PlayStation schließt offiziell die Tür für PC-Ports seiner narrativen Single-Player-Spiele. Während einer internen Town-Hall-Versammlung in dieser Woche informierte PlayStation Studios Business CEO Hermen Hulst die Belegschaft darüber, dass First-Party-Story-Titel ab sofort Konsolen-exklusiv bleiben werden.
Hier ist der Stand der Dinge: Wer Ghost of Yotei, Saros, Intergalactic: The Heretic Prophet oder Marvel's Wolverine spielen möchte, benötigt eine PS5. Es ist nicht zu erwarten, dass eines dieser Spiele unter dieser neuen Ausrichtung für den PC erscheint.

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Sechs Jahre PC-Ports, jetzt auf Eis gelegt
Seit etwa 2020 hatte PlayStation seine größten Single-Player-Spiele stetig auf den PC gebracht, meist Monate oder Jahre nach ihrem PS5-Debüt. God of War, Marvel's Spider-Man, Ghost of Tsushima, The Last of Us Part I und Part II haben alle diesen Sprung gemacht. Der Gedanke dahinter war simpel: Zusätzliche Umsätze von Spielern generieren, die sich keine PlayStation-Konsole kaufen würden, und diese möglicherweise vor dem Release von Sequels zu PS5-Besitzern machen.
Die Strategie hatte eine gewisse Logik. Doch die Zahlen erzählten eine komplizierte Geschichte.
Was die Steam-Daten tatsächlich zeigten
Marvel's Spider-Man 2, einer der größten Releases von PlayStation in jüngster Zeit, erreichte auf Steam in der Spitze nur 28,117 gleichzeitige Spieler. Für ein Spiel mit Spider-Man in der Hauptrolle ist das ein wahrlich enttäuschendes Ergebnis. Vergleicht man das mit Helldivers 2, das auf Steam 458,208 gleichzeitige Spieler erreichte, wird die Lücke schwer zu ignorieren.
Der entscheidende Unterschied zwischen diesen beiden Fällen geht über das Genre hinaus. Helldivers 2 erschien zeitgleich für PS5 und PC, während die meisten Single-Player-Titel erst deutlich später auf dem PC landeten. Dieser gleichzeitige Release verschaffte Helldivers 2 wahrscheinlich einen massiven Vorsprung beim Aufbau einer PC-Community.
Die wichtige Ausnahme für Multiplayer-Titel
Was die meisten Spieler bei Schlagzeilen wie dieser übersehen, ist das Kleingedruckte. Hulsts Kommentare zielten spezifisch auf narrative Single-Player-Spiele ab. Multiplayer-fokussierte Titel scheinen weiterhin für PC-Releases in Frage zu kommen, und angesichts der starken Performance von Helldivers 2 auf beiden Plattformen ergibt diese Unterscheidung aus geschäftlicher Sicht Sinn. PlayStation scheint eine klare Linie zwischen Spielen, bei denen Plattform-Exklusivität den Hardware-Verkauf ankurbelt, und Spielen, bei denen eine größere Spielerbasis allen zugutekommt, zu ziehen.

Intergalactic bleibt PS5-exklusiv
Ehemaliger PlayStation-Manager wirft die Geldfrage auf
Nicht jeder in der Industrie ist davon überzeugt, dass dies die richtige Entscheidung ist. Der ehemalige PlayStation-Manager Shuhei Yoshida äußerte kürzlich Bedenken und merkte an, dass die PC-Umsätze durch verspätete Ports "dabei geholfen haben müssen, die Investitionen dieser Big-Budget-Spiele zu refinanzieren" und es den Teams ermöglichten, in neue Projekte zu reinvestieren. Seine Frage war direkt: Wie kann PlayStation ohne diese zusätzliche Einnahmequelle die Budgets für AAA-Single-Player-Produktionen aufrechterhalten?
Das ist eine berechtigte Sorge. Diese Spiele kosten in der Entwicklung enorme Summen, und der PC-Markt stellt, selbst bei moderaten Spielerzahlen, echtes Geld dar, das man liegen lässt. Anfang des Jahres kamen Berichte auf, dass PlayStation teilweise deshalb zur Konsolen-Exklusivität zurückkehrt, weil interne Stimmen befürchteten, die PC-Verfügbarkeit würde den PS5-Verkäufen schaden. Hulsts Äußerungen in der Town-Hall scheinen zu bestätigen, dass diese Sorge die interne Debatte gewonnen hat.
Wo Xbox in all das passt
Das Timing ist bemerkenswert. Xbox bewertet unter der neuen Chefin Asha Sharma derzeit ebenfalls seinen Exklusivitäts-Ansatz neu. Spiele wie Fable und Forza Horizon 6 sind für PS5 bestätigt, wobei Fable voraussichtlich zeitgleich auf Xbox- und PlayStation-Plattformen erscheinen soll. Die beiden Plattformbetreiber bewegen sich im Grunde in entgegengesetzte Richtungen: PlayStation zieht Spiele zurück auf die eigene Hardware, während Xbox die Verbreitung über Plattformen hinweg fortsetzt.
Für PS5-Besitzer sind das gute Nachrichten. Konsolen-Exklusivität gibt PlayStation einen konkreten Grund, die Hardware zu kaufen. Für PC-Spieler, die God of War oder The Last of Us über Steam-Ports entdeckt haben, hat sich das Fenster geschlossen – zumindest für die nächste Welle von PlayStations Single-Player-Lineup.
Behalten Sie im Auge, wie Fairgames und andere Multiplayer-Projekte positioniert werden, wenn ihre Release-Daten näher rücken. Das wird der wahre Test dafür sein, ob PlayStations neue Policy Bestand hat oder ob die Ausnahme für Multiplayer-Titel mit der Zeit stillschweigend ausgeweitet wird. Für mehr Informationen darüber, was sich aktuell auf verschiedenen Plattformen zu spielen lohnt, werfen Sie einen Blick auf unsere Game-Reviews und Gaming-Guides, um auf dem Laufenden zu bleiben.








