"Als Unternehmen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Videospiele zu bewahren, sind wir zutiefst betrübt über die jüngsten Nachrichten von PlayStation, die Produktion physischer Discs ab 2028 einzustellen." Diese Aussage des Boutique-Publishers Lost in Cult fängt die Stimmung in der gesamten Branche derzeit perfekt ein. Sonys Bestätigung, dass PlayStation ab Januar 2028 keine Game-Discs mehr produzieren wird, hat für reichlich Wirbel gesorgt.

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Was die Preservation-Community tatsächlich beunruhigt
Die Video Game History Foundation veröffentlichte eine besonnene, aber deutliche Reaktion, in der sie anerkannte, dass die Nachricht zwar enttäuschend sei, aber nicht völlig überraschend kam. Physische Releases verlieren in der Praxis schon seit Jahren an Bedeutung. Viele Disc-basierte Spiele erfordern ohnehin einen umfangreichen Internet-Download, um zu funktionieren, und hochkarätige Titel wie Grand Theft Auto 6 erhalten zum Launch nicht einmal mehr eine physische Disc. Die Disc ist in vielen Fällen bereits mehr Symbol als Lösung geworden.
Der Punkt ist jedoch: Die Sorge der Foundation geht weit über Nostalgie hinaus. Die Organisation kritisierte die Entertainment Software Association direkt und verwies auf ein Muster, bei dem die ESA sich gegen rechtliche Reformen stellt, die es kulturellen Einrichtungen ermöglichen würden, rein digitale Inhalte zu bewahren. Museen und Archive können ein Spiel nicht einfach herunterladen und davon ausgehen, dass es in 50 Jahren noch läuft. Das ist keine Preservation. Das ist Wunschdenken.
"Was uns weiterhin ratlos macht, ist, was die Branche von Einrichtungen wie unserer in dieser Hinsicht erwartet", erklärte die Foundation. "Alle sind sich einig, dass dies ein ernstes Problem ist, aber die ESA hat sich wiederholt gegen die Bemühungen kultureller Einrichtungen zur Reform der Gesetze zum digitalen Kopierschutz gestellt."
Der entscheidende Punkt ist, dass dies kein Randthema ist. Sobald digitale Storefronts schließen oder Titel aus dem Sortiment nehmen (Delisting), können diese Spiele komplett verschwinden. Physische Medien bieten – trotz all ihrer Einschränkungen – den Institutionen eine legale und greifbare Kopie, mit der sie arbeiten können.
GOG, GameStop und die unangenehme Optik des Augenblicks
GOG, die DRM-freie PC-Storefront, nutzte den Moment, um Spieler daran zu erinnern, dass Spiele, die über ihre Plattform gekauft wurden, dauerhaft in der Library bleiben, selbst wenn ein Titel aus dem Store entfernt wird. Es ist ein deutlicher Kontrast dazu, wie die meisten digitalen Plattformen mit Delisting umgehen, und der Zeitpunkt des Statements war kein Zufall.
Auch GameStop wurde in die Diskussion hineingezogen, wenn auch nicht ganz freiwillig. Der Händler postete über einen Kunden in Columbus, Ohio, der seine Xbox 360-Sammlung für über $1,000 an Store-Guthaben in Zahlung gab und mit einer Ladung PS5-Spiele den Laden verließ. Der Post sollte optimistisch wirken. Das Internet sah das anders. Viele wiesen auf die Ironie hin, dass ein Händler für physische Medien einen Trade-in feiert, der direkt das Ökosystem füttert, das sein eigenes Geschäftsmodell obsolet macht. Andere hinterfragten den Trade-in-Wert einer scheinbar umfangreichen Sammlung.
Das Timing war unglücklich. Physische Spielekäufe in derselben Woche zu bejubeln, in der PlayStation den Abschied von Discs ankündigt, musste zwangsläufig seltsam wirken.
Xbox steuert angeblich in die gleiche Richtung
Als ob die PlayStation-Nachrichten nicht schon genug wären, tauchte diese Woche ein separater Bericht auf, der behauptet, dass die nächste Xbox-Konsole mit dem Codenamen Project Helix ohne Disc-Laufwerk ausgeliefert wird. Microsoft soll angeblich Wege prüfen, wie Spieler ihre bestehenden physischen Libraries digitalisieren können, wobei bisher noch keine konkreten Details dazu bekannt sind.
Dass zwei große Plattformbetreiber in derselben Woche den Abschied von physischen Medien signalisieren, sendet ein klares Signal, wohin sich die Branche bewegt. Für Spieler, die große physische Sammlungen aufgebaut haben, wird die Frage, was diese Libraries langfristig eigentlich wert sind, immer schwerer zu ignorieren. Wer neugierig darauf ist, wie Physical-First-Erfahrungen auf aktueller Hardware aussehen, dem sei der Hollowbody before you buy guide als Beispiel für ein Spiel empfohlen, das noch mit einer echten Disc-Version erscheint.
Was das für Spiele bedeutet, die zwischen jetzt und 2028 erscheinen
Der Januar 2028 lässt der Branche etwa 18 Monate für physische Releases, bevor das Format auf PlayStation endet. Spiele wie Pragmata, für die bereits eine physische Edition bestätigt wurde, sind weiterhin auf Kurs. Wer die Details zu Dateigrößen und Preload-Fenstern für kommende Titel wissen möchte, findet im Pragmata game size and preload date guide genau diese Informationen.
Was die meisten Spieler in dieser Diskussion übersehen, ist, dass die Deadline auch ein Zeitfenster schafft. Physische Editionen von Spielen, die kurz vor Januar 2028 erscheinen, könnten die letzten ihrer Art auf PlayStation-Hardware sein, was eigene Konsequenzen für Sammler und Preservationists mit sich bringt.
Für alle, die verfolgen möchten, wie die Debatte "Physisch vs. Digital" weiterhin spezifische Releases prägt, bietet der Bereich gaming guides einen Überblick über kommende Titel und alles, was man vor dem Kauf wissen muss. Die Richtung der Branche ist zunehmend klar. Die Diskussion darüber, was bei diesem Übergang verloren geht, wird nur noch lauter.






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