CI Games hat den Publishing-Vertrag mit Epic Games offiziell aufgelöst und damit die bisherige Exklusivitätsvereinbarung für den Epic Games Store für Lords of the Fallen II beendet. Ein offizielles Dokument vom 18. Mai bestätigt, dass die Änderung bereits im April in Kraft getreten ist, wobei der Zeitpunkt der Ankündigung angepasst wurde, um unmittelbare Auswirkungen auf den Markt zu vermeiden.
Was das Dokument tatsächlich besagt
Aus der offiziellen Mitteilung geht klar hervor, dass das Ende des Publishing-Deals keine vollständige Trennung der beiden Unternehmen bedeutet. CI Games und Epic werden weiterhin bei der Unreal Engine-Lizenzierung sowie bei den Epic Online Services und Epic Account Services zusammenarbeiten. Das Dokument stellt fest, dass "jede dieser Beziehungen fortbesteht und weiterhin durch ihre jeweiligen separaten Vereinbarungen geregelt wird."
Die Trennung betrifft spezifisch die Exklusivität des Storefronts, nicht die breitere technische Partnerschaft.
Eine Kehrtwende des CEOs
Dies markiert eine signifikante Abkehr von den Aussagen des CI Games-Gründers und CEOs Marek Tyminski, der die Epic-Vereinbarung noch im Dezember 2025 öffentlich verteidigt hatte. Auf Twitter behauptete er, dass "die Mehrheit der PC-Spieler, die ein bestimmtes Spiel wollen, es bei Epic kaufen wird, wenn es dort exklusiv ist."
Dieses Argument war schon immer fragwürdig. Steam dominiert den PC-Gaming-Markt, und Exklusivdeals haben bei Spielern durchweg eher für Frust als für Loyalität gesorgt. Wie auch immer die interne Kalkulation aussah, die Zahlen gingen offensichtlich nicht mehr auf.
Weder CI Games noch Epic haben eine öffentliche Stellungnahme abgegeben, die das Ende des Deals direkt thematisiert. Die Informationen stammen aus einem offiziellen Finanzbericht; behandeln Sie Details, die über das in diesem Dokument Bestätigte hinausgehen, daher als unbestätigt.
Was das für PC-Spieler bedeutet
Der praktische Nutzen liegt auf der Hand. Ohne einen Storefront-Exklusivitätsvertrag kann Lords of the Fallen 2 nun zeitgleich auf Steam und anderen PC-Plattformen erscheinen. Das ermöglicht den Zugriff auf das Review-System von Steam, die Wunschlisten-Funktionalität und eine wesentlich größere potenzielle Playerbase vom ersten Tag an.
Das ursprüngliche Lords of the Fallen, das 2023 erschien, verkaufte sich 2,5 Millionen Mal und erreichte erst nach zweieinhalb Jahren den Break-even. Mehr Spieler zum Launch zu erreichen, ist für ein Sequel, das auf diesem Fundament aufbauen will, von großer Bedeutung.

Optionen für den Character Build
Breiterer Kontext für die Storefront-Strategie von Epic
Dieser Schritt fügt sich in ein größeres Muster ein. Epic hat eine schwierige Phase hinter sich. Die Preise für Fortnite V-Bucks wurden im März unter erheblichem Gegenwind der Spieler erhöht, und das Unternehmen entließ im selben Zeitraum über 1.000 Mitarbeiter. Die Exklusivitätsstrategie des Epic Games Store war einst das primäre Werkzeug, um Spieler von Steam wegzulocken, doch dieser Ansatz wurde bei mehreren Titeln stillschweigend zurückgefahren.
Der Verlust eines hochkarätigen Soulslike-Sequels wie Lords of the Fallen 2 aus dem exklusiven Lineup ist ein weiterer Datenpunkt für diesen Trend.
Wie es weitergeht
Ein Release-Datum für Lords of the Fallen 2 wurde noch nicht bestätigt, und CI Games hat noch nicht bekannt gegeben, welche Storefronts das Spiel zum Launch führen werden. Die Auflösung des Epic-Deals beseitigt eine Einschränkung, aber das tatsächliche Plattform-Lineup bleibt unangekündigt. Für Spieler, die das Sequel verfolgen, lohnt es sich, die Lords of the Fallen II Guide-Sammlung als Lesezeichen zu speichern, da nähere Details kurz vor dem Release zu erwarten sind.








