"In Prüfung." Zwei Worte, die die Final Fantasy XV-Fanbase gerade leise ausflippen lassen.
Square Enix hat bestätigt, dass man aktiv über ein Remake oder einen Port von Final Fantasy XV für Nintendo Switch oder Switch 2 nachdenkt. Die Aussage erfolgte als Reaktion auf eine Frage von Aktionären – wohl die direkteste Antwort, die der Publisher seit dem ursprünglichen Release im Jahr 2016 zur Zukunft des Spiels auf irgendeiner Plattform gegeben hat. Wer Square Enix' jüngstes Bestreben verfolgt hat, seine größten JRPG-Spiele auf Nintendo-Hardware zu bringen, für den sollte das keine komplette Überraschung sein, aber es ist dennoch ein bedeutsames Signal.

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Von der Pocket Edition zur vollständigen Rückkehr
Die Sache ist die: Final Fantasy XV war technisch gesehen schon einmal auf Nintendo-Hardware vertreten. Die Pocket Edition, eine stark vereinfachte und visuell reduzierte Version des Spiels, erschien 2018 für die Switch. Es war in jeder praktischen Hinsicht ein Demake, eine Möglichkeit, die Story ohne die volle visuelle Wiedergabetreue oder die Kampftiefe des Originals zu erleben. Das ist etwas völlig anderes als das, was jetzt diskutiert wird.
Ein vollständiger Port oder ein Remake wäre ein ganz anderes Kaliber. Final Fantasy XV ist ein technisch anspruchsvolles Open-World-Spiel. Das Basisspiel forderte die Hardware von PS4 und Xbox One zum Launch stark heraus, und selbst auf dem PC war ein leistungsstarker Rechner nötig, um es flüssig zu spielen. Dies ohne Abstriche bei der Spielerfahrung auf die Switch 2-Hardware zu bringen, ist eine echte technische Herausforderung – wahrscheinlich der Grund, warum Square Enix eher von "in Prüfung" spricht, anstatt ein Release-Datum anzukündigen.
Die verbesserten Specs der Switch 2 im Vergleich zur ursprünglichen Switch machen die Diskussion realistischer, als sie es noch vor drei Jahren gewesen wäre. Square Enix hat bereits die Bereitschaft gezeigt, anspruchsvolle Titel auf Nintendos neue Hardware zu bringen; Final Fantasy VII Rebirth, das als hochkarätiges Beispiel für das Machbare den Sprung auf die Switch 2 schaffte, unterstreicht, was möglich ist, wenn sich der Publisher für einen Port entscheidet.
Was Fans wirklich wollen und wo sie sich uneinig sind
Die Reaktion der Community auf diese Nachricht ist auf eine wirklich interessante Weise gespalten. Einige Spieler sind begeistert von einer zweiten Chance für Final Fantasy XV, ein Spiel, das in einem unfertigen Zustand veröffentlicht wurde und jahrelang Patches, DLCs und ein Royal Edition-Update erhielt, um die ursprünglichen Mängel zu beheben. Eine Switch 2-Version, die auf diesem Komplettpaket aufbaut, wäre die beste Version des Spiels, die die meisten Spieler nie richtig erleben konnten.
Andere wehren sich dagegen und argumentieren, dass die Ressourcen von Square Enix für Remakes und Remaster besser in Final Fantasy VIII oder Final Fantasy IX investiert wären, da beide lautstärkere Fanbases haben, die eine moderne Aufbereitung fordern. Die Antwort auf der Aktionärsversammlung hat diese Debatte neu entfacht, und sie ist alles andere als leise.
Die gespaltene Reaktion spiegelt auch wider, wie kontrovers Final Fantasy XV auch fast ein Jahrzehnt später noch ist. Die Prämisse des Open-World-Roadtrips, das Echtzeit-Kampfsystem und die emotional schwere Story kamen bei den Spielern sehr unterschiedlich an. Ein Port wird diese Debatten nicht beenden, aber er würde das Spiel einem weitaus größeren Publikum auf Nintendo-Hardware zugänglich machen.
Der Switch 2-Faktor ändert die Rechnung
Der Schwung von Square Enix auf der Switch 2 ist real. Der Publisher agiert bei Nintendo-Ports aggressiver als fast zu jedem anderen Zeitpunkt seiner Geschichte, und die Ankunft von Final Fantasy VII Rebirth auf der Plattform hat bewiesen, dass das Unternehmen bereit ist, technisch komplexe Projekte für das Nintendo-Publikum in Angriff zu nehmen. Wenn Sie ein Gefühl dafür bekommen möchten, wie dieser Prozess in der Praxis aussieht, deckt der FF7 Rebirth Switch 2 Grafik- vs. Performance-Vergleich genau ab, wie dieser Port die Kompromisse zwischen visueller Qualität und Framerate handhabt.
Final Fantasy XV stünde vor ähnlichen Entscheidungen. Die offene Welt des Spiels, das dynamische Wetter und die groß angelegten Monster-Begegnungen belasten die Hardware. Die Frage ist nicht, ob es auf der Switch 2 laufen kann, sondern ob die erforderlichen Kompromisse ein Spielerlebnis erzeugen würden, das es wert ist, gespielt zu werden.
Square Enix hat gezeigt, dass sie diese Frage gut beantworten können. Ob sie dies speziell für Final Fantasy XV tun, hängt von internen Prioritäten ab und vermutlich davon, wie sich das Gespräch mit den Aktionären weiterentwickelt. Die Tatsache, dass die Frage überhaupt gestellt wurde und die Antwort kein klares Nein war, verrät einiges darüber, was beim Publisher gerade im Fokus steht.
Achten Sie auf etwaige Folgeankündigungen bei der nächsten großen Präsentation von Square Enix. Wenn sich das Thema von "in Prüfung" zu einem tatsächlichen Projekt entwickelt, werden die Nachrichten dort zuerst erscheinen.








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