Ein französischer PC-Händler hat gerade die Preisgestaltung der Steam Machine von Valve mit seinem eigenen Mini-Gaming-PC herausgefordert, und allein der Name ist schon den Eintrittspreis wert.
LDLC, einer der größten PC-Hardware-Händler Frankreichs, listete kurzzeitig einen kompakten Gaming-Desktop, den er frech Stim Machine nannte – ein kaum verhohlener Seitenhieb auf die $1,049 teure Steam Machine von Valve. Das Angebot wurde inzwischen entfernt und in das rechtlich sicherere LDLC PC Box umbenannt, aber die Botschaft war unmissverständlich.

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Was die LDLC PC Box tatsächlich bietet
Die Sache ist die: Die Specs sind wirklich konkurrenzfähig. Die Kit-Version (die man selbst zusammenbaut) wurde für etwa $1,090 gelistet, während eine fertig zusammengebaute Version bei rund $1,135 lag. Dieser Preis für das Komplettsystem liegt fast genau auf dem Niveau der Steam Machine auf dem europäischen Markt, was eindeutig der springende Punkt ist.
Unter der Haube läuft in der LDLC PC Box eine AMD Radeon RX 9060 XT, eine vollwertige RDNA 4 GPU, die einen generationellen Sprung gegenüber der semi-custom RDNA 3 Karte in Valves Box darstellt. Kombiniert man dies mit einem Ryzen 5 8400F Prozessor (vergleichbar mit Valves semi-custom AMD Zen 4 Sechskern-Chip), erhält man eine Maschine, die bei der CPU-Performance mit der Steam Machine mithält und bei der GPU-Architektur sogar die Nase vorn hat.
Beim Arbeitsspeicher setzt sich die LDLC PC Box deutlicher ab. Dank des standardmäßigen Mini-ITX-Mainboards wird sie mit 16 GB aufrüstbarem DDR5-RAM ausgeliefert. Die Steam Machine nutzt einen vereinheitlichten Speicher, den man nicht austauschen kann. Die LDLC-Box enthält zudem 500 GB NVMe-Speicher sowie zwei zusätzliche SATA-Steckplätze, was echten Spielraum für Erweiterungen bietet. Valves Maschine verfügt über eine einzelne 512 GB SSD und einen MicroSD-Slot.
Der preisliche Kontext, der das Ganze interessant macht
Valves eigene Ingenieure haben öffentlich eingeräumt, dass die Steam Machine teurer ist, als ihnen lieb wäre. Das Unternehmen hat erklärt, dass es sich weigert, den Hardwarepreis zu subventionieren, da dies den Aufbau eines geschlosseneren Ökosystems erfordern würde – etwas, das Valve philosophisch ablehnt. Diese Offenheit ist bewundernswert, lässt Käufer jedoch auf einen Einstiegspreis von $1,049 blicken, während die RAM-Preise nach wie vor hoch sind.
Die LDLC PC Box stellt die Steam Machine selbst zu ihrem kurzzeitig verfügbaren Preis nicht in den Schatten, was den Wert angeht. Die Kit-Version erfordert Zeit für den Zusammenbau und die SteamOS-Einrichtung. Die fertig gebaute Version liegt bei einem nahezu identischen Preis wie das Angebot von Valve. Was sie jedoch zeigt, ist, dass der Bau einer vergleichbaren Maschine aus handelsüblichen Teilen absolut möglich ist und dass der Preis der Steam Machine keine unvermeidbare Untergrenze ist, die durch physikalische Gesetze festgelegt wurde.
Für PC-Spieler, die mehr Performance aus ihrer Hardware unter SteamOS herausholen wollen, ist die Optimierung der Einstellungen genauso wichtig wie die Specs selbst. Unser Killer Bean Performance-Fix-Guide ist ein gutes Beispiel dafür, wie viel Tuning das Erlebnis auf kompakter Hardware verändern kann.
Aufrüstbarkeit vs. Plug-and-Play
Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Maschinen liegt nicht wirklich im Datenblatt. Es ist die Philosophie hinter der Hardware.
Die Steam Machine ist ein geschlossenes, poliertes Produkt. Man kauft sie, schließt sie an, und sie funktioniert. Der Ansatz von LDLC ist das Gegenteil: Standardkomponenten, austauschbarer RAM, zusätzliche Speicherplätze und eine GPU, die man theoretisch in zwei Jahren ersetzen kann, wenn etwas Besseres auf den Markt kommt. Diese Aufrüstbarkeit hat einen echten Wert, besonders wenn man bedenkt, wie schnell sich GPU-Generationen derzeit entwickeln.
Was die meisten Spieler übersehen, ist, dass die semi-custom Komponenten der Steam Machine zwar Teil dessen sind, was sie zu einem aufgeräumten, integrierten Paket macht, aber auch dazu führen, dass sie schwieriger zu reparieren oder später aufzurüsten ist. Die LDLC PC Box ist im Grunde ein traditioneller Mini-ITX-Build in einem kompakten Gehäuse, was bedeutet, dass der übliche PC-Aufrüstpfad offen bleibt.
Das Angebot ist jetzt verschwunden und LDLC hat das Stim Machine-Branding stillschweigend fallen gelassen. Ob die LDLC PC Box zu einem angepassten Preis zurückkehrt oder einfach verschwindet, ist unklar. So oder so hat sie einen Punkt bewiesen: Die Komponenten, um Valves Hardware zu matchen, existieren im Einzelhandel, und jemand war bereit, sie zusammenzustellen und entsprechend zu bepreisen. Wenn du bei Hardware-News wie dieser auf dem Laufenden bleiben und das Beste aus deinem Rig herausholen willst, deckt unser Gaming-Guides-Hub Performance-Optimierungen für eine Vielzahl von Titeln ab. Für diejenigen, die neuere PC-Builds betreiben und sich fragen, wie sie die Einstellungen optimieren können, ist der 007 First Light PC-Settings-Guide ein Lesezeichen wert.








