Ein erfahrener Spieleentwickler hat gerade ein Detail über die Geschichte von GTA enthüllt, das den meisten Spielern unbekannt war: Grand Theft Auto 4 enthielt Missionen, die ursprünglich für ein Spiel entwickelt wurden, das nie veröffentlicht wurde. Und jetzt will jeder wissen, ob Grand Theft Auto 6 das Gleiche tun könnte.

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Das GTA 4-Geheimnis, das wieder aufgetaucht ist
John Ricchio, ein Producer, der jahrelang bei Rockstar an den Franchises Red Dead Redemption und Grand Theft Auto gearbeitet hat, war im KIWI TALKZ-Podcast zu Gast und teilte etwas mit, das in der Gaming-Geschichte bisher unter dem Radar geblieben war. GTA 4 enthielt „mehrere“ Missionen, die direkt aus einem gecancelten, unangekündigten Rockstar-Projekt stammten. Seine Meinung dazu? „Ziemlich cool.“
Die Sache ist die: Diese Art von Content-Recycling kommt häufiger vor, als Studios öffentlich zugeben. Eine Missionsstruktur, ein Set-Piece oder ein Character-Arc, der aus einem Projekt gestrichen wurde, kann absolut ein neues Zuhause im nächsten Titel finden, besonders wenn die grundlegende Design-Arbeit bereits erledigt ist. Rockstar hat schon immer mit einer massiven internen Pipeline gearbeitet, und Ideen, die nicht in ein Spiel passen, verschwinden selten einfach so.
Warum die Technologie-Frage alles verändert
Ricchio wies schnell darauf hin, dass die Wiederverwendung von Inhalten nicht so einfach ist wie das Kopieren von Dateien von einem Projekt zum nächsten. „Wenn es darum geht, Skripte oder Code direkt in ein neues Spiel zu portieren, hängt alles stark davon ab, wie sehr sich die Technologie verändert hat“, erklärte er.
Dieser Vorbehalt ist für GTA 6 von großer Bedeutung. Rockstar baut auf einer deutlich aktualisierten Version seiner RAGE-Engine auf, und die Lücke zwischen der technischen Basis von GTA 5 und dem, was GTA 6 antreibt, ist beträchtlich. Skripte, die für ältere Engine-Builds geschrieben wurden, müssten grundlegend überarbeitet werden, bevor sie in einer modernen Umgebung sauber laufen könnten. Die Idee könnte überleben, aber die Implementierung müsste bei Null anfangen.
Der Schlüssel liegt hier in der Unterscheidung zwischen Konzept-Recycling und Code-Recycling. Rockstar kann absolut ein Missionskonzept oder einen gestrichenen Charakter nehmen und für GTA 6 neu aufbauen. Den eigentlichen Code eins zu eins zu übernehmen, ist eine völlig andere Herausforderung.
Ricchios ehrliche Einschätzung, ob sich der Aufwand für Rockstar überhaupt lohnt
Trotz aller Spekulationen, die dies auslöst, blieb Ricchio bezüglich der Wahrscheinlichkeit zurückhaltend. Seine Position: Rockstar hat so viele kreative Köpfe, die so viele Ideen generieren, dass es selten nötig ist, auf altes, eingemottetes Material zurückzugreifen. „In vielen Fällen ist man fast nie durch Ideen begrenzt“, sagte er. „Je mehr kreative Leute man hat, desto mehr Ideen gibt es.“
Er sieht wenig Grund für das Team von GTA 6, das Archiv zu durchsuchen. Das ist keine Abwertung des Konzepts, sondern ein Spiegelbild der internen Arbeitsweise von Rockstar. Das Studio hatte nie Probleme mit Ambitionen oder der Fülle an Ideen.
Dennoch spricht hier ein ehemaliger Producer aus eigener Erfahrung und nicht im Namen von Rockstar. Das Studio hat sich nicht dazu geäußert, ob gestrichene oder archivierte Inhalte den Weg in GTA 6 gefunden haben.
Was das für den November bedeutet
GTA 6 zielt auf eine Veröffentlichung im November exklusiv für PlayStation 5 und Xbox Series X/S ab, ein PC-Datum wurde noch nicht bekannt gegeben. Da dieses Release-Fenster näher rückt, heizt sich die Diskussion darüber, was das Spiel tatsächlich enthalten wird, schnell auf.
Ricchios Kommentare bestätigen nichts über den Content von GTA 6. Sie öffnen lediglich ein Fenster dazu, wie Rockstar über seinen eigenen Backkatalog an Ideen denkt. Das Studio verfügt über jahrzehntelange gecancelte Projekte, eingemottete Konzepte und unfertige Arbeiten, die in irgendeiner Form in einem internen Speicher liegen. Ob davon etwas GTA 6 geprägt hat, werden die Spieler erst erfahren, wenn sie tatsächlich im Spiel sind.
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