Sony hat Preiserhöhungen für PlayStation Plus bestätigt, den Abo-Service, der Online-Multiplayer, monatliche Gratis-Games und Rabatte im PlayStation Store für PS4- und PS5-Spieler umfasst. Die Änderungen treten am 20. Mai in Kraft, und wer ein neues Abonnement abschließt, zahlt ab dem ersten Tag mehr.

PS Plus tier select screen
Hier sind die Details zur neuen Preisstruktur für Neukunden in ausgewählten Regionen:
Der Monatsplan wird um $1 teurer, die Drei-Monats-Option steigt um $3. Sony bestätigte über den offiziellen PlayStation-Account auf X, dass bestehende Abonnenten von der Änderung verschont bleiben, sofern ihr Abo nicht ausläuft oder sie Änderungen an ihrem Plan vornehmen. Die Ausnahme bilden Abonnenten in der Türkei und Indien, bei denen die Preise unabhängig davon angepasst werden.
Die Erklärung mit den „Marktbedingungen“ kommt nicht gut an
Sony verwies auf „anhaltende Marktbedingungen“ als Grund für die Preiserhöhung. Diese Erklärung stößt in der PlayStation-Community auf wenig Gegenliebe. Die Reaktionen im Netz fielen prompt und scharf aus, wobei User @videotech postete: „Die Schuld auf die Marktbedingungen zu schieben, ist wahnsinnig. Es sollte im Jahr 2026 möglich sein, Online-Games ohne Paywalls zu spielen.“ Ein anderer User, @NikTek, brachte es auf den Punkt: „Erst habt ihr die PS5-Preise erhöht und jetzt erhöht ihr die Preise für Online-Abos. Was soll das?“
Der Frust ist im Kontext verständlich. Sony hatte bereits im März die Preise für die PS5-Konsole erhöht und dies mit dem „anhaltenden Druck auf die globale Wirtschaftslage“ begründet. Das sind nun zwei Preiserhöhungen für PlayStation-Spieler innerhalb weniger Monate. Das Timing schmerzt umso mehr, da Microsoft kürzlich in die entgegengesetzte Richtung ging und den Preis für den Xbox Game Pass Ultimate gesenkt statt erhöht hat.
Der GTA 6-Faktor liegt offen vor aller Augen
Die Sache ist die: Das Timing dieser Ankündigung verdient Aufmerksamkeit. GTA 6 wird für November erwartet und dürfte eine massive Welle an neuen PS5-Käufern und Online-Abonnenten auslösen. Ein aktives PlayStation Plus-Abo ist erforderlich, um auf GTA Online zuzugreifen, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich diese Anforderung mit dem Erscheinen von GTA 6 ändert.
Dass Sony die Preise jetzt, vor diesem Ansturm an Abonnenten, erhöht, bedeutet, dass jeder neue Spieler, der sich für GTA 6 eine PS5 kauft, von Anfang an den höheren Preis zahlt. Ob das die tatsächliche Motivation ist oder ein bequemer Zufall – die Rechnung geht für Sony auf.

PS Plus new subscriber flow
Ein Unternehmen in einem schwierigen Geschäftsjahr
Das Gesamtbild bei Sony ist komplex. Das Unternehmen prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr einen Rückgang des Gaming-Umsatzes um 6% auf etwa $28 Milliarden, was hauptsächlich auf schwächere Hardware-Verkäufe zurückzuführen ist. Die PS5 nähert sich ihrem sechsten Geburtstag und ist heute teurer als je zuvor. Gleichzeitig erwartet Sony einen Anstieg des Gaming-Gewinns um 30%, getrieben durch stärkere First-Party-Softwareverkäufe und das Ausbleiben der massiven Wertminderungsverluste, die letztes Jahr bei Bungie verbucht wurden.
Das Wolverine-Spiel von Insomniac soll in diesem Geschäftsjahr erscheinen und einen wesentlichen Beitrag zu diesem Gewinnziel leisten. Abo-Einnahmen durch PlayStation Plus sind ein weiterer Hebel. Die Preise für Neukunden auch nur moderat zu erhöhen, summiert sich bei der Masse schnell.
Wer gerade seine Optionen abwägt, kann sich in unseren Game-Reviews informieren, ob das aktuelle monatliche PS Plus-Lineup die neuen Kosten tatsächlich rechtfertigt. Und falls du nach Wegen suchst, mehr aus deinem Abo herauszuholen, bietet unser Hub für Gaming-Guides Unterstützung für die größten PS5-Titel.
Die nächste logische Frage ist, ob Sony diese Preiserhöhungen in Zukunft auch auf bestehende Abonnenten ausweitet. Das Unternehmen hat dies bereits in der Vergangenheit getan, und da die Hardware-Kosten weiterhin hoch sind und die Speicherknappheit durch den KI-Boom keine Anzeichen einer Entspannung zeigt, wird der Druck auf die Abo-Preise bestehen bleiben.









