Das UGREEN NASync DXP4800 Plus ist ein Network-Attached-Storage-Gehäuse (NAS) mit vier Einschüben, das für Power-User, Kreativschaffende und kleine Unternehmen entwickelt wurde, die nach leistungsstarkem Speicher mit Erweiterungspotenzial suchen. Ausgestattet mit einem Intel Pentium Gold 8505 Prozessor, 8 GB RAM, zwei M.2-NVMe-Steckplätzen und einem beeindruckenden 10GbE-Ethernet-Anschluss bietet es eine starke Hardware-Basis für anspruchsvolle Speicher-Workloads.
UGREEN hat sein NAS-Portfolio seit dem Markteintritt im Jahr 2024 kontinuierlich ausgebaut, und das DXP4800 Plus beweist, wie ernst das Unternehmen diese zunehmend umkämpfte Kategorie nimmt. Seine Kombination aus Speicherkapazität, Netzwerkoptionen und Rechenleistung macht es zu einer interessanten Alternative zu etablierten NAS-Herstellern.
Während die Hardware besonders beeindruckt, hat das Betriebssystem UGOS Pro allerdings noch Nachholbedarf. Eingeschränkter App-Support und einige unerwartete Performance-Inkonsistenzen verhindern, dass das DXP4800 Plus sein volles Potenzial ausschöpft.
Dennoch: Für Nutzer, die Wert auf schnellen, erweiterbaren und solide verarbeiteten Netzwerkspeicher legen, ist das UGREEN NASync DXP4800 Plus ein überzeugendes Gesamtpaket.
Design und Verarbeitungsqualität
Das UGREEN NASync DXP4800 Plus hinterlässt mit seiner soliden Konstruktion und dem praktischen Design sofort einen positiven Eindruck. Mit Abmessungen von 178 x 178 x 257 mm behält das Gehäuse eine relativ kompakte Stellfläche, während es Platz für vier SATA-Laufwerke und zwei zusätzliche NVMe-SSDs bietet.
Sein Metallchassis verleiht dem Gerät eine beruhigend hochwertige Haptik, wodurch es sich gut für den Schreibtisch oder eine kleine Büroumgebung eignet. Statt auf mehrere kleinere Lüfter zu setzen, hat sich UGREEN für einen einzelnen großen Lüfter entschieden, was den Airflow optimiert und potenziell unnötigen Lärm reduziert.
Mehrere kleinere Designentscheidungen tragen ebenfalls zum positiven Gesamteindruck bei. Der abnehmbare magnetische Staubfilter macht die Routinewartung unkompliziert, während die nummerierten und abschließbaren Laufwerkseinschübe den Nutzern helfen, ihre Speicherkonfiguration geordnet zu halten.
Die Laufwerksschlitten sind besonders praktisch. Der Einbau von 3,5-Zoll-Festplatten erfordert kein zusätzliches Werkzeug, da sie über ausziehbare Clips gesichert werden können, ohne dass man sich mit kompliziertem Montagematerial herumschlagen muss. Wer 2,5-Zoll-Laufwerke verbaut, benötigt Schrauben, wobei der Vorgang dennoch relativ einfach bleibt.
Die Frontblende bietet zudem nützliche Anschlussmöglichkeiten, darunter USB-C, USB-A und einen SD-Kartenleser. Der SD-Kartenslot ist zwar nicht zwingend für jeden Nutzer essenziell, bietet aber eine bequeme Möglichkeit, Dateien zu übertragen und Backups zu erstellen, ohne vollständig auf eine Netzwerkverbindung angewiesen zu sein.
Insgesamt hat UGREEN ein durchdachtes NAS-Gehäuse abgeliefert, das für den regelmäßigen Einsatz bestens geeignet ist. Seine Verarbeitungsqualität, die leicht zugänglichen Laufwerkseinschübe und die unkomplizierten Wartungsoptionen sind besonders erfreulich.
Hardware und Spezifikationen
Eines der größten Kaufargumente für das DXP4800 Plus ist seine Hardware-Konfiguration. UGREEN hat das NAS mit einem Intel Pentium Gold 8505 Prozessor ausgestattet, der ein leistungsfähiges Fundament für Dateiverwaltung, Multitasking und anspruchsvollere Speicheroperationen bietet.
Das System umfasst standardmäßig 8 GB RAM, mit Unterstützung für Upgrades auf bis zu 64 GB. Das sorgt für nützliche Flexibilität bei Unternehmen, deren Speicheranforderungen und Workloads mit der Zeit voraussichtlich wachsen werden.
Die Speichererweiterung ist ein weiterer großer Vorteil. Die vier SATA-Einschübe unterstützen herkömmliche Festplatten und SSDs, während die zwei M.2-PCIe-4.0-Steckplätze den Einbau von NVMe-Laufwerken ermöglichen. Diese können als separater Hochgeschwindigkeits-Speicherpool konfiguriert oder für das Lese- und Schreib-Caching genutzt werden.
Diese Flexibilität ist besonders nützlich für Unternehmen, die große Dateien, kollaborative Projekte oder häufig abgerufene Daten verwalten. NVMe-Caching kann die Reaktionsfähigkeit verbessern, wenn mehrere Benutzer gleichzeitig auf freigegebene Ressourcen zugreifen, auch wenn die tatsächlichen Vorteile vom Workload und der Netzwerkkonfiguration abhängen.
Das DXP4800 Plus unterstützt zudem mehrere RAID-Konfigurationen, darunter RAID 0, RAID 1, RAID 5, RAID 6 und RAID 10 sowie JBOD. Dies gibt Nutzern die Flexibilität, je nach ihren Anforderungen Speicherkapazität, Redundanz oder Performance zu priorisieren.
Für ein kleines Unternehmen können RAID 5 oder RAID 6 eine praktische Balance zwischen nutzbarer Kapazität und Ausfallsicherheit bei Laufwerksdefekten bieten. Ein RAID sollte jedoch niemals als Ersatz für eine separate Backup-Strategie betrachtet werden.
Die Anschlussmöglichkeiten sind zweifellos der beeindruckendste Aspekt der Hardware.
Die Rückseite verfügt über einen 10GbE-Ethernet-Port neben einem sekundären 2.5GbE-Anschluss. Das ist besonders wertvoll für Nutzer, die mit großen Dateien arbeiten oder mehrere verbundene Geräte einbinden müssen. Die beiden Netzwerkschnittstellen können zudem für Load Balancing oder Failover konfiguriert werden, was zusätzliche Ausfallsicherheit schafft.
Zu den weiteren Anschlüssen gehören zwei USB-2.0-Ports, ein USB-3.2-Gen-1-Port und ein HDMI-Ausgang, der 4K-Video unterstützt.
Auf der Vorderseite stehen den Nutzern USB-3.2-Gen-2-Anschlüsse (USB-C und USB-A), die beide bis zu 10 Gbit/s bieten, sowie der SD-Kartenleser zur Verfügung.
Das ist eine ungewöhnlich umfangreiche Anschlussauswahl für ein 4-Bay-NAS. Noch wichtiger ist, dass der 10GbE-Port dem DXP4800 Plus beträchtlichen Netzwerk-Headroom verschafft, wenn Unternehmen ihre Infrastruktur aufrüsten.
Einrichtung und das Betriebssystem UGOS Pro
Die Einrichtung des UGREEN NASync DXP4800 Plus verläuft relativ schmerzlos. Der anfängliche Konfigurationsprozess führt die Benutzer durch die Benennung des Geräts, die Erstellung eines Administratorkontos und die Installation des Betriebssystems.
Nach dem Neustart des Systems liefert UGOS Pro Anweisungen zum Erstellen von Speicherpools und freigegebenen Ordnern. Die Benutzeroberfläche ist zugänglich gestaltet, und man benötigt keine tiefgreifende NAS-Erfahrung, um die grundlegenden Funktionen in Betrieb zu nehmen.
Das Gerät unterstützt gängige RAID-Konfigurationen, sodass Nutzer ihr Speicher-Setup an ihre Bedürfnisse anpassen können. Während des Tests wurde ein RAID-5-Verbund mit vier 4-TB-Laufwerken von Synology erstellt, was zu einem 12-TB-Speicher-Array führte. Ein separates 1-TB-RAID-1-Volume wurde zudem mit zwei WD Black NVMe-SSDs eingerichtet.
Zu beachten ist, dass der anfängliche Synchronisierungsprozess beim Erstellen eines neuen Arrays nicht übersprungen werden kann. Zwar lassen sich parallel bestimmte Einstellungen anpassen, die Initialisierung kann jedoch je nach Laufwerken und Konfiguration mehrere Stunden dauern.
Eine weitere kleine Unannehmlichkeit ist, dass die Windows-SMB-Dateifreigabe standardmäßig nicht aktiviert ist. Glücklicherweise lässt sie sich über das Betriebssystem ganz einfach einschalten.
UGOS Pro unterstützt zudem sowohl die Dateisysteme EXT4 als auch Btrfs, was Nutzern bei der Verwaltung ihres Speichers eine gewisse Flexibilität bietet.
Weniger überzeugend ist das Betriebssystem jedoch in puncto Funktionstiefe. Die aufgeräumte Benutzeroberfläche und der barrierefreie Setup-Prozess sind zwar Pluspunkte, doch erfahrene NAS-Nutzer dürften einige der erweiterten Funktionen vermissen, die Plattformen der Konkurrenz bieten.
Das App Center umfasste zum Testzeitpunkt gerade einmal 29 Anwendungen. Zwar deckt dies verschiedene Basisanforderungen ab, im Vergleich zu den breiteren Ökosystemen etablierter NAS-Hersteller ist das Angebot jedoch relativ überschaubar.
Auffällige Lücken waren dedizierte DHCP-, DNS- und Web-Proxy-Server-Anwendungen. Auch das Fehlen nativer Apps für Plex und WordPress enttäuscht – insbesondere für Nutzer, die das NAS in eine vollwertige Home-Media- oder Webhosting-Plattform verwandeln möchten.
Es gibt jedoch Workarounds: UGOS Pro bietet Docker-Unterstützung und eine hauseigene Virtual-Machine-Anwendung, sodass technisch versierte Nutzer zusätzliche Dienste über Container oder virtuelle Maschinen bereitstellen können.
UGREEN liefert zudem eigene Anwendungen für die Foto- und Videoverwaltung sowie DLNA-Medienserver-Funktionen mit.
Diese Features helfen dabei, einige der Einschränkungen des Betriebssystems auszugleichen, erfordern jedoch mehr Konfigurationsaufwand und technisches Fachwissen als dedizierte native Apps.
Folglich ist UGOS Pro ein solider Ausgangspunkt, insbesondere für Einsteiger, benötigt aber noch ein umfangreicheres App-Ökosystem, um mit den etabliertesten NAS-Plattformen konkurrieren zu können.
Performance und Benchmark-Ergebnisse
Das UGREEN NASync DXP4800 Plus liefert in synthetischen Leistungstests einige besonders beeindruckende Ergebnisse ab.
Sein Intel-Prozessor, der erweiterbare Arbeitsspeicher und der NVMe-Speicher-Support bilden ein starkes Fundament, während die 10GbE-Verbindung enormes Potenzial für High-Speed-Datentransfers bereithält.
Die Tests wurden mit einem PC durchgeführt, der mit einem 5GbE-Netzwerkadapter ausgestattet und über einen 10GbE-Switch verbunden war. Dadurch konnte das NAS zwar nicht bis an seine theoretische maximale Netzwerkkapazität getrieben werden, die Ergebnisse liefern dennoch einen aussagekräftigen Eindruck seiner Leistungsfähigkeit.
Im ATTO Disk Benchmark schnitt das DXP4800 Plus über seine verschiedenen Speicherkonfigurationen hinweg außergewöhnlich gut ab.
Ein besonders eindrucksvolles Ergebnis war das Erreichen von mindestens 64 MB/s bei 4KB-Operationen über Festplatten-, SSD- und zwischengespeicherte Volumes hinweg – sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben. Dies ist ein starkes Resultat für Operationen mit kleineren Dateien, die Netzwerkspeichersysteme oft besonders fordern.
Die 16KB-Schreibleistung erreichte rund 155 MB/s, während die Leseleistung auf 243 MB/s kletterte. Diese Werte belegen, dass das System unterschiedlichste Workloads effizient bewältigen kann, auch wenn die Performance je nach Operation naturgemäß variiert.
Bei größeren Dateiübertragungen lieferte das NAS bei Operationen ab 2 MB über seine verschiedenen Speichervolumes hinweg mehr als 580 MB/s.
Das ist ein hervorragendes Ergebnis, insbesondere angesichts der 5GbE-Limitierung des Test-PCs. Mit einem kompatiblen 10GbE-Netzwerkadapter und der passenden Infrastruktur dürfte das DXP4800 Plus über zusätzliche Leistungsreserven verfügen.
Synthetische Benchmarks erzählen jedoch nur die halbe Wahrheit.
Bei realen Dateikopiertests unter Windows verzeichnete das NAS eine maximale Schreibgeschwindigkeit von 58,37 MB/s und eine Lesegeschwindigkeit von 75,84 MB/s. Diese Werte sind für die alltägliche Dateiverwaltung zwar absolut praxistauglich, fallen jedoch spürbar weniger beeindruckend aus als die synthetischen Benchmark-Ergebnisse.
Diese Diskrepanz sollte man im Hinterkopf behalten, insbesondere bei Unternehmen, die regelmäßig große Datenmengen zwischen Workstations und dem zentralen Speicher übertragen.
Für typische Speicheranforderungen im Mehrbenutzerbetrieb bietet das NAS dennoch mehr als genug Rechenleistung, und seine SSD-Caching-Funktionalität könnte sich als besonders vorteilhaft erweisen, wenn mehrere Benutzer gleichzeitig auf häufig angeforderte Dateien zugreifen.
Zudem sollte man bedenken, dass die vollen Vorzüge des 10GbE-Anschlusses erst im Zusammenspiel mit kompatibler Netzwerk-Hardware zum Tragen kommen. Wer auf Standard-Gigabit-Ethernet-Hardware setzt, wird nicht in den Genuss dieser Transfergeschwindigkeiten kommen.
Insgesamt zeigt das DXP4800 Plus eine sehr solide Leistung, insbesondere in Benchmark-Tests. Seine Hardware bietet enormes Potenzial für anspruchsvolle Workloads, auch wenn die realen Dateikopierergebnisse zeigen, dass hier noch Optimierungsbedarf besteht.
Eignet sich das UGREEN NASync DXP4800 Plus fürs Gaming?
Obwohl das DXP4800 Plus primär für Power-User und kleine Unternehmen vermarktet wird, macht seine Hardware es auch für Gaming-Enthusiasten zu einer interessanten Option.
Ein NAS kann besonders praktisch sein, um umfangreiche Spielebibliotheken auszulagern, Spielstände (Savegames) zu sichern, Screenshots und Gameplay-Aufnahmen zu verwalten sowie persönliche Mediensammlungen über mehrere Geräte hinweg verfügbar zu halten.
Seine vier SATA-Einschübe bieten jede Menge Platz für erweiterbaren Speicher, während die beiden NVMe-Slots zusätzliche Flexibilität für alle eröffnen, die schnellere Speicherkonfigurationen wünschen.
Die 10GbE-Verbindung ist speziell für Gaming-Content-Creator und Streamer spannend, die regelmäßig mit großen Videoaufnahmen hantieren. Das Verschieben von Footage zwischen einem NAS und einer kompatiblen Schnitt-Workstation wird mit einem entsprechend konfigurierten Netzwerk erheblich komfortabler.
Dennoch sollte man das DXP4800 Plus nicht mit einem direkten Ersatz für eine interne Gaming-SSD verwechseln. Netzwerkspeicher bringt zusätzliche Latenz mit sich, und die Ladezeiten in Spielen hängen stark vom Netzwerk, der Speicherkonfiguration und dem Software-Support ab.
Sein HDMI-Ausgang eröffnet zudem interessante Möglichkeiten für Medien- und Entertainment-Anwendungen. Leider führen die Lücken im App-Ökosystem von UGOS Pro dazu, dass Nutzer, die ein vollwertiges Mediencenter anstreben, auf zusätzlichen Konfigurationsaufwand angewiesen sind.
Für Gaming-Haushalte mit riesigen digitalen Bibliotheken oder Content Creator, die große Sammlungen von Gameplay-Aufnahmen verwalten, bietet das DXP4800 Plus reichlich Potenzial. Sein Reiz liegt jedoch eher in der zentralen Speicherung und Zugänglichkeit als in der Steigerung der In-Game-Performance.
Erweiterbarkeit und Zukunftssicherheit
Eines der stärksten Argumente für das UGREEN NASync DXP4800 Plus ist sein Potenzial, mit den Anforderungen seiner Besitzer mitzuwachsen.
Die 4-Bay-Konfiguration erlaubt es kleineren Unternehmen, mit einem verhältnismäßig moderaten Speicher-Setup zu starten und bei steigendem Bedarf zusätzliche Laufwerke nachzurüsten.
Das ist besonders nützlich für Start-ups und Kreativteams, die anfangs vielleicht kein riesiges Speicher-Array benötigen, aber vermeiden wollen, ihr komplettes NAS austauschen zu müssen, sobald die Datenmengen anwachsen.
Die zusätzlichen NVMe-Steckplätze bieten einen weiteren Upgrade-Pfad: Sie ermöglichen es, schnelleren Speicher oder Caching nachzurüsten, ohne dafür die vier primären SATA-Einschübe opfern zu müssen.
Die Speichererweiterung auf bis zu 64 GB RAM verschafft dem System zudem mehr Spielraum für fordernde Workloads, virtuelle Maschinen und containerisierte Anwendungen.
Die Netzwerkausstattung ist zweifellos das zukunftssicherste Element. Auch wenn 10GbE-Netzwerke für manche kleine Büros heute noch nicht zwingend erforderlich sind, stellen sie einen sinnvollen Upgrade-Pfad für Organisationen dar, die künftig mit immer größeren Dateien arbeiten oder mehr verbundene Benutzer unterstützen müssen.
Der sekundäre 2.5GbE-Anschluss sorgt für zusätzliche Flexibilität, insbesondere bei der Konfiguration von Netzwerkredundanz oder Load Balancing.
Diese Spezifikationen machen das DXP4800 Plus zu einer lohnenden Investition für Unternehmen, die ein NAS suchen, das ihre Anforderungen über viele Jahre hinweg zuverlässig abdeckt.
Fazit: Sollte man das UGREEN NASync DXP4800 Plus kaufen?
Das UGREEN NASync DXP4800 Plus ist ein beeindruckendes 4-Bay-NAS-Gehäuse, das bei vielen der entscheidenden Aspekte punktet.
Sein Intel Pentium Gold 8505 Prozessor, 8 GB erweiterbarer RAM, vier SATA-Schächte und zwei M.2-NVMe-Slots liefern eine leistungsstarke Hardware-Basis. Die Integration von 10GbE- und 2.5GbE-Netzwerkanschlüssen verschafft ihm zudem einen deutlichen Vorteil für Nutzer, die auf schnelle und flexible Konnektivität angewiesen sind.
Die Verarbeitungsqualität ist ein weiteres Highlight. Das Metallgehäuse, die werkzeuglose Laufwerksmontage, der magnetische Staubfilter und die leicht zugänglichen Anschlüsse beweisen, dass UGREEN auf die praktischen Details geachtet hat, die im regelmäßigen NAS-Betrieb zählen.
Auch die Performance überzeugt: Synthetische Benchmarks zeigen, dass das Gerät exzellente Transferraten liefern kann – vor allem bei größeren Dateien. Seine realen Dateikopierergebnisse fallen zwar weniger spektakulär aus, doch die Hardware-Konfiguration bietet insgesamt reichlich Potenzial für anspruchsvolle Speicherumgebungen.
Die größte Schwachstelle bleibt UGOS Pro. Das Betriebssystem ist zwar übersichtlich aufgebaut und bietet die essenziellen Werkzeuge für das Netzwerkspeichermanagement, doch die relativ kleine App-Bibliothek und fehlende Netzwerkdienste schränken die Attraktivität für fortgeschrittene Anwender ein.
Dies fällt besonders im Vergleich zu etablierten Konkurrenten auf, die ausgereiftere Software-Ökosysteme und einen breiteren App-Support vorweisen können.
Nichtsdestotrotz bleibt das DXP4800 Plus eine starke Option für kleine Unternehmen, Profis und Enthusiasten, die Hardware-Performance, Erweiterbarkeit und Anschlussvielfalt über eine riesige Auswahl nativer Apps stellen.
Es bietet vielleicht noch nicht das rundeste NAS-Erlebnis auf dem Markt, aber UGREEN hat ein exzellentes Fundament gelegt. Mit weiteren Verbesserungen an UGOS Pro könnte das DXP4800 Plus zu einer noch schärferen Konkurrenz im Segment der 4-Bay-NAS-Systeme werden. Hier erfahren Sie mehr.




