Die Steam Machine wurde noch nicht ein einziges Mal an einen Kunden ausgeliefert, und Scalper versuchen bereits, sie für fast den dreifachen Einzelhandelspreis weiterzuverkaufen. Das ist die Situation kurz vor dem Launch am 30. Juni durch Valve.
Valve hat in dieser Woche damit begonnen, Reservierungs-E-Mails an Käufer zu versenden – genau das Signal, auf das die Reseller-Szene offenbar gewartet hat. Innerhalb weniger Tage tauchten auf eBay Angebote mit Preisen auf, bei denen man nur mit dem Kopf schütteln kann.

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Wie die Resale-Zahlen tatsächlich aussehen
Die Basis-Steam Machine kostet offiziell ab $1,049. Das 512GB-Bundle mit dem Steam Controller liegt bei $1,128. Diese Preise lagen bereits über den Erwartungen vieler Leute, wobei Valve öffentlich einräumte, dass die Kosten für RAM und SSD die Hardware entgegen den eigenen Vorstellungen in den vierstelligen Bereich getrieben haben.
Scalper haben natürlich entschieden, dass das noch nicht teuer genug ist.
Angebote auf eBay verlangen am unteren Ende des Resale-Marktes etwa $1,700. Ein Angebot für das 512GB-Bundle mit dem Steam Controller wurde für $3,200 eingestellt, fast das Dreifache des offiziellen Bundle-Preises. Der Clou: Mindestens ein Angebot für $2,800 wurde Berichten zufolge als verkauft markiert, was bedeutet, dass jemand diesen Preis tatsächlich gezahlt haben könnte.
Die Sache ist die: Der Vergleich zum PS5-Launch drängt sich förmlich auf. Dieser Rollout endete in monatelangem Scalper-Chaos, bei dem Bots den Bestand schneller abgriffen, als echte Käufer den Checkout-Prozess abschließen konnten. Die Situation bei der Steam Machine sieht bisher anders aus, aber die ersten Anzeichen sollte man im Auge behalten.
Wie das Reservierungssystem von Valve die Rechnung verändert
Der entscheidende Unterschied zwischen diesem Fall und dem PS5-Albtraum ist die Reservierungswarteschlange von Valve. Anstatt eines klassischen Retail-Drops nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, steuert Valve die Nachfrage über ein kontrolliertes Warteschlangensystem, das Kauf-Einladungen in Wellen verschickt. Die Idee dahinter ist, das Zeitfenster für Scalper zu begrenzen, um große Mengen an Lagerbeständen aufzukaufen.
Aktuell ist die Anzahl der aktiven eBay-Angebote gering. Das deutet darauf hin, dass die Warteschlange einen Teil ihrer beabsichtigten Wirkung zeigt. Scalper können nicht in großen Mengen aufkaufen, worauf sie keinen massenhaften Zugriff haben.
Aber „gering“ bedeutet nicht „null“, und die Tatsache, dass mindestens ein überteuertes Angebot verkauft wurde, beweist, dass es irgendwo einen Käufer gibt, der bereit ist, diese Fantasiepreise zu zahlen. Ob es sich dabei um einen Einzelfall oder den Beginn eines Musters handelt, hängt ganz davon ab, wie Valve den Warenfluss nach dem 30. Juni steuert, wenn die Massenauslieferung beginnt.
Der Preiskontext, der das Ganze noch schlimmer macht
Was die Scalper-Angebote wirklich frustrierend macht, ist nicht nur der Aufschlag. Es ist der Kontext, warum die Hardware überhaupt so viel kostet. Valve war transparent bezüglich der Tatsache, dass sie nicht wollten, dass die Steam Machine bei $1,049 landet. Komponentenkosten, insbesondere die Speicherpreise, haben den Preis in die Höhe getrieben. Das Unternehmen hat erklärt, dass es den Preis senken möchte, falls sich der Markt verbessert.
Wir haben also eine Situation, in der der Hersteller sich bereits für einen Preis entschuldigt, den er gar nicht verlangen wollte, und Reseller schlagen noch einmal einen Aufschlag von über $2,000 obendrauf. Die Rechnung ist schlichtweg absurd.
Für Spieler, die sich einen Platz in der Reservierungswarteschlange von Valve gesichert haben und auf ihre Kauf-Einladung warten, ändert das alles nichts Praktisches. Die Scalper-Angebote sind nur ein Nebenschauplatz. Das wahre Bild wird klarer, sobald der 30. Juni vorbei ist und die erste Welle der Geräte tatsächlich die Kunden erreicht.
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