Nintendo of America und Lenovo haben Klagen gegen die US-Regierung eingereicht und fordern Rückerstattungen für Zölle, die der Oberste Gerichtshof für verfassungswidrig erklärt hat. Die bei United States Court of International Trade eingereichten Klagen folgen einem wegweisenden Urteil vom 20. Februar, das die Anwendung eines spezifischen Gesetzes über wirtschaftliche Befugnisse durch die Trump-Administration zur Erhebung von Zöllen als rechtswidrig einstufte.
Das Urteil des Obersten Gerichtshofs, das alles ins Rollen brachte
Der rechtliche Vorstoß geht auf die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom 20. Februar in der Klage Learning Resources, Inc. v. Trump zurück, die feststellte, dass die Regierung das International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) nicht zur Erhebung von Zöllen nutzen könne. Diese Entscheidung eröffnete Importeuren, die diese Zölle bezahlt hatten, einen direkten Weg, über die Gerichte Rückerstattungen zu beantragen.
Nintendo of America reichte seine Klage kurz nach dem Urteil ein und berief sich ausdrücklich auf die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs als Grundlage für seinen Anspruch. Lenovos Einreichung datiert vom 20. Februar selbst, dem Tag des Urteils, obwohl sie sich auf Entscheidungen niedrigerer Gerichte und nicht direkt auf die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs bezieht.
Gefahr
Die Zuständigkeit des Obersten Gerichtshofs erstreckt sich nicht auf die direkte Anordnung von Rückerstattungen. Kläger müssen daher Abhilfe über den United States Court of International Trade suchen, der als zuständiges Forum für zollbezogene Streitigkeiten gilt.Wer reicht ebenfalls Klagen ein
Nintendo und Lenovo sind nicht allein. Eine Durchsicht der Gerichtsakten im United States Court of International Trade hat mehrere andere Unternehmen ergeben, die ähnliche Ansprüche verfolgen:
- Dyson (Designer-Staubsauger und Haushaltsgeräte)
- Whoop (Fitness-Wearables)
- Wyze (Heimsicherheitskameras)
- Epson Portland Inc. (Drucker und Tinte)
Alle Einreichungen folgen einer konsistenten Struktur. Jeder Kläger identifiziert sich als Importeur, beruft sich auf das Ergebnis des Learning Resources-Falls und fordert das Gericht auf, zu bestätigen, dass ihm eine Rückerstattung zuzüglich Zinsen zusteht. Alle Kläger fordern auch die Erstattung von Anwaltskosten.

Einreichungen beim Court of International Trade
Was passiert mit eventuellen Rückerstattungen
Die Sache ist die: Keine der überprüften Einreichungen gibt an, was die Unternehmen mit den zurückerstatteten Geldern vorhaben. Das ist eine wirklich komplizierte Frage, denn viele dieser Unternehmen haben nach der Einführung der ursprünglichen Zölle die Preise erhöht oder Zoll-Aufschläge eingeführt. In der Praxis waren es oft die Verbraucher, die diese Kosten getragen haben.
Die Anwaltskanzlei Arnold & Porter hat eine Welle von Sammelklagen von Verbrauchern vorhergesagt, die sich gegen Unternehmen richten, die die Zollkosten auf Käufer umgelegt haben. Die Kanzlei beschreibt diese Sammelklagen als "unerprobt und in ihren frühen Stadien", warnt aber, dass sie "weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen in praktisch jeder Branche" haben.
Die Kanzlei hat auch davor gewarnt, dass jedes Unternehmen, das als Reaktion auf die nun für ungültig erklärten IEEPA-Zölle zollbezogene Gebühren erhoben oder die Preise erhöht hat, einem erheblichen rechtlichen Risiko ausgesetzt ist, das umgehend bewertet werden sollte.
Wo die Dinge jetzt stehen
Die Trump-Administration hat ihre Zollagenda nicht aufgegeben. Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs hat die Regierung Zölle über alternative rechtliche Mechanismen wiedereingeführt und ihre Absicht bekundet, ihre Handelspolitik auf andere Weise fortzusetzen. Das bedeutet, dass die breitere Handelslandschaft unruhig bleibt, auch wenn Unternehmen Rückerstattungen für die spezifischen Zölle fordern, die nun als rechtswidrig gelten.
Für Spieler und Verbraucher stellt sich die praktische Frage, ob erfolgreiche Rückerstattungsansprüche zu niedrigeren Preisen für Hardware führen werden. Angesichts der Komplexität der Sammelklagenlandschaft und der Tatsache, dass Unternehmen sich nicht dazu verpflichten, Rückerstattungen an Käufer weiterzugeben, ist dieses Ergebnis alles andere als garantiert.
Quelle: Theregister
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Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Warum verklagen Nintendo und Lenovo die US-Regierung?
Beide Unternehmen fordern Rückerstattungen für Zölle, die sie bezahlt haben und die der Oberste Gerichtshof für verfassungswidrig erklärt hat. Das Urteil vom 20. Februar in der Klage Learning Resources, Inc. v. Trump stellte fest, dass die Trump-Administration das International Emergency Economic Powers Act nicht zur Erhebung von Zöllen nutzen konnte.
Wo werden diese Fälle verhandelt?
Alle zollbezogenen Fälle werden vom United States Court of International Trade bearbeitet, dem zuständigen Rechtsweg für diese Streitigkeiten. Das Urteil des Obersten Gerichtshofs eröffnete die Möglichkeit für Rückerstattungsansprüche, ordnete aber selbst keine Rückzahlungen an.
Werden Verbraucher Preissenkungen sehen, wenn Rückerstattungen gewährt werden?
Das ist unklar. Keines der Unternehmen, die Rückerstattungen beantragen, hat angegeben, was sie mit den zurückerstatteten Geldern vorhaben. Die Anwaltskanzlei Arnold & Porter hat die Möglichkeit von Sammelklagen von Verbrauchern gegen Unternehmen angesprochen, die als Reaktion auf die nun für ungültig erklärten Zölle die Preise erhöht haben.







