Noctua hat eine Gaming-Maus mit integriertem Lüfter vorgestellt, die wohl das praktischste Peripherie-Konzept der Computex 2026 sein dürfte.
Bei der Maus handelt es sich um die Pulsar Feinmann F01 Noctua Edition, eine Kollaboration zwischen Noctua und dem Peripherie-Hersteller Pulsar. Die Basis-Feinmann F01 verfügt bereits über ein offenes, käfigartiges Gehäuse-Design, was sie mit 73g ungewöhnlich leicht macht und das Innenleben freilegt. Noctua betrachtete dieses offene Gehäuse und dachte sich offenbar: der perfekte Platz für einen Lüfter.

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Der Lüfter in deiner Maus
Das Besondere daran: Der Lüfter, den Noctua dort verbaut hat, ist ein NF-A4x10 5V PWM – ein echter Noctua-Lüfter, keine billige Notlösung. Er bläst direkt nach oben gegen deine Handfläche und ist mit einem Bewegungssensor gekoppelt, sodass er nur rotiert, wenn du die Maus tatsächlich bewegst. Hebst du die Hand, fährt er herunter. Greifst du wieder zu, legt er sofort wieder los.
Die Lüftergeschwindigkeit lässt sich in 5 Levels einstellen, entweder direkt über die Maustasten oder über einen webbasierten Treiber. Wenn du also mitten im Sommer tief in einer Ranked-Session steckst, kannst du die Leistung auf das Maximum hochschrauben, ohne dich durch Software-Menüs klicken zu müssen.
Die Geräuschkulisse ist laut Berichten vernachlässigbar. Wenn deine Hand auf dem Gehäuse liegt, ist der Lüfter nahezu unhörbar, was für jeden, der bereits ein leises Setup betreibt, von großer Bedeutung ist.
Der NF-A4x10 ist dieselbe Lüfterserie, die Noctua auch in seinen kompakten PC-Kühllösungen verwendet, lediglich skaliert auf 5V für die USB-Stromversorgung.
Was die Feinmann F01 bereits mitbringt
Die Noctua Edition startet nicht bei einer schwachen Basis. Die Pulsar Feinmann F01 ist mit einem XS-2 42000 DPI Sensor und einer 8K Polling Rate ausgestattet, was sie fest im kompetitiven Bereich positioniert. Sie wird über einen Standard-USB-Port geladen und kabelgebunden betrieben.
Das offene Gehäusedesign, das den Lüfter erst ermöglicht, hält das Gewicht bei 73g, was für eine Performance-Maus absolut konkurrenzfähig ist. Die meisten Mäuse mit Honeycomb-Shell opfern für diese Gewichtsersparnis die strukturelle Stabilität. Das Käfig-Design der Feinmann löst das anders, und die Noctua-Partnerschaft nutzt genau diese Lücke im Gehäuse aus.

XS-2 Sensor und USB-Port
Die Ästhetik ist typisch Noctua: kein RGB, keine aggressiven Winkel, einfach nur das charakteristische Beige-Braun-Farbschema, das neben jeder anderen Maus auf dem Markt völlig deplatziert wirkt. Genau das ist der Punkt.
Warum das für kompetitive Spieler wichtig ist
Schwitzige Handflächen sind ein echtes Performance-Problem, nicht nur ein Komfort-Manko. Feuchtigkeit verändert das Gefühl beim Grip, beeinflusst die Konsistenz bei präzisen Flicks und kann mit der Zeit die Sensor-Genauigkeit auf manchen optischen Oberflächen beeinträchtigen. Mäuse mit geschlossenem Gehäuse stauen die Hitze direkt unter der Handfläche, was das Problem mit zunehmender Session-Dauer verschlimmert.
Die Feinmann F01 Noctua Edition geht dieses Problem auf Hardware-Ebene an, anstatt auf Mesh-Handschuhe oder Tischventilatoren zu setzen, die auf die Hand gerichtet sind. Der Schlüssel liegt darin, dass die Kühlung reaktiv und automatisch erfolgt: Sie reagiert auf Bewegung, nicht auf einen Timer oder einen Tastendruck, an den man denken muss.
Die Maus soll voraussichtlich im Juni oder Juli 2026 erscheinen, ein Preis wurde noch nicht bestätigt. Angesichts von Noctuas Erfolgsbilanz bei Premium-Kühlhardware ist davon auszugehen, dass sie preislich über dem Mittelklasse-Segment liegen wird, aber das Datenblatt rechtfertigt den Preis, sofern der Lüfter so performt, wie auf der Computex demonstriert.
Für weitere Deep-Dives in Sachen Peripherie und Hardware-Berichterstattung bist du im Bereich Gaming Guides bestens versorgt, und du kannst dir die neuesten Game Reviews ansehen, während du auf den Release-Tag wartest. Behalte die Kanäle von Noctua und Pulsar im Auge, um nähere Informationen zu Preis und Verfügbarkeit kurz vor dem Launch zu erhalten.








