute als eines der besten DLCs, die das RPG-Genre hervorgebracht hat. Songs of the Past muss sich an diesem Erbe messen lassen.
Alles, was bisher über die Erweiterung bestätigt wurde – einschließlich der Informationen von CD Projekt Red zu Setting, Story-Ausrichtung und dem Release-Fenster 2027 – findet sich im Songs of the Past DLC-Guide. Weitere Details aus der umfassenden Witcher 3 Guide-Sammlung sind einen Lesezeichen-Tipp wert, je näher der Release der Erweiterung rückt.








