Die Erhaltung von Videospielen hat einen ersten Fuß in der amerikanischen Gesetzgebung. Die California Assembly hat den Protect Our Games Act (AB 1921) mit einer überparteilichen Mehrheit von 43-16 verabschiedet. Dies ist das erste Mal, dass ein Gesetzesentwurf im Sinne von Stop Killing Games eine gesetzgebende Kammer in den Vereinigten Staaten erfolgreich passiert hat.
Der Entwurf geht nun an den Senat von Kalifornien, wo im Juni eine Ausschussdebatte stattfinden wird. Das ist zwar noch kein Selbstläufer, aber die deutliche Zustimmung in der Assembly signalisiert ein echtes politisches Interesse am Verbraucherschutz im Gaming-Bereich.

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Was der Protect Our Games Act tatsächlich fordert
Hier ist das Wichtigste dazu, was AB 1921 bewirken würde, falls der Senat zustimmt und das Gesetz in Kraft tritt. Publisher müssten Spieler im Voraus darüber informieren, bevor sie die Server für Spiele abschalten, die zwingend eine Online-Verbindung benötigen. Über diese Warnung hinaus wären sie verpflichtet, eine Möglichkeit bereitzustellen, gekaufte Spiele auch nach der Server-Abschaltung spielbar zu halten. Das könnte einen Offline-Modus, von der Community betriebene Server oder eine andere praktikable Lösung bedeuten, die der Publisher nachweisen kann.
Zwei Details zum Geltungsbereich sind hier wichtig. Erstens deckt das Gesetz nur gekaufte Spiele ab. Free-to-play-Titel sind ausgeschlossen; ein Battle Royale, das du kostenlos heruntergeladen hast, fällt also nicht unter diese Gesetzgebung, egal wie viel Geld du für Skins ausgegeben hast. Zweitens würde es nur für Spiele gelten, die nach dem Januar 2027 veröffentlicht werden, was bedeutet, dass deine bestehende Bibliothek bereits abgeschalteter Spiele nicht rückwirkend geschützt ist.
Der Gesetzesentwurf muss im Juni noch einen Ausschuss des Senats von Kalifornien passieren, bevor er weiter voranschreiten kann. Es ist noch kein Gesetz.
Assembly-Mitglied Chris Ward aus San Diego hat sich für den Entwurf stark gemacht und ihn als Frage des Verbraucherschutzes gerahmt. Er beschrieb es als „Kampf für euren Verbraucherschutz und das volle Recht auf den Genuss dieser Spiele“ und ermutigt Einwohner Kaliforniens aktiv dazu, ihre Senatoren zu kontaktieren, um den Entwurf voranzutreiben.
Die Bewegung hinter dem Gesetzesentwurf
Die Stop Killing Games-Kampagne wurde 2024 vom YouTuber Ross Scott ins Leben gerufen, direkt ausgelöst durch Ubisoft, als diese den Stecker für das Always-online-Rennspiel The Crew zogen. Spieler, die das Spiel gekauft hatten, fanden es über Nacht komplett unspielbar vor, ohne Offline-Alternative und ohne Regressansprüche. Das Kernargument der SKG-Kampagne ist simpel: Publisher verkaufen Spiele als Produkte, zerstören diese dann aber nach einem Zeitplan, der nur dem Publisher dient.
Die Bewegung gewann in Großbritannien und der EU an Fahrt, bevor sie in den USA auf gesetzgeberische Resonanz stieß. Kalifornien ist aufgrund seiner Größe, der Konzentration der Tech-Industrie und seiner Historie bei der Festlegung von Verbraucherschutzstandards, denen andere Bundesstaaten letztlich folgen, ein logisches erstes Schlachtfeld.
Die Liste der Spiele, die das Problem verdeutlichen, wächst stetig. Sony's Concord wurde nur 14 Tage nach Release abgeschaltet. Sony bot zwar Rückerstattungen an, ging aber rechtlich gegen Modder vor, die Community-Server errichteten, um das Spiel am Leben zu erhalten. Ubisoft's XDefiant, der Fantasy-Shooter Highguard, das PUBG-Spin-off Blindspot und Quantic Dream's Spellcasters Chronicles folgten alle. Sogar Destiny 2 fährt sein Live-Service-Modell langsam herunter. Das Muster ist schwer zu ignorieren.
Was das für Spieler aktuell bedeutet
Für die meisten Spieler außerhalb Kaliforniens ändert dieser Gesetzesentwurf heute noch nichts. Was er jedoch beweist, ist, dass das Argument in einer US-Gesetzeskammer Gehör findet. Der entscheidende Punkt ist, dass kalifornisches Recht nach der Verabschiedung oft als De-facto-Standard für das ganze Land fungiert, da Publisher selten separate Versionen eines Produkts für einen einzelnen Bundesstaat pflegen wollen.
Wenn du möchtest, dass dies verabschiedet wird, hat Wards Büro Einwohner Kaliforniens darauf hingewiesen, sich an ihren State Senator zu wenden. Personen außerhalb Kaliforniens können sich direkt an den Vorsitzenden des Senate Privacy Committee wenden, um ihre Unterstützung auszudrücken.
Die Stop Killing Games-Bewegung baut gleichzeitig in mehreren Ländern einen Fall auf. Ein kalifornisches Gesetz wäre der erste konkrete Sieg in den USA, und angesichts der Debatten in der EU und Großbritannien ist die Senatsausschussdebatte im Juni der nächste kritische Checkpoint. Behalte unsere Game-Reviews im Auge, um zu sehen, wie sich Live-Service-Spiele im Zuge dieser Gesetzgebung schlagen, und schau dir unsere Gaming-Guides für Tipps an, wie du das Beste aus den Online-Spielen herausholst, die du aktuell besitzt.








