Die Kluft bei den Konsolenverkäufen zwischen PlayStation 5 und Xbox Series X/S ist größer, als die meisten angenommen haben, und aktuelle Branchendaten untermauern nun mit konkreten Zahlen, was Publisher bereits seit Längerem ahnten.
Christopher Dring, Redakteur bei The Game Business, hat Zahlen aus verschiedenen privaten Verkaufsquellen geteilt, die nahelegen, dass die PS5 für etwa 75 bis 80 Prozent der Launch-Verkäufe von AAA-Single-Player-Spielen verantwortlich ist, wenn man sie mit der Xbox vergleicht – PC-Daten wurden dabei aus der Gleichung herausgerechnet. Als Beispiele für diese Entwicklung werden aktuelle, bekannte Releases genannt: Resident Evil Requiem, Crimson Desert und 007 First Light landeten demnach in ihren jeweiligen Launch-Monaten allesamt in diesem Bereich.

Sichern Sie sich 1 Monat GTA+ Abonnement mit Ihrer Vorbestellung.
GTA 6 jetzt vorbestellen
Die Zahlen hinter der Schlagzeile
Diese Daten tauchten im Kontext einer größeren Kontroverse auf. Anfang der Woche behauptete ein Social-Media-Beitrag, dass die Vorbestellungen für GTA 6 auf der PS5 die der Xbox-Version um das 8-fache übertreffen würden – eine Zahl, die aus dem Tracking von Affiliate-Links stammte. Microsoft widersprach öffentlich und drängte darauf, echte Verkaufsdaten abzuwarten, bevor voreilige Schlüsse gezogen werden.
Drings Einschätzung zur GTA 6-Situation ist differenzierter. Die tatsächliche Aufteilung ist „unwahrscheinlich so extrem“ wie 8-zu-1, aber sein allgemeiner Punkt wiegt schwerer: Ein PS5-Anteil von 75-80 Prozent bei AAA-Single-Player-Titeln ist derzeit das konsistente Muster und kein Ausreißer.
Es gibt jedoch einen wichtigen Punkt: Dring wies ausdrücklich darauf hin, dass das Genre eine große Rolle spielt. Online-Multiplayer-Spiele zeichnen ein anderes Bild, wobei die Xbox im Verhältnis zu ihrer Install-Base in diesem Bereich deutlich besser abschneidet. „Ein Online-Shooter läuft auf der Xbox oft sehr gut“, merkte er an, „wenn man die Install-Base mit einbezieht.“
Warum die Lücke bei der Install-Base diese Rechnung unvermeidlich macht
Die reinen Hardware-Zahlen erklären vieles. Sony meldete bis zum 31. März dieses Jahres weltweit über 93 Millionen verkaufte PS5-Einheiten. Microsoft hat keine vergleichbaren Zahlen veröffentlicht, aber Schätzungen verschiedener Branchenquellen beziffern die Verkäufe der Xbox Series X/S auf weniger als die Hälfte dieser Gesamtzahl.
Wenn eine Plattform über eine mehr als doppelt so große Install-Base verfügt, wirkt ein Anteil von 75-80 Prozent an den Launch-Verkäufen nicht mehr wie ein Signal für eine Präferenz, sondern wie einfache Arithmetik. Was Drings Daten interessant macht, ist der Hinweis, dass der Split noch deutlicher ausfällt, als es die reinen Verhältnisse der Install-Base vermuten ließen – zumindest bei narrativen Single-Player-Spielen.
Die Daten zum Entwicklerinteresse weisen in die gleiche Richtung. Eine aktuelle jährliche Umfrage der Game Developers Conference ergab, dass doppelt so viele Entwickler Spiele für die PS5 oder Nintendo Switch entwickeln wollen als für die Xbox. Diese Stimmung, die sich über Jahre hinweg verfestigt, beeinflusst, wo Publisher ihre Marketingbudgets und Plattform-Partnerschaften fokussieren.
Was das für den Multiplattform-Kurs von Xbox bedeutet
Zum Kontext: Microsoft hat die letzten Jahre damit verbracht, Xbox weg vom reinen Konsolen-Fokus neu auszurichten. First-Party-Titel erscheinen mittlerweile auf dem PC und zunehmend auch auf konkurrierenden Plattformen. Die Konsole selbst wird eher als ein Zugangspunkt unter vielen betrachtet und nicht mehr als das primäre Ziel.
Diese Strategie ergibt mehr Sinn, wenn man sich diese Zahlen ansieht. Wenn AAA-Single-Player-Titel 75-80 Prozent ihrer Konsolen-Launch-Verkäufe auf der PlayStation erzielen, wird es schwierig, die Position der Xbox als dedizierte Single-Player-Konsole zu verteidigen. Der Multiplattform-Ansatz umgeht dieses Problem, indem er die Xbox-Hardware als optionale Infrastruktur und nicht als Hauptereignis behandelt.
Drings abschließender Punkt ist beachtenswert: „30% eines Multi-Millionen-Sellers sind immer noch eine Menge Spiele.“ Ein Titel, der sich zum Launch 5 Millionen Mal verkauft, bringt immer noch 1,5 Millionen Einheiten auf die Xbox. Die Plattform ist nicht irrelevant, die Lücke wird nur immer größer.
Da GTA 6 diesen Herbst als der größte Release der aktuellen Generation erscheint, wird der tatsächliche Verkaufs-Split bei Vorliegen echter Zahlen der meistbeachtete Datenpunkt der Branche sein. Wenn Sie planen, auf der PS5 zu spielen, werfen Sie einen Blick auf unseren Guide zu den exklusiven GTA 6 PS5-Features, einschließlich DualSense-Haptik und Tempest 3D Audio, um zu sehen, wie der Plattform-Vorteil in der Praxis aussieht. Für Spieler auf beiden Plattformen, die sich auf kommende Shooter vorbereiten, ist der Guide zu den besten Battlefield 6 PS5- und Xbox-Einstellungen jetzt schon ein Bookmark wert. Weitere Analysen zur Plattform-Performance und Gaming-Guides werden regelmäßig aktualisiert, sobald neue Daten und Releases eintreffen.








