400Hz-Monitore kosteten früher ein Vermögen. Der BenQ Zowie XL2566X+ liegt bei $650. Premium IPS G-SYNC Pulsar-Panels beginnen ebenfalls bei $650. Dann tauchte KTC mit dem 25M1 für $390 auf, und die Preis-Leistungs-Rechnung für kompetitive FPS-Spieler wurde plötzlich sehr interessant.
Der 25M1 ist ein 24,1-Zoll 1080p TN-Panel mit 400Hz, das mit einer seitlichen Sichtblende, einem kabelgebundenen OSD-Controller, VRR-Unterstützung und DAC-Backlight-Strobing ausgeliefert wird. Das ist eine Menge Hardware für den Preis. Die Frage ist, ob die Performance das auch untermauert.

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Was das 400Hz-Panel tatsächlich leistet
Hier ist die Sache mit 400Hz: Screen Tearing wird bei dieser Bildwiederholrate im Grunde unsichtbar, was bedeutet, dass die meisten Nutzer VRR komplett überspringen und mit fester Bildwiederholrate spielen werden. Das ist für den 25M1 völlig in Ordnung, da die Deaktivierung von VRR ohnehin eine Voraussetzung für die Aktivierung des DAC-Backlight-Strobings ist.
Bei 400Hz mit aktiviertem Advanced Overdrive-Modus liegt die gemessene Display-Latenz bei 1.69ms, mit einer durchschnittlichen GtG-Reaktionszeit von 1.84ms und einer 66.67% Bildwiederholraten-Konformität. Bei 240Hz senkt der Wechsel auf Standard Overdrive den Overshoot-Fehler auf nur 4.33% bei einer GtG von 3.22ms. Das Panel ist wirklich schnell, und die Overdrive-Tuning-Optionen geben dir Spielraum, es für dein spezifisches Frame-Rate-Ziel zu optimieren.
Die sechs Overdrive-Modi (Off, Standard, Advanced, Ultra Fast, Auto und User) decken die meisten Szenarien ab. Der User-Modus erlaubt dir eine Feinabstimmung in Einzelschritten von 0 bis 100, was ein nettes Feature ist. Überspringe Ultra Fast bei jeder Bildwiederholrate komplett, da es durchweg stark überschwingt. Der Auto-Modus, der während VRR als variabler Overdrive fungieren soll, verhält sich unabhängig von der Frame-Rate identisch zu User 50 und tut somit nicht das, was er verspricht.
DAC-Backlight-Strobing: solide, aber nicht fehlerfrei
Die Implementierung des DAC-Backlight-Strobings ist der Punkt, an dem sich der 25M1 seine Esports-Meriten verdient, aber auch der Punkt, an dem er seine preisbedingten Grenzen aufzeigt.
Bei 400Hz mit aktiviertem DAC verbessert sich die Bewegungsschärfe spürbar. Text wird schärfer, bewegliche Ziele sind leichter zu verfolgen. Bei der niedrigsten Pulse Width-Einstellung von 20 sinkt die Helligkeit auf 278 nits, was immer noch brauchbar ist. Bei Pulse Width 100 erreichst du bis zu 345 nits. Der Kompromiss zwischen Klarheit und Helligkeit ist akzeptabel.
Der Haken ist das Strobe-Crosstalk. Artefakte sind am unteren Bildschirmrand am deutlichsten sichtbar, und dem Monitor fehlt eine Pulse Phase-Einstellung, mit der man die klarste Zone in die Mitte verschieben könnte. Die DyAc+-Implementierung von BenQ beim älteren XL2566K zeigt weniger Crosstalk über das gesamte Panel, und der neuere XL2566X+ mit DyAc2 sollte noch besser sein. Bei 120Hz wird das Crosstalk so störend, dass man bei aktivem Strobing lieber höhere Bildwiederholraten nutzen möchte.
Der Schlüssel liegt hier darin, die Frame-Rate an die Bildwiederholrate anzupassen. Wenn du konstant 360FPS erreichst, stelle den Monitor auf 360Hz und limitiere deine Frames dort. Die Strobing-Performance bei 360Hz ist tatsächlich etwas sauberer als bei 400Hz.
Panel-Spezifikationen und Bildqualität im Kontext
Der 25M1 verwendet ein 8-Bit TN-Panel mit einer gemessenen Spitzenhelligkeit von 432 nits (was die 350 nits Angabe im Datenblatt übertrifft), einem statischen Kontrastverhältnis von 1211:1 bei 200 nits und einem 110.7% sRGB Farbraumvolumen im Standard-Player-Modus.
Die Farbgenauigkeit im Standard-Player 1-Preset ist nicht berauschend, mit einem gemessenen Delta E-Durchschnitt von 3.66 und einem Weißpunkt, der mit 7691K zu warm/bläulich läuft (spürbarer Blaustich). Das Umstellen der Farbtemperatur auf Warm senkt ihn auf 6556K, was dem 6500K-Ziel deutlich näher kommt. Der sRGB Professional Mode verbessert das durchschnittliche Delta E auf 1.62, obwohl das Maximum aufgrund der begrenzten Blauabdeckung bei 10.27 bleibt.
Für kompetitives Gaming ist das größere praktische Problem der Gamma-Wert. Schattendetails sind in den Standardeinstellungen dunkler als beabsichtigt, was die Sichtbarkeit in dunklen Bereichen verschlechtert. Das Einstellen von Black Equalize auf 80 (oder das Aktivieren des Night-Vision-Presets, das dies automatisch tut) korrigiert dies, ohne helle Szenen zu überstrahlen. Dies ist die wirkungsvollste OSD-Einstellung für FPS-Spiele auf diesem Monitor.
Die Blickwinkel sind TN-typisch: direkt von vorne in Ordnung, bei seitlichen Winkeln treten spürbare Farb- und Kontrastverschiebungen auf. Für ein Single-Player-Setup, bei dem man direkt vor dem Bildschirm sitzt, ist dies kein Problem.
Design und Funktionsumfang für den Preis
Das physische Design ist wirklich gut. Der Standfuß bietet 155mm Höhenverstellung, -5 bis 35 Grad Neigung, plus/minus 60 Grad Schwenkbereich und 90 Grad Pivot-Funktion im Uhrzeigersinn. Die Standfläche ist klein genug, um Tastatur und Maus nah am Bildschirm zu halten, was für FPS-Spieler mit niedriger Sensitivität wichtig ist.
Der kabelgebundene OSD-Controller ist eine praktische Ergänzung. Drei Preset-Tasten ermöglichen den sofortigen Wechsel zwischen Player 1, 2 und 3 Profilen, und der Richtungs-Joystick spiegelt den hinteren Joystick am Monitor selbst wider. Nützlich, um zwischen einem Arbeits-Profil mit geringerer Helligkeit und einem Gaming-Profil mit höherer Helligkeit zu wechseln, ohne den Monitor zu berühren.
Die Konnektivität umfasst zwei DisplayPort 1.4-Eingänge und zwei HDMI 2.0-Anschlüsse (begrenzt auf 240Hz). Du benötigst DisplayPort, um 400Hz zu erreichen. Ein Mini-USB-Anschluss steuert den kabelgebundenen Controller, und es gibt einen USB-A-Anschluss für Firmware-Updates.
Das kompetitive Preis-Leistungs-Verhältnis
Für $390 ist der KTC 25M1 der leistungsfähigste 400Hz-Monitor unter $400. Der nächste nennenswerte Schritt nach oben ist der BenQ Zowie XL2566X+ für $650, der durch DyAc2 und die XL Settings To Share-Funktion für spielspezifische Presets ein besseres Strobing bietet. Diese $260 Differenz sind real, und ob ein saubereres Strobe-Crosstalk dies rechtfertigt, hängt ganz davon ab, wie ernsthaft du spielst und wie empfindlich du auf die Artefakte reagierst.
Für Spieler, die keine 400FPS halten können und Strobing bei niedrigeren Frame-Raten wünschen, bietet der ViewSonic XG2431 für $280 ein 1080p 240Hz IPS-Panel mit exzellenter 120Hz-Strobing-Performance. OLED-Optionen mit 1440p 240Hz beginnen bei etwa $350, falls die Bildqualität wichtiger ist als die maximale Bildwiederholrate.
Der 25M1 besetzt eine spezifische Nische: Er ist der richtige Monitor für kompetitive FPS-Spieler, die 400Hz und Backlight-Strobing wollen, ohne das Geld für ein Flaggschiff auszugeben. Schau dir unsere Gaming-Guides für Tipps an, wie du jedes Frame aus deinem Setup in Titeln wie War Thunder herausholst, wo selbst kleine Latenzvorteile zählen. Wenn du gerade deinen Knight-Build oder die Tank-Survivability in Spielen wie TBH: Task Bar Hero optimierst, ist der Guide zum Elementarwiderstand einen Blick wert, während du darauf wartest, dass deine GPU diese 400 Frames liefert. Für einen breiteren Überblick, was sich aktuell zu kaufen lohnt, bietet der vollständige Reviews-Hub die neuesten Hardware-Analysen.








