Twitch kündigte auf der TwitchCon Europe 2026 in Rotterdam Dual Format-Streaming an, und es hält genau das, was der Name verspricht: ein Stream, zwei Ausrichtungen, die gleichzeitig an Desktop- und Mobile-Zuschauer übertragen werden.
Die Idee ist simpel. Mobile-Zuschauer erhalten eine vertikale Vollbildansicht. Desktop-Zuschauer sehen das klassische horizontale Layout. Der Streamer sendet einmalig und Twitch erledigt den Rest, indem das korrekte Format automatisch an jeden Zuschauer weitergeleitet wird.
Wie die Technologie dahinter tatsächlich funktioniert
Dual Format basiert auf der Enhanced Broadcasting-Technologie, die den Client nutzt, um mehrere Stream-Varianten gleichzeitig zu encodieren. Das belastet einige Systeme zusätzlich, daher bestätigte Twitch, dass für Partners und viele Affiliates serverseitiges Transcoding unterstützt wird, sobald das Feature nächsten Monat ausgerollt wird. Die Beta-Phase lieferte positives Feedback und die Plattform gibt an, vor dem breiteren Launch spürbare Performance-Verbesserungen vorgenommen zu haben.
Der Punkt ist: Dies ist nicht nur eine kosmetische Aufteilung. Das Ausführen von zwei Encoding-Varianten in Echtzeit ist technisch anspruchsvoll, und die zusätzliche serverseitige Transcodierung macht dies erst praktikabel für Streamer, die keine High-End-Broadcast-Rigs verwenden.
Alles Weitere, was Twitch auf der TwitchCon Rotterdam angekündigt hat
Dual Format war das Highlight, aber die TwitchCon Europe 2026 brachte eine ganze Reihe von Updates mit sich.
2K (1440p) Streaming wird nächsten Monat auf alle Partners und Affiliates ausgeweitet, gepaart mit einer Unterstützung für höhere Bitraten. Darauf haben Streamer, die eine höhere Output-Qualität ohne großen Aufwand erzielen wollten, lange gewartet.
Stream Summaries ist ein neues Feature, das eine kurze Zusammenfassung dessen generiert, was während eines Broadcasts bisher passiert ist. Twitch erwähnte in der Ankündigung keine KI, was eine bemerkenswerte Auslassung ist, wenn man bedenkt, wie ähnliche Features andernorts üblicherweise beschrieben werden.
Auto Clips generiert automatisch Clips mit Untertiteln aus Stream-Momenten, wobei automatische Untertitel breiter über das Clips-System ausgerollt werden. Stories erhalten ebenfalls Updates, darunter Stream-Recap-Features und eine stärkere Einbindung von Clips auf der gesamten Plattform.
Was die Community betrifft:
- GIFs im Chat für Tier 2- und Tier 3-Abonnenten
- Creator Badge Drops und Mythic Trains als neue Monetarisierungstools für Streamer
- Creator Sponsorships erweitern die Pipeline für direkte Brand-Deals
- Bounty Board-Kampagnen werden für Affiliates via Open Invite-Kampagnen geöffnet
- Drops erhalten ein überarbeitetes Discovery- und Tracking-System für Zuschauer
Was das für Streamer bedeutet, die plattformübergreifende Zielgruppen aufbauen
Der Trend zu vertikalem Video wächst seit Jahren durch TikTok, YouTube Shorts und Instagram Reels. Twitch hat sich langsamer angepasst als die Konkurrenz im Kurzformat-Bereich, aber Dual Format adressiert das Kernproblem direkt: Live-Streamer waren traditionell auf horizontales Output festgelegt, was in vertikalen Feeds oder auf dem Smartphone oft unvorteilhaft aussieht.
Der entscheidende Punkt ist, dass dies ein Workflow-Problem löst, anstatt ein neues zu schaffen. Streamer, die sich bisher zwischen der Optimierung für Desktop-Stammzuschauer oder Mobile-First-Publikum entscheiden mussten, können nun beide mit einem einzigen Broadcast bedienen. In Kombination mit Auto Clips und den aktualisierten Stories-Features baut die Plattform klar an einer stärker vernetzten Pipeline zwischen Live-Content und der Distribution von Kurzformat-Clips.
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Dual Format startet nächsten Monat. Die nächste TwitchCon Europe ist für den 22.-23. Mai 2027 in Berlin geplant.









