Roblox hat zwei brandneue altersbasierte Account-Kategorien angekündigt, die im Juni eingeführt werden, während die Plattform einen weiteren Vorstoß unternimmt, um ihre langjährigen Probleme mit der Kindersicherheit anzugehen.
Die zwei neuen Account-Typen sind Roblox Kids (für 5- bis 8-Jährige) und Roblox Select (für 9- bis 15-Jährige). Das erklärte Ziel ist es, „den Zugang zu Inhalten, Kommunikationseinstellungen und Jugendschutzeinstellungen enger an das Alter des Nutzers anzupassen“. Das klingt auf dem Papier vernünftig. Der entscheidende Punkt ist jedoch, ob die Systeme in der Praxis tatsächlich funktionieren, wenn man die bisherige Historie der Plattform betrachtet.
Was sich für jüngere Spieler ändert
Kinder, die in die Kategorie Roblox Kids eingestuft werden, unterliegen den strengsten Einschränkungen. Sie können nur auf Games mit einem Minimal- oder Mild-Content-Maturity-Label zugreifen, und die gesamte Kommunikation ist standardmäßig deaktiviert. Eltern können den Chat über ein verknüpftes Elternkonto wieder aktivieren, aber die Grundeinstellung ist gesperrt.
Roblox Select, das die Altersgruppe der 9- bis 15-Jährigen abdeckt, erlaubt den Zugriff auf Inhalte mit einem Moderate-Maturity-Label. Die Standardeinstellungen für die Kommunikation bleiben wie beim aktuellen Setup, was bedeutet, dass die Änderung für diese Gruppe weniger drastisch ausfällt. Sobald ein Roblox Select-Nutzer 13 Jahre alt wird, lockern sich einige Jugendschutzeinstellungen, obwohl „bestimmte Kontrollen und Sichtbarkeiten“ bestehen bleiben, bis sie das Select-Tier vollständig verlassen.
Kinder werden ihrer Kategorie entweder durch die Gesichtsalters-Schätzungstechnologie von Roblox oder über einen verifizierten Elternteil zugewiesen. Dieses System zur Gesichtsschätzung ist bereits seit einiger Zeit im Einsatz, und seine Genauigkeit wird hier eine große Rolle spielen. Ein System ist nur so gut wie seine Durchsetzung.
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Wie Games für Kids-Accounts zugelassen werden
Roblox verlässt sich nicht nur auf die selbst gemeldeten Content-Labels der Entwickler. Das Unternehmen gibt an, zusätzliche Bewertungskriterien zu verwenden, darunter Entwicklerverifizierung und „Echtzeit-Bewertung“. Dies scheint zu bedeuten, dass Nutzerberichte überwacht werden, um zu beurteilen, ob Games tatsächlich für junge Spieler geeignet sind, bevor sie automatisch für Kids-Accounts freigeschaltet werden.
Die Jugendschutzeinstellungen werden zudem durchgehend granularer, was Eltern feinere Optionen anstelle von einfachen Ein-/Aus-Schaltern bietet.
Kids-Accounts werden per Gesichtsalters-Schätzung oder durch einen verifizierten Elternteil zugewiesen. Falls beides nicht vorhanden ist, sollten Eltern ihr Konto proaktiv vor dem Rollout im Juni verknüpfen.
Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Roblox sagt, das Ziel sei es, „die weltweit gesündeste Plattform für Nutzer jeden Alters zu werden“. Das ist ein ehrgeiziges Ziel für eine Plattform, die mit Sammelklagen von Eltern wegen sexueller Inhalte und Grooming, regulatorischem Druck aus Australien nach „anhaltenden Bedenken hinsichtlich Online-Kindesmissbrauch“ und einem mittlerweile berüchtigten Moment konfrontiert war, in dem der CEO das Problem mit Raubtieren als „eine Chance“ bezeichnete.
Um den Umfang ins Verhältnis zu setzen: Analysten schätzten, dass Spieler im Jahr 2025 etwa 10.25 Milliarden Stunden pro Monat in Roblox verbrachten – mehr als auf Steam, PlayStation und Fortnite zusammen. Die Moderation von Inhalten und Kommunikation in diesem Ausmaß ist eine wirklich schwierige Aufgabe. Ob altersgestufte Accounts hier eine nennenswerte Veränderung bewirken oder ob sie hauptsächlich als PR-Reaktion auf den wachsenden rechtlichen und regulatorischen Druck dienen, ist eine Frage, deren Beantwortung Monate dauern wird.
Für Eltern, deren Kinder bereits auf der Plattform sind, lohnt es sich, den Rollout im Juni im Auge zu behalten. Verfolge die neuesten Gaming-News für Updates, sobald Roblox weitere Details zum Zeitplan des Rollouts und zur Migration bestehender Accounts in die neuen Tiers bestätigt. Wenn du einen breiteren Kontext dazu suchst, wie Plattformen derzeit mit der Altersverifizierung umgehen, findest du zahlreiche relevante Berichte in unseren neuesten Reviews und Features.








