Grand Theft Auto 6 erhält ein umfassendes Kriminellen-Profilsystem, das sich basierend auf deinem Gameplay weiterentwickelt – und wenn du es zu weit treibst, gibt es kein Zurück mehr.
Rockstar Games Co-Head of Development Rob Nelson bestätigte die Mechanik in einem Gespräch mit dem YouTuber TGG und beschrieb eine fünfstufige Hierarchie, die das Spielerverhalten über das gesamte Spiel hinweg trackt. Das System ist klar vom Honor-System aus Red Dead Redemption 2 inspiriert, bietet jedoch einen GTA-spezifischen Twist: Eine dieser Stufen schließt dich dauerhaft ein.
Von Professional zu etwas weitaus Schlimmerem
Die fünf Stufen reichen von Professional an der Spitze, gefolgt von Aggressive, Violent und Psycho. Der fünfte und letzte Status ist derzeit noch unbenannt und Rockstar hält sich mit Details bedeckt. Bestätigt ist jedoch, dass es wirklich schwierig ist, diesen zu erreichen, und sobald man dort angekommen ist, bleibt es dabei. Kein Redemption-Arc, kein Zurücksetzen deines Rufs. Du hast eine Grenze überschritten, die das Spiel dich nicht mehr rückgängig machen lässt.
Der entscheidende Punkt ist, dass es sich hierbei nicht um ein Bestrafungssystem handelt. Nelson äußerte sich dazu unmissverständlich: "Es gibt keine richtige oder falsche Art, das Spiel zu spielen. Es ist jetzt einfach eine Frage der Wahl. Wie möchtest du dieses Spiel spielen, wenn deine Aktionen Auswirkungen haben könnten? Du kannst immer noch so viel Chaos verursachen, wie du willst, wenn das dein Ziel ist."
Er fügte hinzu, dass das System nicht den Kern von GTA verändert, sondern lediglich die Möglichkeiten für Spieler erweitert, die sich auf dieser Ebene mit dem Spiel auseinandersetzen möchten.
Wie die Profile für Jason und Lucia funktionieren
Beide Co-Protagonisten, Jason Duval und Lucia Caminos, führen separate Kriminellen-Profile. Dein Verhalten während der Steuerung des jeweiligen Charakters fließt unabhängig in deren individuelle Historie ein, was bedeutet, dass ein Spieler theoretisch einen Charakter in Richtung Professional-Status pushen und den anderen in den Psycho-Bereich abrutschen lassen könnte.
Spieler können Benachrichtigungen über Profiländerungen auch komplett deaktivieren, falls sie diese nicht in Echtzeit verfolgen möchten. Das System läuft zwar im Hintergrund weiter, aber du wirst nicht durch Status-Updates unterbrochen, wenn du lieber immersiv spielen möchtest.
Wie diese Stufen letztendlich mit der Story verknüpft sind, bleibt unklar. Rockstar hat nicht bestätigt, ob das Erreichen bestimmter Profilzustände neue Missionen, Enden oder NPC-Reaktionen freischaltet, aber Nelsons Kommentare deuten darauf hin, dass ein gewisser Einfluss auf die Narrative fest integriert ist.
Teil eines größeren Vorstoßes in Richtung spielergesteuertem Realismus
Das Kriminellen-Profilsystem ergänzt mehrere andere neue Verhaltensmechaniken, die Rockstar in der Vorab-Berichterstattung vorgestellt hat. NPCs reagieren nun auf sichtbare Waffen. Das Stehlen von Autos erfordert mehr Finesse als in früheren Teilen. Das Wanted-System wurde überarbeitet, um die berüchtigte Button-Mashing-Fluchtmechanik zu entfernen, über die sich Spieler seit Jahren beschwert haben.
Zusammengenommen deuten diese Änderungen darauf hin, dass Rockstar eine Version von Vice City erschafft, in der deine Entscheidungen einen echten bleibenden Eindruck hinterlassen – nicht nur bei deinem Wanted-Level, sondern auch dabei, wer dein Charakter im Laufe des Spiels wird.
Für Spieler, die vor dem Launch jedes bestätigte Detail verfolgen, schlüsselt der GTA 6 Editions-Guide auf, was in den jeweiligen Versionen enthalten ist und welche Pre-Order-Boni verfügbar sind. Weitere bestätigte Features und Mechaniken werden in der vollständigen GTA 6 Guide-Sammlung erfasst, während Rockstar vor der Veröffentlichung des Spiels immer mehr Details preisgibt.







