Play Network, eine On-Chain-Gaming-Infrastruktur-Plattform, hat einen sechsmonatigen Rechtsstreit mit Ready Makers Inc. beendet, nachdem die Gerichte in Gibraltar mehrere Urteile zu ihren Gunsten gefällt haben. Der Konflikt begann, als die Vertreter von Ready Makers Inc. – David S. Bennahum, Scott Rupp und Davidi Gilo – versuchten, Ready Gibraltar, eine mit Play Network verbundene Tochtergesellschaft, an der Ausgabe von $PLAY-Tokens zu hindern.

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Supreme Court von Gibraltar hebt Token-Freeze auf
Im April hob der Supreme Court von Gibraltar einen weltweiten Freeze auf, der 542 Millionen $PLAY-Tokens betraf. Das Gericht stellte fest, dass die Klage von Ready Makers Inc. keinerlei Aussicht auf Erfolg hatte und bezeichnete das Vorgehen als schikanös. Play Network erhielt etwa $550,000 an Entschädigungskosten, einschließlich einer sofortigen Zwischenzahlung von rund $300,000. Das Gericht legte diese Kosten fest, nachdem es festgestellt hatte, dass die Kläger während des gesamten Verfahrens irreführende Informationen vorgelegt hatten.

Play Network gewinnt Rechtsstreit um $PLAY Token
Berufungsgericht bestätigt frühere Entscheidung
Das Berufungsgericht von Gibraltar bestätigte das Urteil vom April am 3. Juni und verschärfte seine Wortwahl, indem es den ursprünglichen Freeze vom 4. Februar als Justizirrtum bezeichnete. Die Berufungsrichter bestätigten, dass die Kläger keine realistische Chance hatten, sich mit ihrer Anfechtung durchzusetzen, und stellten ein völliges Fehlen von Beweisen fest. Das Urteil betonte, dass Ready Makers Inc. keinerlei Unterlagen vorlegen konnte, die ein Eigentumsinteresse an den Tokens von Ready Gibraltar belegen würden.
Streit geht trotz Gerichtserfolgen weiter
Bennahum erklärte, dass der Rechtsstreit zwischen Ready Makers Inc. und Christina Macedo, der CEO von Play Network, noch nicht abgeschlossen sei. Er bezeichnete die Aufhebung des Token-Freezes und die Kostenentscheidungen als verfahrenstechnische Entwicklungen und nicht als endgültiges Ergebnis. Bennahum bekräftigt, dass die Kernfrage – ob Ready Makers Inc. wirtschaftlicher Eigentümer von Ready Maker (Gibraltar) Ltd. ist – weiterhin ungeklärt sei, und sein Unternehmen werde keine weiteren Kommentare abgeben, solange der Fall aktiv ist.
Zum Rechtsteam von Play Network gehörten James Ramsden KC von der Astraea Group, der bereits an anderen Kryptowährungsfällen gearbeitet hat, sowie Philippe Kuhn von 39 Essex Chambers, Signature Litigation und Bull Blockchain Law. Ramsden bestätigte, dass das Berufungsgericht sowohl die Einfrierungs- als auch die Treuhandverwahrungsanordnungen aufgehoben hat. Die Kläger sehen sich nun mit einer Schadensersatzklage von Ready Gibraltar konfrontiert, die aus ihren früheren Zusagen vor Gericht resultiert.

Play Network gewinnt Rechtsstreit um $PLAY Token
Breitere Konsequenzen für Web3-Token-Projekte
Play Network betonte, dass die Schlussfolgerungen des Gerichts über verfahrenstechnische Fragen hinausgingen und größere, für Web3 relevante Aspekte ansprachen. Die Urteile stellten fest, dass das Verhalten von Bennahum, Rupp und Gilo den Betrieb von Ready Gibraltar störte und dessen geschäftliches Ansehen schädigte. Das Gericht warf den Klägern vor, ungünstige Dokumente verheimlicht und Ready US – das 2024 aufgelöst wurde – so dargestellt zu haben, als sei es weiterhin operativ tätig. Die ursprüngliche Anordnung zum Einfrieren der Tokens habe den Wert und die Aussichten der $PLAY-Tokens erheblich gemindert und dem Unternehmen einen konkreten Schaden zugefügt.
Bevorstehende rechtliche Schritte
Play Network beabsichtigt, weitere Rechtsmittel bei den Gerichten in Gibraltar einzulegen. Das Unternehmen erwartet, etwa $2.8 Millionen als Sicherheitsleistung für Prozesskosten und mindestens $30 Millionen an Schadensersatz zu fordern. Diese Forderungen werden in kommenden Verfahren vor dem Supreme Court von Gibraltar verhandelt.
Die Entscheidungen in Gibraltar stellen eine bedeutende Wende in der Kontroverse um den $PLAY-Token dar. Obwohl Ready Makers Inc. seine zugrunde liegenden Ansprüche weiter verfolgt, haben die Gerichte wiederholt zugunsten von Play Network entschieden, die anfänglichen Versuche, die Token-Ausgabe zu stoppen, abgewiesen und erhebliche Kosten zugesprochen. Der Fall unterstreicht die rechtlichen und Governance-Herausforderungen, die dem Web3-Gaming innewohnen, insbesondere in Bezug auf Token-Eigentum und unternehmerische Befugnisse.





