"Es kommt häufiger vor, als man denkt, aber es ist nicht normal", sagte ein anonymer Filmemacher über die Entscheidung, zwei konkurrierende Cuts desselben Films in Test-Screenings gegeneinander antreten zu lassen. Dieses Zitat fasst die turbulente Post-Production-Phase, die Supergirl vor dem Kinostart am 26. Juni durchlaufen hat, ziemlich gut zusammen.
Berichten zufolge gerieten James Gunn und Peter Safran von den DC Studios während der gesamten Post-Production mit Regisseur Craig Gillespie aneinander. Die Spannungen wurden so ernst, dass das Studio neben Gillespies Fassung einen eigenen Cut des Films in Auftrag gab. Die beiden Versionen wurden dann in Screenings gegeneinander getestet – ein Vorgehen, das Brancheninsider selbst für Hollywood-Verhältnisse als ungewöhnlich bezeichnen.

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Wie die Risse sichtbar wurden
Die Probleme traten fast unmittelbar nach Abschluss der Dreharbeiten im Mai 2025 auf. Bis zum Herbst desselben Jahres hatte DC Studios Berichten zufolge bereits Bedenken hinsichtlich der Ausrichtung des Films. Ein Screening im Dezember 2025 bestätigte diese Sorgen, da die Test-Scores kaum die 70 von 100 Punkten erreichten. Daraufhin griff das Studio aggressiver ein und holte den Autor Jeremy Slater (Mortal Kombat 2, Moon Knight) an Bord, um bei der Gestaltung eines Studio-Cuts zu helfen.
Zwischen Dezember 2025, Februar 2026 und März 2026 fanden mindestens vier Test-Screenings statt. Die Winter-Screenings erreichten zwar knapp über 70 Punkte, aber die Situation eskalierte eher, anstatt sich zu stabilisieren. DC Studios und Gillespie hatten jeweils ihre eigene Version im Spiel, wobei Quellen die Beziehung diplomatisch als "kreativ nicht auf einer Linie" beschrieben.
Zwei Cuts, ein klarer Verlierer
Der entscheidende Punkt ist, wie knapp die endgültige Entscheidung tatsächlich war. Der Cut der DC Studios schlug Gillespies Version in den Tests um nur zwei Punkte. Der Director's Cut war etwa 11 Minuten länger und legte mehr Gewicht auf den Schurken Krem, gespielt von Matthias Schoenaerts – eine Figur, die in der Kinofassung kürzer behandelt wird. Nachdem sich der Cut der DC Studios durchgesetzt hatte, beschränkte sich Gillespies Einfluss auf das Endprodukt Berichten zufolge darauf, für spezifische Änderungen zu plädieren, anstatt die Ausrichtung des Films maßgeblich zu steuern.
Die genauen kreativen Differenzen zwischen Gunn und Gillespie bleiben unklar, aber die Entscheidung, zwei separate Cuts zu finanzieren und sie im direkten Vergleich zu testen, signalisiert, dass dies weit über die typischen Spannungen zwischen Regisseur und Studio hinausging.
Die Soundtrack-Debatte, die dem Film aus der Post-Production folgte
Die Spannungen in der Post-Production erstreckten sich auch auf die Musikauswahl des Films, die fast unmittelbar nach der Veröffentlichung zum Gesprächsthema wurde. Eine Zeitlupen-Kampfszene, die mit einem Cover von Jimmy Eat Worlds "The Middle" unterlegt war, erntete online breiten Spott. Gillespie hat öffentlich Gunn die Verantwortung für die Songwahl zugeschrieben, und Quellen bestätigen diese Darstellung.
Eine frühere Version derselben Szene verwendete während eines Screenings im Februar 2026 ein Cover von Cyndi Laupers "Girls Just Want to Have Fun". Berichten zufolge wählte Gunn auch diesen Track aus, bevor er ihn gegen die Version von "The Middle" austauschte, die es in den finalen Cut schaffte. Ob dieser Tausch die Szene verbessert oder verschlechtert hat, darüber hat sich das Publikum bereits lautstark geäußert.
Eine harte Landung für Kara Zor-El
Der Film startete mit $68 Millionen an den Kinokassen – ein enttäuschendes Debüt für einen großen DCU-Release. Erste Prognosen deuten darauf hin, dass Warner Bros. während der Kinolaufzeit mehr als $100 Millionen verlieren könnte. Für ein Studio, das versucht, Schwung hinter ein neu gestartetes DC-Universum zu bringen, ist das ein erheblicher Rückschlag.
Milly Alcocks Performance hat zwar Lob geerntet, aber der Film um sie herum hatte Schwierigkeiten, das Publikum zu erreichen. Wenn du dich aus Gaming-Sicht für die Figur interessierst, zeigt dir der Fortnite Supergirl Skin Guide, wie du den Look von Kara Zor-El im Battle Royale bekommst. Für Spieler, die das Management von Superhelden-Teams mögen, ist der Dispatch Superhero Team Management Guide einen Blick wert.
Als nächstes steht im DCU-Plan Clayface für den 23. Oktober 2026 an, gefolgt von Gunns Superman-Sequel Man of Tomorrow im Juli 2027. Es wird spannend zu beobachten sein, wie DC Studios diese Produktionen handhabt und ob die Lektionen aus der problematischen Post-Production von Supergirl beeinflussen, wie sie künftig mit Regisseuren zusammenarbeiten. Für weitere Gaming- und Entertainment-Inhalte findest du in unserem Guides-Hub alles, was du über verschiedene Genres und Plattformen hinweg brauchst.







