"Der Game Pass ist zu teuer geworden." Das ist die Aussage aus dem Inneren von Microsoft Gaming selbst, die in einem durchgesickerten internen Memo der neuen Xbox CEO Asha Sharma vom 16. April enthüllt wurde. Sieben Monate nachdem Microsoft die Preise für alle Game Pass Tiers erhöht hat, scheint die Person, die nun das Sagen hat, vor den Trümmern zu stehen und sich zu fragen, wie der Wiederaufbau gelingen kann.
Wie es zum aktuellen Stand des Game Pass kam
Der Zeitplan ist entscheidend. Im Oktober 2025 erhöhte Microsoft den Preis für jeden Game Pass Tier und rechtfertigte diesen Schritt damit, dass man "mehr Wert, mehr Vorteile und mehr großartige Spiele in jedem Plan" liefere. Game Pass Ultimate landete bei $29.99 pro Monat. Zum Vergleich: Das ist derselbe Preis, den drei Monate des Dienstes in der Anfangszeit kosteten.
Dann wurde im Februar Phil Spencer als CEO von Microsoft Gaming durch Asha Sharma ersetzt. Ein derart bedeutender Führungswechsel geschieht selten ohne den Auftrag, Dinge grundlegend zu überdenken, und genau das spielt sich jetzt ab.
Was Sharma Berichten zufolge in Erwägung zieht
Derzeit stehen zwei Ideen zur Debatte. Die erste ist ein neuer Game Pass Tier, der exklusiv auf First-Party-Titel von Microsoft-eigenen Studios ausgerichtet ist. Die zweite und wohl disruptivere Idee ist die Frage, ob zukünftige Call of Duty-Spiele weiterhin am Day-One im Game Pass erscheinen sollten.
Die Sache ist die: Nichts davon ist ein bestätigter Plan. Beides sind Optionen, die Sharma intern abwägt, keine bereits getroffenen Entscheidungen. Diese Unterscheidung ist wichtig, zeigt aber auch, wo der Game Pass aktuell steht. Der Dienst, der einst der klarste Wettbewerbsvorteil von Xbox war, ist nun ein Fragezeichen.
Das Call of Duty-Problem
Call of Duty aus dem Day-One-Zugang des Game Pass zu nehmen, wäre eine bedeutende Kehrtwende. Microsoft hatte nach Abschluss der Übernahme großen Wert darauf gelegt, das Flaggschiff-Franchise von Activision in den Dienst zu bringen, und der Day-One-Zugang war ein zentraler Bestandteil des Wertversprechens für Abonnenten. Dies rückgängig zu machen, würde unangenehme Fragen darüber aufwerfen, welche anderen First-Party-Franchises folgen könnten.
Der entscheidende Punkt ist, dass jede Entfernung von Call of Duty mit einer deutlichen Preissenkung beim Game Pass Ultimate einhergehen müsste, um für Abonnenten Sinn zu ergeben. Bei $29.99 pro Monat ist der Dienst bereits schwerer zu verkaufen als noch vor einem Jahr. Das größte Zugpferd ohne entsprechende Preisanpassung zu entfernen, wäre eine schwer zu verteidigende Position.
Ein Dienst ohne Roadmap
Was an all dem auffällt, ist das Fehlen einer klaren Richtung. Xbox hat zwar Project Helix als Referenzpunkt für Hardware der nächsten Generation, aber Sharma hat für diese Zukunft noch keine konkrete Game Pass-Strategie definiert. Der Abo-Dienst, den Microsoft jahrelang zu seiner Identität ausgebaut hat, operiert derzeit ohne einen definierten Plan, was er sein möchte.
Der Game Pass baute seinen Ruf auf einem einfachen Wertversprechen auf: eine monatliche Flatrate zahlen und viele Spiele spielen, inklusive neuer First-Party-Releases am Day-One. Dieses Versprechen erodierte, als die Preise stiegen, ohne dass sich das Angebot für Abonnenten proportional erhöhte. Um dieses Vertrauen wiederaufzubauen, braucht es mehr als interne Memos und Testballons.
Für jeden, der aktuell abonniert ist oder darüber nachdenkt, ist die ehrliche Antwort derzeit, dass der Dienst in einem Jahr grundlegend anders aussehen könnte. Ob das eine günstigere First-Party-Option, ein restrukturierter Ultimate-Tier oder etwas völlig anderes bedeutet, hat Microsoft noch nicht entschieden. Behalten Sie unsere Gaming-News im Auge, während Sharmas Pläne Gestalt annehmen, denn die nächsten Monate könnten neu definieren, was der Abo-Dienst von Xbox für Spieler tatsächlich bedeutet.
Für einen umfassenderen Blick darauf, was sich aktuell zu spielen lohnt, unabhängig davon, wo der Game Pass landet, sind unsere aktuellen Reviews ein guter Ausgangspunkt.








