Die $55 Milliarden schwere Übernahme von Electronic Arts durch ein Konsortium, dem Saudi-Arabiens Public Investment Fund, Silver Lake und Affinity angehören, steht kurz vor dem Abschluss. Die EU wird den Deal voraussichtlich am 30. Juli im Rahmen der Subventionsvorschriften genehmigen, und mindestens ein Sims-Veteran wartet nicht ab, wie sich die Dinge entwickeln.
Ein ehemaliger Artist, der an The Sims 2 mitgearbeitet hat, hat offiziell erklärt, dass er jede Anweisung bekämpfen würde, die darauf abzielt, die Diversität aus dem Franchise zu streichen. Das Zitat ist deutlich: „Ich würde mich mit Händen und Füßen dagegen wehren.“
Eine solche Aussage kommt nicht von ungefähr. Sie stammt von jemandem, der Jahre damit verbracht hat, ein Spiel zu entwickeln, das es Spielern ermöglichte, Charaktere mit jedem Körpertyp, Hautton, Geschlechtsausdruck und jeder Familienstruktur zu erstellen – zu einer Zeit, als die meisten Mainstream-Spiele das nicht einmal versuchten.
Warum das The Sims-Franchise im Zentrum dieser Debatte steht
Die Sache ist die: The Sims war schon immer auf subtile Weise politisch. Das Franchise ermöglichte gleichgeschlechtliche Beziehungen bereits mit dem ersten Teil im Jahr 2000, Jahre bevor dies im Gaming-Mainstream angekommen war. The Sims 2 baute auf diesem Fundament mit tieferer Charakter-Anpassung, generationenübergreifendem Storytelling und einer Player-Base auf, die stark zu demografischen Gruppen tendierte, die von der Spieleindustrie routinemäßig ignoriert wurden.
Genau diese Geschichte ist der Grund, warum die Verbindung zum saudischen PIF für Aufsehen sorgt. Die Rechtslage in Saudi-Arabien kriminalisiert gleichgeschlechtliche Beziehungen, und der PIF ist der Staatsfonds des Landes, der direkt mit der Regierung verbunden ist. Die Sorge ist keine hypothetische Unternehmensumstrukturierung. Für Spieler und Creator, die ihre Identität um das aufgebaut haben, wofür The Sims steht, ist es eine persönliche Angelegenheit.
Die Kommentare des Artists spiegeln eine Stimmung wider, die tief in der Sims-Community verwurzelt ist. Was die meisten Spieler übersehen, wenn sie über dieses Franchise sprechen, ist, wie bewusst inklusiv das Design-Konzept von Anfang an war. Die Diversität in den Charakter-Editoren ist keine bloße Dekoration. Es war eine bewusste Design-Entscheidung, die von Beginn an fest verankert war.
Was die Übernahme tatsächlich ändert – und was möglicherweise nicht
Der entscheidende Punkt ist zu verstehen, was ein Wechsel der Eigentumsverhältnisse kontrolliert und was nicht. Die Entwicklerstudios von EA agieren mit unterschiedlichem Grad an kreativer Autonomie. The Sims Studio, das seit über einem Jahrzehnt Expansions und Updates für The Sims 4 veröffentlicht, hat seine eigene Kultur und kreative Führung.
Dennoch verändern Eigentümerwechsel die Anreize. Investoren, bei denen $55 Milliarden auf dem Spiel stehen, haben ihre eigene Meinung zur Content-Strategie, zur Marktexpansion und dazu, welche Inhalte den Vertrieb in bestimmten Regionen erschweren könnten. Saudi-Arabien ist ein wachsender Gaming-Markt. Der PIF investiert weltweit aggressiv in die Gaming-Branche und hält Anteile an Unternehmen wie Nintendo, Activision Blizzard, Take-Two Interactive und ESL Gaming.
Keine dieser Investitionen hat die Inhalte der betroffenen Spiele sichtbar verändert. Aber The Sims ist eine andere Art von Franchise. Seine Identität ist untrennbar mit seiner Repräsentation verbunden.
Die Community beobachtet die Entwicklung genau
Die Player-Base von The Sims äußert sich seit der ersten Ankündigung des Deals kritisch. Foren und Social-Media-Kanäle sind voller Sorge, und die Kommentare des Artists haben diese Diskussion weiter angeheizt. Spieler, die mit The Sims 2 und dem breiteren Katalog des Franchise aufgewachsen sind, fragen sich nun, ob das Spiel, das sie lieben, in drei Jahren noch dasselbe sein wird.
Pro-Tipp: Wenn du auf dem Laufenden bleiben willst, wie sich dieser Deal auf das Franchise auswirkt, sind die offiziellen Mitteilungen von The Sims Studio sowie Änderungen an Expansions oder Charakter-Tools in zukünftigen Updates die besten Indikatoren.
Die EU-Entscheidung vom 30. Juli wird die Eigentümerstruktur formalisieren. Danach stellt sich die eigentliche Frage, in welche Richtung die neuen Investoren von EA das Franchise lenken werden. Die Sims-Community – und offenbar mindestens eine der Personen, die am Aufbau beteiligt waren – wird das sehr genau verfolgen. Für einen tieferen Einblick in das Spiel, das im Zentrum dieser Debatte steht, schau dir die Strategy Guides zur Geschichte und den Mechaniken des Franchise an.








