Overview
The Legend of Zelda: Ocarina of Time ist der fünfte Teil der Zelda-Reihe von Nintendo und der erste, der den Sprung in die 3D-Welt wagte. Entwickelt von Nintendo Entertainment Analysis & Development und veröffentlicht von Nintendo, erschien das Spiel am 21. November 1998 und definierte sofort neu, was ein Action-Adventure sein kann. Links Reise vom jungen Kokiri-Jungen zum erwachsenen Hero of Time bleibt eine der unvergesslichsten Coming-of-Age-Geschichten der Gaming-Geschichte, eingebettet in eine Welt, die sich an jeder Ecke lebendig und sinnvoll anfühlt.
Die Story versetzt dich in die Rolle von Link, einem Jungen, der bei den Kokiri in einem Walddorf aufgewachsen ist und noch nie eine eigene Fee hatte. Das ändert sich, als Navi mit einer dringenden Botschaft vom Great Deku Tree eintrifft, einem Schutzgeist, der von einem mysteriösen Fremden verflucht wurde. Was als einfacher Auftrag beginnt, weitet sich schnell zu einem Wettlauf gegen Ganondorf aus, den Gerudo-König, der danach strebt, das Triforce an sich zu reißen – ein heiliges Relikt, das seinem Besitzer unbegrenzte Macht verleihen kann. Prinzessin Zelda, die Ganondorfs Bewegungen von Hyrule Castle aus beobachtet, wird zu Links unerwarteter Verbündeter und zum Schlüssel, um zu verstehen, was das Triforce für die Zukunft von Hyrule wirklich bedeutet.
Gameplay und Mechaniken
Der Core-Gameplay-Loop von Ocarina of Time konzentriert sich auf Exploration, Dungeon-Crawling und das Lösen von Rätseln, doch die Umsetzung hob das Spiel von allem ab, was es zuvor gab. Zu den wichtigsten Mechaniken gehören:

- Z-Targeting Lock-on-Kampfsystem
- Musikbasiertes Rätsellösen mit der Okarina
- Kind- und Erwachsenen-Link mit unterschiedlichen Fähigkeiten
- Zeitreisen zwischen der Vergangenheit und der Zukunft von Hyrule
- Item-basierter Dungeon-Fortschritt
Allein das Z-Targeting-System veränderte die Art und Weise, wie 3D-Actionspiele Kämpfe handhabten. Durch das Anvisieren von Gegnern kann Link strafen, ausweichen und mit einer Präzision angreifen, die sich so intuitiv anfühlte, wie es kein 3D-Actionspiel zuvor geschafft hatte. Die Dungeons sind rätsellastiger als in früheren Zelda-Teilen, aber der Schwierigkeitsgrad bleibt fair und belohnt Beobachtungsgabe sowie den gezielten Einsatz von Items anstelle von stumpfem Trial-and-Error.

Das Musiksystem: Wie funktioniert die Okarina?
Die Okarina ist nicht nur reines Beiwerk. Während Link im Laufe des Abenteuers neue Lieder lernt, schaltet jedes davon eine spezifische Funktion in der Welt frei. Manche Lieder teleportieren Link sofort an wichtige Orte. Andere verändern die Tageszeit, beschwören Regen oder öffnen versiegelte Türen. Saria's Song, Song of Time und Epona's Song haben sowohl mechanisch als auch erzählerisch ein enormes Gewicht und verknüpfen den Soundtrack direkt mit der Art und Weise, wie sich Spieler durch die Welt bewegen.
Diese Integration von Musik in das Puzzle-Design war 1998 absolut neu und bleibt eines der markantesten Merkmale des Action-Adventure-Genres. Der Score von Komponist Koji Kondo ist untrennbar mit dem Erlebnis verbunden, wobei jedes Gebiet von Hyrule seine eigene musikalische Identität besitzt, die Spieler auch Jahrzehnte später noch sofort wiedererkennen.

Einfluss und Vermächtnis
Ocarina of Time landet regelmäßig auf oder nahe der Spitze der Listen der besten Spiele aller Zeiten, und die Gründe dafür sind handfest und nicht nur nostalgisch. Das Z-Targeting-System beeinflusste Third-Person-Actionspiele weit über die Zelda-Reihe hinaus. Die Dual-Timeline-Struktur, bei der die Konsequenzen von Links Handlungen als Kind die Welt der Erwachsenen verändern, verlieh der Erzählung eine Tiefe, die Adventure-Spiele zu dieser Zeit nur selten wagten.
Die Philosophie des Dungeon-Designs, bei der jeder Tempel ein neues Item einführt und den Spieler dann herausfordert, dieses Item vor dem finalen Boss zu meistern, wurde zu einer Vorlage, der spätere Zelda-Titel und unzählige Action-Adventures direkt folgten. Ocarina of Time war nicht nur bei der Veröffentlichung ein Erfolg. Es definierte einen Genre-Ansatz, der über ein Jahrzehnt Bestand hatte.

