Die PS6 könnte Sony in der Herstellung fast $1,000 kosten, noch bevor eine einzige Einheit in die Verkaufsregale gelangt.
Hardware-Leaker KeplerL2, der für seine präzisen Vorhersagen zu Konsolen-Hardware bekannt ist – darunter auch die korrekten Specs der PS5 Pro –, hat seine Schätzung für die Bill of Materials (BoM) der PS6 auf etwa $960 aktualisiert. Dieser Wert beziffert die reinen Materialkosten für den Zusammenbau einer Einheit. Versand, Lagerhaltung, Marketing oder die Margen der Einzelhändler sind darin nicht enthalten.
Das Problem dabei: Erst vor drei Monaten bezifferte derselbe Leaker diese Zahl auf $760, mit einem vorsichtig optimistischen Ausblick auf einen subventionierten Launch-Preis von etwa $699. Dieses Zeitfenster scheint sich schnell geschlossen zu haben.

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Warum die Kosten in drei Monaten um $200 gestiegen sind
Die kurze Antwort lautet: Arbeitsspeicher. Ein durch KI getriebener Nachfrageschub bei Komponenten hat die Preise auf breiter Front in die Höhe getrieben, und RAM ist davon am stärksten betroffen. Microsoft hat darauf hingewiesen, dass sich die Speicherpreise innerhalb des nächsten Jahres verdoppeln könnten. Lenovo geht sogar noch weiter und deutet an, dass sich die Preise möglicherweise erst 2030 wieder normalisieren, falls dies überhaupt geschieht.
Dies ist kein reines Sony-Problem. Jeder Konsolenhersteller agiert auf demselben Komponentenmarkt. Selbst Apple hat kürzlich die Preise für mehrere Produktlinien erhöht, was das Ausmaß des Problems verdeutlicht. Wenn eines der kapitalstärksten Technologieunternehmen der Welt die Kosten an die Verbraucher weitergibt, wird die Kalkulation für Hardware, die traditionell mit einer Subvention auf den Markt kommt, sehr ungemütlich.
Das Argument für einen Launch trotz der Kosten
Die aktualisierte Position von KeplerL2 ist, dass Sony am aktuellen Release-Plan festhalten sollte, anstatt ihn zu verschieben. Die Logik ist simpel: Wenn die Komponentenpreise weiter steigen, erhöht ein Abwarten die BoM nur noch weiter. Ein Redesign der Hardware zur Kostensenkung würde Jahre dauern und wahrscheinlich bestehende Verträge mit AMD verletzen, die das Herzstück der PS6, das Custom-SoC, entwickelt haben. Sony ist so tief in Produktionsverpflichtungen eingebunden, dass ein Kurswechsel keine realistische Option darstellt.
Eine Verzögerung birgt zudem ein Wettbewerbsrisiko. Microsoft treibt seine nächste Hardware-Generation voran, und Sony wird sich daran erinnern, was ein einjähriger Vorsprung für die Xbox 360 gegenüber der PS3 bedeutete.
Was eine $960 BoM für den Launch-Preis bedeutet
Die PS3-Ära ist das extremste Beispiel dafür, wie Sony Hardware-Verluste in Kauf nahm und über den Produktlebenszyklus hinweg einen kumulativen Verlust von 3,3 Milliarden $ verbuchte. Dies war teilweise möglich, weil die Komponentenkosten nach dem Launch stetig sanken. Der aktuelle Konsens unter Analysten ist, dass diese Entwicklung diesmal nicht garantiert ist und möglicherweise bis 2030 gar nicht eintreten wird.
Eine Konsole mit einer BoM von $960+ zu einem Preis zu verkaufen, den die Verbraucher tatsächlich akzeptieren – etwa im Bereich von $700 bis $800 –, würde eine Subvention erfordern, die Sonys aktuelle Finanzlage stark belastet. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren bereits erhebliche Abschreibungen im Software-Bereich hinnehmen müssen. Der Margen-Puffer, der hohe Hardware-Subventionen in der PS3-Ära ermöglichte, erscheint heute deutlich dünner.
Zum Vergleich: GTA 6 erscheint dieses Jahr für PS5 und entwickelt sich zum größten Software-Event dieser Generation. Wenn ihr wissen wollt, was Sonys aktuelle Hardware damit leisten kann, schaut euch den GTA 6 PS5 Exclusive Features Guide zu DualSense-Haptik, Tempest 3D Audio und nahezu sofortigen Ladezeiten an.
Das Gesamtbild für Konsolen-Gaming
Der Preisdruck bei Komponenten ist ein strukturelles Problem, kein kurzfristiger Ausreißer. Der Aufbau von KI-Infrastruktur verbraucht Speicher und Chip-Kapazitäten in einem Ausmaß, bei dem Gaming-Hardware bei der Beschaffungspriorität einfach nicht mithalten kann. Konsolenhersteller kaufen Komponenten faktisch in einem Markt, der von der Nachfrage der Rechenzentren bestimmt wird.
Dies führt zu einem Szenario, in dem das traditionelle Wertversprechen von Konsolen – leistungsstarke Hardware zu einem erschwinglichen Preis, subventioniert durch Softwareverkäufe – kaum noch aufrechtzuerhalten ist. Ein Verkaufspreis von $1,000+ für die PS6 würde sie in einen Bereich rücken, in dem die Zielgruppe deutlich schrumpft. Falls ihr neugierig seid, wie sich Premium-Preise bei Spielen selbst auswirken, ist der Forza Horizon 6 Most Expensive Cars Guide eine interessante Parallele dazu, wie Spieler auf hochpreisige Items reagieren, wenn der Mehrwert klar demonstriert wird.
Die PS5-Install-Base liegt bei über 90 Millionen Einheiten. Jede PS6, die zu einem Preis auf den Markt kommt, der einen großen Teil dieser Basis abschreckt, wird zwangsläufig eine verlängerte Cross-Gen-Phase erleben – nicht aus Designgründen, sondern aus Notwendigkeit. Entwickler folgen der Audience, und die Audience folgt dem Preis.
Sony hat offiziell noch keine PS6-Spezifikationen, Preise oder ein Launch-Fenster bestätigt. Klar ist jedoch, dass der Spielraum für einen unkomplizierten Next-Gen-Launch mit jedem Quartalsbericht zu den Komponenten schmaler wird. Für einen vollständigen Überblick darüber, was der größte kommende Release der aktuellen Generation beinhaltet, deckt der GTA 6 Ultimate Edition Guide alles ab, was in dem $100-Paket enthalten ist, das die PS5 auf absehbare Zeit festigen wird, ungeachtet dessen, was mit der PS6-Preisgestaltung passiert.








