Microsofts größter Release des Jahres hat PlayStation gerade einen stillen Sieg beschert.
Halo: Campaign Evolved ist jetzt für Xbox Series X/S, PC und PS5 verfügbar, und eine gründliche technische Cross-Platform-Analyse kommt zu einem Ergebnis, das bei Xbox niemand hat kommen sehen: Die PS5-Version erreicht oder übertrifft die Xbox Series X in fast jeder messbaren Kategorie, und die PS5 Pro setzt sich komfortabel an die Spitze.
Wie die Zahlen tatsächlich ausfallen
Beginnen wir mit der Xbox Series S, bei der das Ergebnis überraschend ordentlich ausfällt. Unreal Engine 5-Features wie Lumen Reflections helfen dabei, die visuelle Lücke zwischen der Series S und ihrem leistungsstärkeren Geschwistermodell zu schließen, obwohl die interne Auflösung durchgehend bei etwa 720p liegt. Für eine Konsole in dieser Preisklasse schlägt sie sich wacker.
Die Xbox Series X bietet Spielern zwei Modi zur Auswahl. Der Performance-Modus läuft intern mit etwa 1224p, während der Quality-Modus auf 1440p hochschraubt. Der Unterschied in der Bildtreue zwischen den beiden wird als minimal beschrieben, wobei der Performance-Modus das Bild spürbar weicher zeichnet und bei der Vegetationsdichte sowie den Schattendetails Abstriche macht. Keiner der Modi ist eine schlechte Wahl, aber die Kompromisse sind bei genauerem Hinsehen erkennbar.
Dann folgt das PS5-Ergebnis, das in Redmond für hochgezogene Augenbrauen sorgen dürfte. Sowohl im Performance- als auch im Quality-Modus erreichen die PS5 und die Xbox Series X eine nahezu identische Bildqualität und Präsentation. Beim Shadow-Rendering und bei feineren Details gibt es geringfügige Unterschiede, aber die beiden Plattformen befinden sich effektiv auf Augenhöhe.
Das Cutscene-Stottern, das Xbox nicht ignorieren kann
Hier ist der Punkt, der das Zünglein an der Waage ist. Sowohl die Xbox Series X als auch die Xbox Series S leiden unter Cutscene-Stottern, das auf der PS5 schlicht nicht auftritt. Allein dieses Fehlen lässt die PS5-Version während der Story-Sequenzen polierter wirken, was bei einem kampagnenfokussierten Shooter, der auf seine narrative Inszenierung setzt, eine große Rolle spielt. Flüssige Cutscenes sind in diesem Kontext kein Luxus, sondern Teil des Erlebnisses, das das Spiel verkaufen möchte.
Die PS5-Version liefert deshalb das, was die Analyse als „ein kohärenteres Erlebnis“ bezeichnet. Für ein Spiel, das als Xboxs wichtigster Release des Jahres gedacht ist, ist das eine bedeutende Lücke.
PS5 Pro holt sich die Krone
Die PS5 Pro-Version profitiert von PSSR (PlayStation Spectral Super Resolution), Sonys Machine-Learning-Upscaling-Lösung, und die Ergebnisse sind greifbar. Die Bildqualität ist im Vergleich zur Basis-PS5 spürbar schärfer und sauberer, wobei Anti-Aliasing-Artefakte, die auf anderen Plattformen bestehen bleiben, weitgehend behoben wurden. Auch die Framerates sind flüssiger.
Der entscheidende Punkt ist, dass die PS5 Pro nicht nur die Basis-PS5 schlägt. Sie schlägt jede andere Version von Halo: Campaign Evolved, die derzeit erhältlich ist. Das Spiel, das Microsoft als Anker für seine Plattformstrategie entwickelt hat, läuft auf der Hardware eines Konkurrenten am besten.
Für Spieler, die wissen möchten, welche Edition sie über ihr Abonnement erhalten können, schlüsselt der Xbox Game Pass-Guide für Halo: Campaign Evolved genau auf, welche Stufen das Spiel zum Launch enthalten. Cross-Platform-Spieler sollten zudem die Details zu Crossplay und Cross-Progression prüfen, bevor sie loslegen, da Halo: Campaign Evolved volles Crossplay zwischen Xbox, PC und PS5 unterstützt.









