Vier Millionen verkaufte Exemplare und die Debatte über Fisch-Gewalt reißt nicht ab. In diese Welt startete Subnautica 2 im Mai, und der Entwickler Unknown Worlds Entertainment hat nun mit dem ersten großen Update des Spiels reagiert: Adaptive Measures.
Das Update erschien am Mittwoch, und das Highlight ist genau das, wonach ein lautstarker Teil der Playerbase verlangt hat. Man kann jetzt Fische schießen. Irgendwie.
Der Sonic Resonator hat endlich Zähne (gewissermaßen)
Die Sache ist die: Unknown Worlds hat hier einen cleveren Mittelweg gefunden. Das Tool Sonic Resonator wurde überarbeitet, sodass eine Vielzahl von Kreaturen in einen Stun-Zustand versetzt wird, wenn sie getroffen werden. Game Design Lead Anthony Gallegos erläuterte die Änderung in einem Update-Vlog und erklärte, dass Kreaturen "deutlich kommunizieren, dass sie gestunnt wurden", wenn sie getroffen werden. In der Praxis werden Fische bei einem Headshot handlungsunfähig. Sie sind nicht tot. Sie haben nur... einen schlechten Tag.
Der entscheidende Punkt ist, dass dies die Philosophie des Spiels bezüglich gewaltfreier Interaktion mit Kreaturen nicht bricht. Unknown Worlds ist seit dem Launch konsequent bei der Linie geblieben, dass das Töten von Kreaturen in Subnautica 2 nicht vorgesehen ist. Die Stun-Mechanik ist ein direkter Kompromiss mit Spielern, die das Gefühl hatten, der ursprüngliche Sonic Resonator biete nicht genug Feedback oder Kontrolle bei bedrohlichen Begegnungen.
Was das Update sonst noch brachte
Das Stunnen von Fischen ist die meistdiskutierte Neuerung, aber Adaptive Measures umfasst noch mehr. Eine Sprint-Fähigkeit ist jetzt im Spiel, was zunächst nebensächlich klingt, bis man bedenkt, wie viel Strecke Spieler zu Fuß während der frühen Exploration zurücklegen. Auch die Flinch-Animationen der Kreaturen wurden überarbeitet. Zuvor war es nicht immer offensichtlich, ob eine Kreatur einen Treffer registriert hatte oder kurz vor der Flucht stand. Jetzt sind diese Reaktionen deutlicher erkennbar, was laut Gallegos dazu führt, dass Spieler die "Mitigation von Kreaturen" spüren, die das Team von Anfang an beabsichtigt hatte.
Das sind genau die Arten von Änderungen, für die Early Access gedacht ist. Subnautica 2 startete mit einem starken Grundgerüst, aber mit einigen Schwächen in der Kommunikation zwischen den Systemen des Spiels und dem Spieler. Adaptive Measures ist eine direkte Reaktion auf zwei Monate Feedback.
Das Spiel hat sich seit dem Launch im Mai bereits spürbar verändert, wobei mehrere Hotfixes die Gegner-Schwierigkeit und andere Reibungspunkte adressierten, bevor dieses erste benannte Update erschien. Unknown Worlds hat transparent kommuniziert, dass der vollständige 1.0-Release noch zwei bis drei Jahre entfernt ist, und das Adaptive Measures-Update ist der erste Schritt auf einer öffentlichen Roadmap, die mit einem Early Access 1.2-Update fortgesetzt wird (noch kein Release-Datum bestätigt).
Die Combat-Debatte wird nicht verschwinden
Die Gewaltfrage in Subnautica 2 ist als Design-Problem wirklich interessant. Das ursprüngliche Subnautica baute einen Großteil seiner Spannung darauf auf, Beute zu sein, nicht Jäger. Man konnte den Reaper Leviathan nicht töten; man konnte ihn nur überleben. Diese Hilflosigkeit war Teil der Atmosphäre. Subnautica 2 startete mit derselben Philosophie, und ein Teil der Spieler leistete sofort Widerstand.
Adaptive Measures löst diese Debatte nicht auf, sondern gibt beiden Seiten etwas, mit dem sie arbeiten können. Spieler, die mehr Handlungsspielraum gegen Kreaturen wollten, haben jetzt ein Stun-Tool, das den Treffer auch spürbar macht. Spieler, die wollten, dass der Ozean gefährlich und gewaltfrei bleibt, haben das weiterhin, da gestunnte Fische wieder aufwachen.
Was die meisten Spieler übersehen, ist, dass diese Art von iterativem Design genau die Arbeitsweise ist, die Unknown Worlds historisch verfolgt. Community-Feedback während des Early Access formt das Endprodukt auf sinnvolle Weise, und das Studio hat dies öffentlich so bestätigt. Je früher sie Daten darüber erhalten, was Spieler tatsächlich wollen, desto besser sind sie positioniert, um auf die 1.0 hinzuarbeiten.
Für einen tieferen Einblick in alles, was sich seit dem Launch geändert hat und hinzugefügt wurde, bietet die Subnautica 2 Guides-Sammlung alles, was man braucht, einschließlich einer vollständigen Übersicht aller bestätigten Kreaturen, Flora und Fauna, damit man genau weiß, was man gleich stunnen wird.








