Ragnarok Monster World kündigte kürzlich seine Expansion auf Cross Protocol, eine neue Blockchain-Plattform, an und startete gleichzeitig Season 4 seines Spiels auf Ronin. Die Ankündigung sorgte in der Community für Verwirrung, da zwei verschiedene Plattformen gleichzeitig beworben wurden. Kurz nach Bekanntwerden der Nachrichten äußerten sich Vertreter von Sky Mavis öffentlich zu diesem Thema und drückten ihre Besorgnis über die vom Ragnarok-Entwicklerteam eingeschlagene Richtung aus.

Ragnarok Monster World jetzt auf Cross
Über Ragnarok Monster World
Ragnarok Monster World ist ein Play-to-Earn (P2E) Tower-Defense-Spiel, das die klassischen Elemente der beliebten Ragnarok World mit Blockchain-Technologie verbindet. Spieler betreten eine lebendige Welt, in der sie einzigartige Monster, sogenannte Ragmons, sammeln, fusionieren und in Kämpfen einsetzen können. Die Spieler beginnen ihre Reise als Novices und erkunden eine Welt voller mystischer Kreaturen, mächtiger Zauber und strategischer Battles. Dieses Spiel belohnt Spieler für ihre Zeit und Mühe und kombiniert unterhaltsames Gameplay mit realen Rewards.
Sky Mavis beruft sich auf Vertragsbruch
Psycheout, ein Vertreter von Sky Mavis, erklärte, dass das Ragnarok-Team interne Ratschläge ignoriert und eigenmächtig einen Deal mit einer anderen Blockchain unterzeichnet habe. Er behauptete, dieser Schritt verstoße gegen die bestehende Vereinbarung mit Sky Mavis, was zu einem Verlust der Unterstützung durch die breitere Community geführt habe. Infolgedessen entschied sich Sky Mavis dazu, die professionelle Zusammenarbeit mit dem Ragnarok-Team zu beenden.
Innerhalb von 48 Stunden nach der Ankündigung sollten Ragnarok-bezogene Assets von den Sky Mavis-Plattformen entfernt werden, einschließlich der zugehörigen NFT-Kollektionen. Diese Kollektionen blieben jedoch weiterhin auf externen Ronin-basierten Marktplätzen verfügbar. Die Kündigung bedeutete zudem, dass Ragnarok keine weitere Promotion-Unterstützung mehr erhalten würde und auch nicht von früheren Kooperationen profitieren könnte. Darüber hinaus bestätigte Sky Mavis, dass sie den Launch des ZENY-Tokens, eines digitalen Assets, das an das Ragnarok-Ökosystem gebunden ist, nicht unterstützen würden.

Ronin and Ragnarok Monster World Part Ways
Kritik von der Sky Mavis-Führung
Jihoz, eine weitere Führungspersönlichkeit bei Sky Mavis, lieferte weitere Kommentare. Er kritisierte das Ragnarok-Projekt dafür, dass es ursprünglich einen Web2-Ansatz verfolgte, der den Empfehlungen von Sky Mavis widersprach. Jihoz erklärte, der Versuch, zurück zu Web3 zu wechseln, sei schlecht umgesetzt worden und habe keine nennenswerte Innovation geboten. Er bezeichnete das Spiel als eine einfache Kopie bestehender Titel und merkte eine begrenzte Integration von NFT-Mechaniken sowie einen allgemeinen Mangel an Eigenständigkeit an.
Diese Äußerungen verstärkten die wachsende Spannung zwischen den beiden Parteien und lösten eine Debatte innerhalb der Community aus. Einige Spieler und Investoren äußerten Bedenken hinsichtlich des abrupten Stimmungsumschwungs gegenüber dem Spiel, insbesondere angesichts des finanziellen Engagements der Nutzer innerhalb des Ökosystems.

Ronin and Ragnarok Monster World Part Ways
Antwort von Ragnarok Monster World
Als Reaktion auf die Aussagen von Sky Mavis veröffentlichte das Team von Ragnarok Monster World eine eigene Klarstellung. Sie bestritten die Existenz einer geheimen Vereinbarung, die ihre vertraglichen Verpflichtungen verletzt hätte. Die Entwickler beharrten darauf, dass alle Vereinbarungen eingehalten wurden und dass Diskussionen über das Hosting eines Token Generation Events außerhalb von Ronin von Sky Mavis selbst initiiert worden seien. Das Team betonte, dass ihr Handeln in vollem Einklang mit den Bedingungen der Partnerschaft stehe.
Auswirkungen auf die Community und anhaltende Ungewissheit
Die Situation hat die Community des Spiels in einem Zustand der Ungewissheit zurückgelassen. Der Entzug der offiziellen Unterstützung durch Sky Mavis, kombiniert mit der öffentlichen Kritik durch deren Führung, hatte spürbare Auswirkungen auf die Stimmung der Spieler und das Vertrauen der Investoren. Da Nutzer von Blockchain-basierten Plattformen oft direkt finanziell involviert sind, können Änderungen bei Partnerschaften und der Plattform-Ausrichtung erhebliche Konsequenzen haben.
Zum jetzigen Zeitpunkt bleibt unklar, welche Partei die Verantwortung für den Zusammenbruch der Kommunikation und des Vertrauens trägt. Der Streit unterstreicht die Herausforderungen bei der Verwaltung gemeinsamer Anstrengungen im Web3-Gaming-Bereich, wo dezentrale Infrastruktur, Nutzerinvestitionen und strategische Ausrichtung eng miteinander verknüpft sind. Vorerst bleibt es der Community überlassen, das Ergebnis zu bewerten, während beide Seiten unabhängig voneinander weitermachen.







