Du kennst das sicher: Du kaufst ein Spiel auf Steam, freust dich über den vermeintlich guten Deal, checkst zwei Tage später SteamDB und stellst fest, dass es letzte Woche 80% günstiger war. Solche Überraschungen könnten für ahnungslose Spieler bald der Vergangenheit angehören.
Valve scheint zwei neue Features in Steam zu integrieren, die Käufern vor dem Kauf bessere Informationen liefern sollen. Beide wurden kürzlich von Dataminern entdeckt, die den Code der Plattform durchforstet haben.

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Was die Dataminer im Steam-Code gefunden haben
Die Entdeckung stammt vom Dataminer SigaTbh, der SteamDB nutzte, um das Backend von Steam zu durchsuchen, und dabei auf Referenzen zu „Price History“ (Preishistorie) und „30-Day Low“ (30-Tage-Tiefstpreis) in neuen Code-Strings stieß. Der Fund wurde von LambdaGeneration, einer auf Valve spezialisierten Fan-Seite, hervorgehoben und deutet direkt auf ein Feature hin, das den niedrigsten Preis, zu dem ein Spiel in den letzten 30 Tagen verkauft wurde, direkt auf der Store-Seite anzeigen würde.
Der Punkt ist: Das ist für Steam global gesehen kein neues Konzept. Die Anzeige des 30-Tage-Tiefstpreises ist für EU-Nutzer bereits seit Juni 2023 aktiv, als Valve dazu verpflichtet wurde, dies gemäß der EU-Omnibus-Richtlinie umzusetzen – einer Reihe von Verbraucherschutzregeln, die Einzelhändler dazu verpflichten, bei Sales die jüngste Preishistorie anzuzeigen. Der Code, der nun im breiteren Steam-Build auftaucht, deutet darauf hin, dass Valve die Einführung in den Vereinigten Staaten und anderen Regionen vorbereiten könnte.
Was die meisten Spieler beim Durchstöbern von Steam-Sales übersehen, ist, dass ein „60% off“-Badge nichts darüber aussagt, was das Spiel vor dem Rabatt tatsächlich gekostet hat. Ein Spiel, das sechs Monate lang zu einem überhöhten Preis gelistet war und dann auf einen immer noch zu teuren „Sale“-Preis gesenkt wurde, ist ein Trick, so alt wie der Einzelhandel selbst. Ein sichtbarer 30-Tage-Tiefstpreis macht diesem Vorgehen einen Strich durch die Rechnung.
Die EU-Omnibus-Richtlinie verpflichtet Steam dazu, für Kunden in der Europäischen Union seit Juni 2023 den 30-Tage-Tiefstpreis anzuzeigen. Der neue Code deutet darauf hin, dass dieses Transparenz-Feature für einen breiteren globalen Rollout vorbereitet wird.
Ein Framerate-Estimator, der auf echten Spielerdaten basiert
Das zweite Feature ist etwas völlig Neues. Wie bereits berichtet, verweisen zusätzliche Codezeilen auf einen „Framerate-Estimator“, der im aktuellen Steam-Client noch nicht existiert. Der im Code gefundene Text lautet: „Wähle eine App und eine PC-Konfiguration, um ein Diagramm der geschätzten Framerates zu erhalten, basierend auf den Framerates anderer Steam-Nutzer.“
Dieser letzte Teil ist entscheidend. Anstatt sich auf die Mindest- und empfohlenen Systemanforderungen der Entwickler zu verlassen (die bekanntermaßen optimistisch und oft veraltet sind), würde das Tool echte Performance-Daten von Spielern abrufen, die das Spiel bereits auf ähnlicher Hardware ausführen. Das Ergebnis wäre ein geschätztes FPS-Diagramm, noch bevor du deinen Geldbeutel zückst.
Dies baut auf Valves bestehendem Steam Deck Verified-Programm auf, das Spiele danach bewertet, wie gut sie auf der spezifischen Hardware des Decks laufen. Der Framerate-Estimator würde diese Logik auf die gesamte Bandbreite an PC-Konfigurationen ausweiten, was angesichts der Vielzahl an Hardware-Kombinationen eine deutlich schwierigere Aufgabe ist. Das Crowdsourcing echter Nutzerdaten ist ein cleverer Weg, um diese Komplexität zu bewältigen.
Für Spieler, die nicht tief in PC-Hardware-Benchmarks stecken, könnte ein solches Tool die Hemmschwelle senken, neue Spiele mit Zuversicht zu kaufen. Aktuell bedeutet die Überprüfung, ob ein Spiel auf dem eigenen Setup gut läuft, meist die Suche nach YouTube-Videos oder Reddit-Threads von Leuten, die zufällig über ähnliche Specs verfügen.
Wann diese Features erscheinen könnten
Für keines der beiden Features gibt es ein angekündigtes Veröffentlichungsdatum. Beide befinden sich noch im Datamining-Stadium, was bedeutet, dass Valve sie noch nicht offiziell bestätigt hat und sie sich vor dem Launch noch erheblich ändern oder gar nicht erscheinen könnten. Dennoch hat das Feature zur 30-Tage-Preishistorie ein klares Vorbild im EU-Build, die Infrastruktur ist also bereits vorhanden.
Steam-Updates werden regelmäßig über den Beta-Branch des Clients ausgerollt, und Features wie diese tauchen meist still und leise auf, bevor sie offiziell angekündigt werden. Behalte am besten das Steam-Beta-Changelog im Auge, wenn du diese Neuerungen frühzeitig entdecken willst.
Für mehr Informationen zum aktuellen Geschehen im PC-Gaming-Bereich, schau dir die neuesten Gaming-News an. Wenn du vor einer Kaufentscheidung stehst, sind die aktuellen Reviews ein guter Ausgangspunkt, bevor du dich festlegst.








