Mina the Hollower ist erschienen und Yacht Club Games hat damit etwas wirklich Interessantes abgeliefert. Das Studio hinter Shovel Knight hat ein Top-Down-Action-Spiel entwickelt, das sich an der Ästhetik des Game Boy Color, klassischem Dungeon-Design à la Zelda und dem fordernden Gameplay im Stil von FromSoftware bedient, um etwas zu erschaffen, das sich vertraut anfühlt, sich aber von den meisten Titeln in deinem Backlog unterscheidet.

Dungeon exploration in action
Das Konzept und warum es funktioniert
Die Grundidee ist ein GBC-Spiel, das es so nie gab, aber mit der mechanischen Tiefe, die moderne Spieler erwarten. Du spielst als Mina, eine mausartige Hollower, die sich durch eine düstere Welt voller Dungeons, Fallen und Gegner kämpft, die es in sich haben. Die Pixel-Art ist präzise, die Welt strotzt vor Atmosphäre und Komponist Jake Kaufman liefert einen weiteren herausragenden Soundtrack ab, den Spieler bereits als Highlight bezeichnen.
Für $20 bietet das Spiel 20 bis 30 Stunden Content in einem einzigen Durchgang, plus einen vollwertigen New Game Plus-Modus zum Launch. Das ist eine Menge Spiel für den Preis.
Die Mechaniken, die du vor Spielstart verstehen musst
Hier ist der Punkt: Minas Systeme werden zu Beginn nicht gut erklärt, und wer blind hineingeht, könnte das Early Game als frustrierender empfinden, als es eigentlich ist.
Die Grab-Mechanik ist zentral für alles. Ausweichen, Sprinten und Springen sind in einem einzigen Dig-and-Dash-Input zusammengefasst. Als Fortbewegungsmittel fühlt es sich großartig an. Im Kampf erfordert es jedoch Eingewöhnung. Du kannst den Sprung nicht vom Ausweichen trennen, was bedeutet, dass du dich bereits einen Takt vor dem Schlag des Gegners für deine Flucht entscheiden musst. Spieler, die eine Standard-Ausweichrolle erwarten, werden die ersten Stunden als desorientierend empfinden.
Auch das Heilungssystem erfordert einen Hinweis. Heiltränke stellen nicht von alleine Gesundheit wieder her. Du musst erst Schaden erleiden und dann selbst Schaden austeilen, um den verlorenen Teil deiner Gesundheitsleiste aufzufüllen – erst dann stellt die Animation des Tranks die HP wieder her. Stell es dir wie ein obligatorisches Rally-System im Stil von Bloodborne vor jeder Heilung vor. Die Animation ist lang, und wenn du während des Trinkens getroffen wirst, verlierst du sowohl die Nutzung des Tranks als auch die potenzielle Heilung, die du aufgebaut hattest. Es ist bewusst fordernd, aber wenn man das vorab weiß, ändert das die Herangehensweise an Kämpfe grundlegend.
Die Nutzung von In-Game-Modifikatoren, um die Heilmechanik oder andere Schwierigkeitseinstellungen zu erleichtern, deaktiviert dauerhaft die Achievements für diesen Spielstand. Entscheide früh, ob du Achievements jagen willst oder eine verzeihendere Erfahrung bevorzugst.

The healing vial system
Die Waffenwahl ist wichtiger, als sie aussieht
Das Spiel verlangt von dir, eine Startwaffe zu wählen, bevor du überhaupt einen einzigen Gegner bekämpft hast. Diese Wahl bleibt bestehen, bis du es dir leisten kannst zu wechseln, was 2,000 Knochen (die In-Game-Währung) kostet. Erste Eindrücke von Spielern deuten darauf hin, dass sich der Hammer klobig anfühlt, bis man den Kampfrhythmus verstanden hat, während andere Waffen für Neulinge besser zum Bewegungssystem passen könnten.
Pro-Tipp: Wenn du dir unsicher bist, warte beim ersten Durchgang mit dem Hammer. Das auf Graben basierende Ausweichen hat bereits ein inhärentes Timing-Lag, und eine langsamere Waffe verstärkt diese Reibung in frühen Begegnungen deutlich.
Schwierigkeitskurve und was dich erwartet
Die ersten Stunden sind wirklich schwer. Gegner verfolgen dich aggressiv und lassen erst von dir ab, wenn du ihren Bildschirm komplett verlässt. Die Tod-Mechanik folgt Soulslike-Konventionen: Du verlierst deine Währung beim Tod, und der Gegner, der dich getötet hat, respawnt mit erhöhten Lebenspunkten. Um deine Knochen zurückzuholen, musst du diese stärkere Version desselben Gegners besiegen, der gerade deinen Run beendet hat.
Das Spiel öffnet sich deutlich, sobald du die erste Phase hinter dir hast. Dungeons werden ausdrucksstärker, der Kampfrhythmus sitzt und die Welt belohnt Erkundung. Spieler, die 18 bis 30 Stunden investiert haben, beschreiben es als eines dieser Spiele, die still und leise an Fahrt aufnehmen, bis man merkt, dass man tief in etwas Besonderem steckt.
Für Spieler, die eine zugänglichere Erfahrung wünschen, bietet das In-Game-Modifikator-System sinnvolle Optionen. Behalte nur den Hinweis zu den Achievements im Hinterkopf.
Eine echte Lücke, die man kennen sollte
Es gibt keine Karte. Für eine so vernetzte und komplexe Welt sorgt die Navigation rein nach Gedächtnis und Orientierungspunkten für eine zusätzliche Ebene der Reibung, die jede andere Herausforderung verschärft. Wenn du in einem unbekannten Gebiet stirbst, ist es besonders am Anfang ein echter Schmerzpunkt, ohne Karte den Weg zu deiner verlorenen Währung zurückzufinden. Mit dieser Erwartungshaltung in das Spiel zu gehen, wird dir einiges an Frust ersparen.
Für eine vollständige Übersicht der Launch-Zeiten nach Regionen bietet der Mina the Hollower Release-Datum und Startzeiten-Guide alles, was du brauchst. Und wenn du immer auf dem neuesten Stand bleiben willst, während weitere Systeme dokumentiert werden, ist die vollständige Mina the Hollower Guide-Sammlung die richtige Anlaufstelle für ein Lesezeichen.








