Halo Studios hat diese Woche ein Community-Q&A auf Halo Waypoint veröffentlicht. Zwischen den Antworten auf Fan-Fragen versteckte sich ein Detail, das für eine neue Welle der Frustration gesorgt hat: Jeder PS5-Spieler, der sich das Remake von Halo: Combat Evolved, Halo: Campaign Evolved, zulegt, benötigt ein Microsoft-Konto und einen Xbox Gamertag, bevor das Spiel gestartet werden kann. Kein Konto, kein Chief.
Dies folgt dem gleichen Modell, das bereits für Halo: The Master Chief Collection und Halo Infinite auf dem PC gilt. Microsoft begründet dies mit Cross-Platform-Progression und Cross-Play, was auf dem Papier logisch klingt. Spielstände und Statistiken sind an den Gamertag gebunden und nicht an das PlayStation Network-Profil. Die Sache hat jedoch einen Haken: Die genannten Spiele erschienen auf Plattformen, auf denen Xbox-Konten bereits etabliert waren. Von einem PS5-Besitzer, der noch nie mit einem Xbox-Produkt in Berührung kam, zu verlangen, einen Gamertag zu erstellen, bevor er ein zum Vollpreis erworbenes Spiel spielen kann, ist eine völlig andere Ausgangslage.

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Was Spieler auf den jeweiligen Plattformen tatsächlich benötigen
Das Q&A hat die Anforderungen pro Plattform klar dargelegt, und diese sind nicht gleich:
Die Situation auf der PS5 ist hier der kritischste Punkt. Split-Screen-Koop, ein Feature, das seit dem Release des ursprünglichen Combat Evolved im Jahr 2001 zur Identität von Halo gehört, erfordert auf der PS5, dass beide Spieler über ein aktives PlayStation Plus-Abonnement verfügen und ihre Konten mit Microsoft verknüpft haben. Das sind zwei separate Abonnement-Dienste, um Couch-Koop auf einer einzigen Konsole zu spielen.
Die Reaktionen im Netz sind deutlich. Ein Spieler auf Bluesky brachte es auf den Punkt und kritisierte den Kontrast zur Nintendo Switch, wo für lokales Multiplayer nichts weiter nötig ist, als einen Joy-Con abzunehmen. Die Frustration ist verständlich. Für ein Spiel zu bezahlen und dann durch zwei Abonnement-Dienste ausgebremst zu werden, nur um mit jemandem neben sich zu spielen, fühlt sich eher nach einer Enterprise-Lizenzvereinbarung an als nach einer Gaming-Session im Wohnzimmer.
Das Argument der Cross-Platform-Progression
Microsoft argumentiert, dass die Kontopflicht die Investition der Spieler schützt. Fortschritt, Unlocks und Spielzeit sind an den Gamertag gebunden, anstatt auf eine Plattform beschränkt zu sein. Für Spieler, die mehrere Geräte besitzen oder zwischen PS5 und PC wechseln möchten, ist das durchaus nützlich. Der entscheidende Punkt ist, dass Microsoft eine Plattform-Ebene aufbaut, die über der jeweiligen Konsole steht, und Halo: Campaign Evolved ist einer der ersten großen Tests dafür, wie sich das auf Sony-Hardware auswirkt.
Das Spiel erscheint am 28. Juli für PS5, Xbox Series X/S und Steam. Wer zum Launch spielen möchte, sollte die Erstellung des Microsoft-Kontos am besten jetzt schon erledigen. Der Vorgang ist kostenlos, fügt aber einen Schritt hinzu, den PlayStation-Spieler bei First-Party- oder Third-Party-Titeln auf ihrer Plattform normalerweise nicht gewohnt sind.
Dies ist Teil eines breiteren Musters, das man im Auge behalten sollte, da immer mehr von Xbox veröffentlichte Spiele auf der PS5 erscheinen. Gears of War: Reloaded kommt ebenfalls auf die PlayStation, und Fragen zu den Kontovoraussetzungen und der Feature-Parität werden wahrscheinlich dem gleichen Verlauf folgen. Wer sich für dieses Spiel einen Vorsprung verschaffen möchte, sobald die Details feststehen, sollte den Gears of War: Reloaded Guides-Hub im Auge behalten. Für alles Weitere im Bereich der Shooter-Spiele lohnt sich ein Blick auf unsere vollständige Berichterstattung, während der Juli näher rückt.








