Für Square Enix steht 2027 viel auf dem Spiel. Kingdom Hearts IV und Final Fantasy 7: Revelation sollen beide in diesem Jahr erscheinen, und nun ist bekannt, dass beide Titel vom selben Team entwickelt werden.
Naoki Hamaguchi, Director der Final Fantasy 7 Remake-Trilogie, hat bestätigt, dass sein internes Team bei Creative Studio 1 neben dem Abschluss der FF7-Trilogie auch an Kingdom Hearts IV arbeitet. Er machte diese Ankündigung in einem kürzlichen Interview und legte genau dar, wie viel sein Studio im Hinblick auf das nächste Jahr zu bewältigen hat.
Ein Studio, zwei der größten Wetten von Square Enix
Hamaguchi drückte es direkt aus. Seine genauen Worte: „Zwischen Final Fantasy VII Revelation und Kingdom Hearts IV sind das massive Titel, die das vorantreiben werden. Und beide werden in meinem eigenen Studio, Creative Studio 1, entwickelt. Also ja, ich bin jetzt wirklich motiviert dafür. Das liegt jetzt alles in meiner Verantwortung, also werde ich derjenige sein, der das alles vorantreibt.“
Das ist ein erheblicher Druck für ein einzelnes Studio. Final Fantasy 7: Revelation ist der Abschluss einer Trilogie, die 2020 mit dem Remake begann und 2024 mit Rebirth fortgesetzt wurde. Kingdom Hearts IV wurde erstmals 2022 angekündigt und baut seitdem still und leise Hype auf, zuletzt durch die Hinzufügung einer Welt basierend auf Pixars Coco. Beide Spiele zielen auf 2027 ab.
Square Enix-Präsident Takashi Kiryu hat 2027 öffentlich als das „große Comeback“ des Unternehmens bezeichnet, was einen enormen Druck auf Hamaguchi und Creative Studio 1 ausübt, an zwei Fronten gleichzeitig abzuliefern.
Was das speziell für Kingdom Hearts IV bedeutet
Die Sache ist die: Hamaguchis Beteiligung ist tatsächlich ein starkes Signal für Kingdom Hearts IV. Die FF7 Remake-Trilogie hat bei Square Enix die Messlatte für Action-RPG-Produktionswerte hoch gelegt. Insbesondere Rebirth wurde für sein World-Design und die Tiefe des Kampfsystems gelobt. Dass nun dasselbe Team an Kingdom Hearts IV arbeitet, deutet darauf hin, dass das Spiel als echtes Flaggschiff behandelt wird und nicht als Nebenprojekt, das an eine kleinere Gruppe abgegeben wurde.
Die Kingdom-Hearts-Reihe hatte schon immer eine komplizierte Entwicklungsgeschichte. Zahlreiche Spin-offs auf verschiedenen Plattformen, lange Pausen zwischen den Hauptteilen und eine Story, die als notorisch schwer zu verfolgen gilt. Einen Director zu haben, der gerade zwei große RPGs in relativ kurzer Folge veröffentlicht hat und nun bei Kingdom Hearts IV die Leitung übernimmt, ist ein anderes Signal für Zuversicht als ein vages „Es ist in Entwicklung“-Update.
Der Blickwinkel der Anime-Adaption
Hamaguchi ging auch auf die allgemeinere Frage ein, ob Square Enix-Marken in andere Medien übertragen werden. Kingdom Hearts wird bereits als Anime-Serie für Disney+ adaptiert. Auf die Frage, ob Final Fantasy 7 eine ähnliche Behandlung erfahren könnte, sagte er, dass das Unternehmen aktiv Adaptionsmöglichkeiten für alle seine großen IPs prüfe, einschließlich einer potenziellen Live-Action- oder animierten Version der FF7 Remake-Story.
Final Fantasy 7 Advent Children, der 2005 veröffentlichte Animationsfilm, war die letzte große Leinwandadaption dieser Marke. Das ist über 20 Jahre her. Ob aus diesen Gesprächen etwas Konkretes wird, ist unklar, aber die Tatsache, dass Hamaguchi offen darüber spricht, deutet darauf hin, dass Square Enix genau beobachtet, wie gut der Kingdom Hearts-Anime ankommt.
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