Sechs Millionen verkaufte Einheiten. Warhorse Studios und Publisher Deep Silver gaben soeben bekannt, dass Kingdom Come: Deliverance II diesen Meilenstein erreicht hat – ein Erfolg, der durch den zeitlichen Kontext noch beeindruckender wirkt.

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Wie schnell Henry dieses Ziel erreichte
Das ursprüngliche Kingdom Come: Deliverance benötigte sechs Jahre, um 6 Millionen Verkäufe zu erzielen. Das Sequel schaffte dies in etwa anderthalb Jahren. Dieser Unterschied verdeutlicht, wie stark das Franchise zwischen den beiden Spielen gewachsen ist. KCD2 erschien mit höherem Production Value, einer größeren Welt und dem Vertrauen einer Fanbase, die bereits vom Konzept überzeugt war. Das Ergebnis war eine Sales-Kurve, die die Entwicklung des ersten Teils weit in den Schatten stellt.
"Nichts davon wäre ohne die Leidenschaft und Unterstützung der stetig wachsenden Kingdom Come: Deliverance-Community möglich gewesen", so Deep Silver in der Ankündigung. "Vom ersten Tag an sind die Spieler an der Seite von Henry durch dieses Abenteuer geritten, und Warhorse Studios freut sich darauf, diesen Erfolg über den Sommer bei Events, Konzerten und Community-Treffen gemeinsam mit den Fans zu feiern."
Die zwei Spiele, die Warhorse im Gedächtnis behalten möchte
Die Ankündigung des Meilensteins diente nicht nur dazu, der Community zu danken. Sie erinnerte auch gezielt daran, dass Warhorse zwei neue Open-World-RPG-Titel in der Entwicklung hat: ein neues Kingdom Come-Abenteuer und ein separates Spiel, das in Tolkiens Mittelerde angesiedelt ist.
Das Mittelerde-Projekt ist dabei die größere Überraschung. Warhorse bestätigte die Arbeit an einem Open-World-Mittelerde-RPG, was einen signifikanten kreativen Richtungswechsel für ein Studio darstellt, das seine Identität auf hyper-realistischem, historisch akkuratem mittelalterlichem Böhmen aufgebaut hat. Der Sprung von den Hussitenkriegen des 15. Jahrhunderts zum Zweiten Zeitalter von Arda ist beachtlich. Aber: Wenn ein Studio den Anspruch für obsessives World-Building in einem dichten fiktiven Setting besitzt, dann ist es das Team, das historisch korrekte Schwertkampftechniken modellierte und NPCs dynamische Routinen zum Diebstahl von Schuhen gab.
Details zu beiden Projekten bleiben rar. Keine Release-Fenster, keine Trailer, keine benannten Protagonisten. Nur die Bestätigung, dass sie existieren und dass Warhorse an ihnen arbeitet.
Was das für die KCD-Fanbase bedeutet
Für Spieler, die KCD2 abgeschlossen haben und sich fragen, was als Nächstes kommt, lautet die Antwort: offenbar eine ganze Menge. Ein dritter Kingdom Come-Teil bedeutet, dass Henrys Geschichte – oder zumindest die Welt um ihn herum – fortgesetzt wird. Das Mittelerde-RPG zeigt, dass Warhorse seinen Fokus weit über Böhmen hinaus erweitert.
Der entscheidende Punkt ist, dass beide Projekte auf Basis eines echten kommerziellen Erfolgs entwickelt werden. Warhorse ist nicht auf einen Rettungsanker angewiesen. Das Studio baut auf einer Position der Stärke auf, mit 6 Millionen Spielern, die bereits in die Arbeit des Studios investiert sind.
Pro-Tipp: Falls du KCD2 noch nicht beendet hast oder das Early-Game effizienter angehen möchtest, bevor das nächste Kapitel erscheint, lohnt sich ein Blick in den KCD2 Early-Game-Playstyle-Guide, bevor du deinen nächsten Playthrough startest.
Das Gesamtbild für Warhorse
Dass Warhorse ein Mittelerde-Spiel veröffentlicht, ist eine Ankündigung, die vor fünf Jahren noch weit hergeholt gewirkt hätte. Das Studio finanzierte das ursprüngliche Kingdom Come: Deliverance via Crowdfunding, veröffentlichte es in einem berüchtigt rauen Zustand und verbrachte Jahre damit, es durch Patches zu einem großartigen Spiel zu machen. KCD2 erschien poliert und selbstbewusst. Sechs Millionen verkaufte Einheiten später verfügt das Studio über die Glaubwürdigkeit und vermutlich das Budget, um eines der beliebtesten fiktiven Universen der Geschichte in Angriff zu nehmen.
Ob das Mittelerde-Spiel auf die bewährten Systeme von Warhorse setzt – man denke an Hunger-Mechaniken, realistisches Combat-Gameplay und moralisch komplexe NPCs in einer Welt voller Elben und Orks – oder ob es mit einer konventionelleren Fantasy-RPG-Struktur auf Nummer sicher geht, wird den Erfolg des Projekts definieren. Vorerst hat die Community zwei Gründe, neben der KCD2-DLC-Roadmap am Ball zu bleiben.
Für alles Weitere zu Henrys aktuellem Abenteuer bietet die vollständige Kingdom Come: Deliverance II Guide-Sammlung alles, was du brauchst, während du auf das nächste Projekt von Warhorse wartest.

