Nintendo-Veteran: Miyamotos Puppen-Leidenschaft prägte Ocarina of Time Remake

Takaya Imamura erklärt, dass der umstrittene Grafikstil des Ocarina of Time Remakes auf Shigeru Miyamotos lebenslange Faszination für das Puppentheater zurückgeht.

Eliza Crichton-Stuart

Eliza Crichton-Stuart

Aktualisiert

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Young Zelda in line with original artwork : r/OcarinaOfTime

"Mr. Miyamotos Liebe zum Puppenspiel kommt hier wirklich zum Ausdruck."

Das ist die Einschätzung von Takaya Imamura, dem Artist, der 32 Jahre lang bei Nintendo einige der bekanntesten Charaktere der Gaming-Geschichte entworfen hat. Der Mann hinter der anthropomorphen Crew von Star Fox und der eindringlichen Ästhetik von The Legend of Zelda: Majora's Mask hat sich zum kontroversen neuen Look des Remakes von The Legend of Zelda: Ocarina of Time geäußert, und seine Interpretation ist interessanter als der Großteil der bisherigen Diskussionen dazu.

Die Verbindung zum Puppentheater, die den meisten Fans entging

Imamura postete seine Reaktion auf das neue Link-Modell des Remakes in den sozialen Medien, und anstatt das Design einfach nur zu loben oder zu kritisieren, verknüpfte er es mit etwas Tieferem in der kreativen DNA von Shigeru Miyamoto. Speziell geht es um Miyamotos gut dokumentierte Liebe zum japanischen Puppentheater, bekannt als ningyogeki.

Die Sache ist die: Das ist keine zufällige Beobachtung von jemandem Außenstehendem. Imamura hat über drei Jahrzehnte direkt mit Miyamoto zusammengearbeitet. Er weiß, wie der Mann kreativ denkt, und seine Vermutung, dass die Charakterdesigns des Remakes den Geist von Marionetten in sich tragen, hat echtes Gewicht.

Die Verbindung ist kaum noch zu ignorieren, sobald man die direkten Vergleiche sieht, die online kursieren. Die Proportionen des neuen Link, die leicht übertriebene Gelenkigkeit seiner Gliedmaßen und die Art und Weise, wie sein Gesicht auf dem Kopf sitzt, wirken völlig anders, wenn man sie durch die Linse der Marionettenbauweise betrachtet. Puppenfiguren sind darauf ausgelegt, aus der Distanz ausdrucksstark zu wirken, mit vereinfachter, aber bewusster Gesichtsgeometrie. Diese Beschreibung passt nahezu perfekt auf den Art-Style des Remakes.

Von Star Fox-Puppen zu Hyrule-Marionetten

Miyamotos Einfluss durch das Puppenspiel ist keine neue Information. Das ursprüngliche Star Fox wurde bekanntermaßen mit physischen Puppen vermarktet, die die Charaktere des Spiels darstellten, und Imamura spielte bei diesem Projekt eine zentrale Rolle. Diese Designs hatten die abgerundete, leicht künstliche Qualität von Figuren im Muppet-Stil.

Das neue Ocarina of Time-Remake verfolgt diesen Ansatz auf eine andere Weise. Während die Star Fox-Puppen eher cartoonhaft und weich wirkten, fühlt sich die Ästhetik des Remakes eher wie traditionelles japanisches Marionettentheater an: formeller, leicht unheimlich, mit einer handwerklichen Qualität, die bewusst Distanz zum Realismus wahrt. Nintendo selbst bestätigte, dass das Remake nicht auf realistische Grafik abzielt, was genau mit dem übereinstimmt, was Imamura beschreibt.

Die Gegenreaktion auf den Look des Remakes war laut, insbesondere in Bezug auf das Gesicht von Young Link. Doch Imamuras Einordnung rekontextualisiert die Kritik. Dies ist kein Studio, das das Ziel des Realismus verfehlt hat. Es ist eine bewusste künstlerische Entscheidung, die in jahrzehntelanger kreativer Philosophie des Mannes verwurzelt ist, der das Zelda-Franchise aufgebaut hat.

Was Imamura wirklich vom Remake hält

Jenseits der Analyse der Art Direction freut sich Imamura einfach darauf, es zu spielen. Er erwähnte, dass er das Spiel zuletzt in der 3DS-Version durchgespielt hat, und lobte die Farbpalette sowie die Beleuchtung des Remakes. "Wie erwartet!", fügte er hinzu, was eher als echte Begeisterung denn als höfliches Ausweichmanöver zu lesen ist.

Dieses Detail ist wichtig. Imamura kommentiert nicht nur als Design-Kritiker. Er ist ein Fan dieses Spiels, der in derselben kreativen Umgebung gearbeitet hat, in der es entstand, und seine Begeisterung, dorthin zurückzukehren, hat eine andere Glaubwürdigkeit als die meisten Einschätzungen zur Optik des Remakes.

Der entscheidende Punkt ist, dass die Debatte um den Art-Style des Ocarina of Time-Remakes größtenteils ohne diesen Kontext geführt wurde. Fans, die es mit anderen modernen Zelda-Spielen oder realistischen Remakes anderer Studios verglichen, maßen es an den völlig falschen Bezugspunkten. Gemessen am japanischen Puppentheater ergibt die Designsprache plötzlich viel mehr Sinn.

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Ankündigungen

aktualisiert

September 11. 2026

veröffentlicht

September 11. 2026

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