"Wir hätten nie gedacht, dass das Spiel ein solches Maß an Erwartungen wecken würde", sagte Pragmata-Director Yonghee Cho in einem kürzlichen Interview. Nach Jahren der Verzögerungen und wachsender Neugier wird diese Erwartung nun endlich auf die Probe gestellt. Pragmata, Capcoms Sci-Fi-Actiontitel, erscheint am 17. April für PS5, und erste Eindrücke deuten darauf hin, dass es etwas wirklich Besonderes sein könnte.
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Eine sechsjährige Reise bis zum 17. April
Das Spiel hatte einen steinigen Weg hinter sich. Ursprünglich 2020 mit einem Release-Fenster für 2022 angekündigt, wurde Pragmata auf 2023 verschoben und dann auf unbestimmte Zeit vertagt. Eine solche Entwicklungsgeschichte kann den Hype um ein Spiel komplett zerstören. Doch Producer Naoto Oyama sagt, das Team habe nie den Fokus verloren, und die Resonanz auf die kürzlich veröffentlichte Pragmata Sketchbook-Demo scheint dies zu bestätigen.
"Wir hatten mit gemischteren Reaktionen gerechnet", sagte Oyama. "Es war eine angenehme Überraschung zu sehen, wie sehr es den Spielern gefallen hat."
Die Reaktion auf die Demo ist wichtig. Sie verrät etwas darüber, ob das Kernkonzept tatsächlich funktioniert, sobald die Spieler es selbst in die Hand nehmen.
Shooting trifft Hacking: Wie das Kampfsystem wirklich funktioniert
Das ist der Punkt, der Pragmata aus Capcoms üblichem Katalog hervorhebt. Dies ist kein Resident Evil mit einem Sci-Fi-Anstrich. Das Spiel versetzt die Spieler in die Rolle von Hugh, einem Soldaten, der mit einer KI-Begleiterin namens Diana zusammenarbeitet. Die beiden agieren im Tandem in Feuergefechten, die Gunplay mit Echtzeit-Hacking-Rätseln verbinden.
Das Hacking-System begann nicht als Rätsel. Das Team durchlief zahlreiche Versuche, bevor es sich für den aktuellen gitterbasierten Ansatz entschied. Frühe Prototypen lösten das Hacking während des Kampfes automatisch aus, was sich passiv anfühlte. Den Spielern völlige Freiheit zu geben, führte dazu, dass sie einfach alles niederschossen. Das Rätselsystem erwies sich als der Mittelweg, der beide Mechaniken essenziell erscheinen lässt.
Spieler nutzen Hacking Nodes wie Decode (das die Verteidigung der Gegner schwächt) und Multi-Hack (das Effekte auf nahegelegene Gegner überträgt). Die Kombination dieser beiden ermöglicht es beispielsweise, die Schilde mehrerer Gegner gleichzeitig zu senken, bevor man eine Schrotladung abfeuert. Im Spielverlauf kannst du mehr Node-Typen gleichzeitig tragen, und mit genügend Hacking-Upgrades, so bestätigte Cho, kannst du tatsächlich mehr Schaden anrichten als mit Waffen und ganze Gruppen mit einem einzigen mächtigen Hack ausschalten.

Upgrade- und Loadout-Optionen
Das visuelle und auditive Handwerk hinter der Welt
Capcom hat Pragmata auf der RE Engine entwickelt, derselben Technik, die hinter der modernen Resident Evil-Reihe steckt. Doch die visuellen Herausforderungen waren hier andere. Während Resident Evil-Spiele für ihre visuelle Textur auf organischen Gore und den Verfall der Umgebung setzen, können Mechs und Sci-Fi-Hardware ohne sorgfältige Arbeit flach wirken.
Cho beschrieb die enge Zusammenarbeit mit den Modellierungs- und Hintergrundteams, um durch Decals, subtile Rillen und Oberflächenkomplexität Tiefe zu erzeugen. Die gegnerischen Bots wurden bis ins Detail verfeinert, auch in Bezug darauf, wie sie aussehen, nachdem Dianas Hacking ihre Schilde zerstört hat, nicht nur in ihrem Standardzustand.
Das Audiodesign ist ebenso durchdacht. Das Team analysierte die Geometrie der Umgebung, um frühe Schallreflexionen zu simulieren und räumliche Audiofelder zu schaffen, die sich je nach Raumform verändern. Wenn dich Gegner umzingeln, werden Richtungshinweise zu einem echten Gameplay-Tool. Und wenn du von einem Innenbereich auf die Mondoberfläche trittst, ist die Stille beabsichtigt. Diesen tonalen Kontrast hob Cho besonders als einen Moment hervor, den die Spieler selbst erleben sollten.
Warum sich ein Blick lohnt
Was die meisten Spieler in der frühen Berichterstattung über Pragmata übersehen, ist, wie sehr das Kampfsystem Experimente belohnt. Das Spiel verlangt nicht, dass man eine einzige feste Vorgehensweise meistert. Node-Kombinationen, Waffen-Unlocks und Upgrades eröffnen verschiedene Spielstile – egal, ob du ein Hacker sein willst, der kaum eine Waffe abfeuert, oder ein Shooter, der Hacking als taktischen Finisher einsetzt.
Capcom bestätigte außerdem, dass ein zweiter Spieldurchgang neue Outfits für Hugh und Diana freischaltet, die ihr Aussehen drastisch verändern – ein kleines, aber deutliches Zeichen dafür, dass das Team das Spiel mit Blick auf den Wiederspielwert entwickelt hat.
Der entscheidende Punkt ist, dass Pragmata nicht versucht, ein schnelleres Devil May Cry oder ein düstereres Resident Evil zu sein. Es schafft sich seinen eigenen Raum, und die Hands-on-Eindrücke deuten darauf hin, dass dies tatsächlich gelingen könnte.
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