Die Intel Arc Pro B70 ist im Grunde die GPU, auf die Arc-Fans seit Jahren gewartet haben. Großer Chip, beeindruckende Specs und jetzt offiziell mit Gaming-Support. Der Haken? Man kann sie wahrscheinlich nicht kaufen, und selbst wenn, kostet sie fast $1.000.
Intel hat soeben den Arc Graphics Driver 32.0.101.8629 WHQL veröffentlicht, und in den Release Notes findet sich ein Detail, das Aufmerksamkeit verdient: Der Treiber enthält jetzt offiziellen „Gaming Support“ sowohl für die Arc Pro B70 als auch für die Arc Pro B65. Dies ist das bemerkenswerteste Update im gesamten Treiber-Release, und die Ironie dabei ist kaum zu übersehen.

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Die GPU, die eigentlich die Arc B770 hätte sein sollen
Die Sache ist die: Der G31-Chip, der die Arc Pro B70 antreibt, wurde mit ziemlicher Sicherheit für Gaming entwickelt. Lange Zeit deuteten Gerüchte auf eine Intel Arc B770 Consumer-Karte hin, die auf dem G31 basieren sollte. Diese Karte kam nie auf den Markt. Als Intel bereit war, den G31 auszuliefern, hatte der Goldrausch bei KI-Hardware die Kalkulation grundlegend verändert.
Statt einer Mid-to-High-End-Gaming-GPU hat Intel den G31 in eine Workstation-Karte verwandelt, die mit 32 GB VRAM ausgestattet ist und fast $1.000 kostet. Das Angebot richtet sich gezielt an Entwickler und Forscher, die lokale KI-Modelle ausführen, nicht an PC-Gamer, die nach einem Upgrade suchen. Zum Vergleich: Die Nvidia RTX Pro 4000 Blackwell kostet etwa $1.800 und bietet nur 24 GB Speicher, daher ergibt die Arc Pro B70 als KI-Workstation-Karte durchaus Sinn.
Die Gaming-GPU-Community hat das Ganze beobachtet und ging leer aus.
Was der Treiber tatsächlich hinzufügt
Auf dem Papier ist der G31 ein ernstzunehmender Chip. Er verfügt über 32 Xe2 GPU-Cores, die über ein 256-Bit-Speicherinterface angebunden sind, verglichen mit den 20 Xe2-Cores und dem 192-Bit-Interface der G21-GPU der Arc B580. Das entspricht einer theoretischen Rechenleistung, die um 50% höher liegt.
Der G31-Die misst zudem 378 mm2 und ist damit deutlich größer als der 263 mm2 große GB205-Chip in der RTX 5070. Größerer Die, teurer in der Herstellung und in Spielen trotzdem langsamer. Genau diese Rechnung ist der Grund, warum die Arc B770 nie in den Einzelhandel kam.
Was die Arbeit am Gaming-Treiber betrifft, so überschneidet sich ein Teil der Optimierungen wahrscheinlich mit der bestehenden Arbeit für die Arc B580 und andere Xe2-basierte Karten. Aber ein Chip, der so viel größer ist als der G21, benötigte mit Sicherheit dediziertes Tuning, um Spiele ordnungsgemäß auszuführen – was Intel nun vermutlich geliefert hat.

Arc driver 32.0.101.8629 WHQL
Wer profitiert tatsächlich davon?
Die ehrliche Antwort ist: eine ziemlich kleine Gruppe. Die Arc Pro B70 ist ein Enterprise- und Workstation-Produkt. Sie wird nicht über die üblichen Consumer-Kanäle für GPUs verkauft, und ihr Preis liegt weit außerhalb des Budgets für jeden, der sich einen Gaming-PC zusammenstellt.
Dennoch ist der Gaming-Support im Treiber für diejenigen wichtig, die bereits eine besitzen. KI-Forscher und Entwickler, die auf ihrer Workstation auch spielen möchten, müssen sich nicht mehr mit einer Karte herumschlagen, die zwar technisch funktioniert, aber keinen passenden Gaming-Treiber im Rücken hat. Der Treiber-Release ist WHQL-zertifiziert, was bedeutet, dass er den vollständigen Validierungsprozess von Microsoft durchlaufen hat.
Für Arc-Fans, die das Ganze von der Seitenlinie aus beobachten, ist dieses Update eher bittersüß als aufregend. Der G31-Chip ist real, er funktioniert und er kann jetzt offiziell Spiele ausführen. Er steckt nur in einer Produktkategorie, die die meisten Leute nie zu Gesicht bekommen werden.
Benchmarks von jedem, der die Arc Pro B70 im Gaming-Kontext in die Finger bekommt, sollten bald auftauchen, und diese Zahlen werden endlich die Frage beantworten, die Arc-Enthusiasten seit Jahren beschäftigt. Schaut euch unbedingt mehr an:








