Grand Theft Auto 6 erscheint ohne First-Person-Modus. Diese Bestätigung stammt von einem Creator-Preview-Event bei Rockstar North in Edinburgh, bei dem eine ausgewählte Gruppe von Content Creatorn das Spiel vor dem Release am 19. November bereits anspielen konnte.
Das Timing ist hier entscheidend. Diese Nachricht kam nur einen Tag, nachdem Rockstar Games, Take-Two Interactive und Netflix am 27. August gemeinsam einen ausführlichen Gameplay-Deep-Dive veröffentlicht hatten, der bereits den detailliertesten Einblick in das Spiel bot, den bisher jemand außerhalb des Studios erhalten hat. Der Besuch der Creator bei Rockstar North war ein separates, kleineres Event, das einige der Lücken füllte, die der große Reveal hinterlassen hatte.
Was die Creator-Preview tatsächlich enthüllte
Davy Jones, ein brasilianischer Content Creator, der an der Preview bei Rockstar North teilnahm, bestätigte, dass GTA 6 keine First-Person-Perspektive bietet. Wichtige Einschränkung: Es ist nicht ganz klar, ob er das Feature direkt getestet oder während seiner Zeit mit dem Spiel einfach nicht darauf gestoßen ist. Dieser Unterschied ist wichtig, aber das Ergebnis bleibt dasselbe. Es ist kein First-Person-Modus vorhanden, zumindest nicht in dem Build, den die Creator gespielt haben.
Zur Einordnung: Auch GTA 5 erschien 2013 ohne einen vollwertigen First-Person-Modus. Dieses Feature wurde erst mit der Enhanced Version im Jahr 2022 nachgereicht, fast ein Jahrzehnt nach dem ursprünglichen Release. Sollte Rockstar bei GTA 6 einen ähnlichen Weg einschlagen, könnte der First-Person-Modus erst Jahre später als Teil eines Remasters oder einer aktualisierten Edition erscheinen.
Warum dies deinen Playthrough wahrscheinlich nicht ruinieren wird
Für die meisten GTA-Spieler war die First-Person-Ansicht schon immer eher eine Spielerei als ein Kernbestandteil des Erlebnisses. Der Modus in GTA 5 war zum Release zwar beeindruckend, fühlte sich aber nie ganz heimisch in einem Spiel an, das auf Third-Person-Movement und Kameraführung ausgelegt ist. Das Fahren wirkte desorientierend, Schusswechsel waren hakelig und die Animationen, die aus der Third-Person-Perspektive großartig aussahen, wirkten aus der Nähe oft ungelenk.
GTA 6 wurde von Grund auf als Third-Person-Adventure-Game konzipiert, was der ausführliche Einblick von Rockstar deutlich macht. Die Kameraführung, die Charakteranimationen für Lucia und Jason sowie die Art und Weise, wie die Welt auf deine Präsenz reagiert: Alles ist auf diese Perspektive ausgelegt. Den First-Person-Modus zum Launch wegzulassen, ist weniger eine Lücke im Spielerlebnis als vielmehr eine bewusste Entscheidung bei der Fokussetzung.
Was Rockstar nach dem Launch noch hinzufügen könnte
Rockstar hat eine lange Historie darin, GTA-Spiele lange nach ihrem ursprünglichen Release zu erweitern. GTA 5 ist das offensichtlichste Beispiel, aber das Studio behandelt seine Flaggschiff-Titel konsequent als langfristige Plattformen und nicht als abgeschlossene Produkte. Ein First-Person-Modus passt perfekt in dieses Schema: Es ist ein substanzielles Feature, das echte Entwicklungszeit erfordert, um gut umgesetzt zu werden. Ein separater Release erlaubt es Rockstar, dies ordentlich zu machen, anstatt es zu überstürzen.
Der Launch am 19. November wird so oder so gigantisch. Das Spiel entwickelt sich zu einem der größten Releases in der Geschichte des Mediums, und das Fehlen der First-Person-Ansicht zum Launch dürfte an dieser Einschätzung für die große Mehrheit der Spieler kaum etwas ändern.
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