Übersicht
RICE: Repetitive Indie Combat Experience erschien im Mai 2023 auf Steam, entwickelt von Pirate-Rob und veröffentlicht von Freedom Games. Der Name ist gleichzeitig ein Witz und ein Mission Statement. Dies ist ein Roguelite, das genau weiß, was es ist: eine schnelle, repetitive, zutiefst befriedigende Kampferfahrung ohne jeglichen Anspruch, etwas anderes zu sein. Der selbstironische Titel signalisiert sofort, dass Pirate-Rob nicht versucht, euch mit Lore oder Spektakel zu locken. Das Angebot ist einfacher und ehrlicher, als die meisten Spiele des Genres es schaffen.
Die Kernprämisse ist auf die bestmögliche Weise absurd. Jeder Run lässt euch in einer einzigen Sitzung ganze planetare Ökosysteme durchpflügen. Ihr räumt keinen Dungeon-Level aus oder entkommt aus einem Gefängnis. Ihr begeht planetaren Völkermord für Loot, und das Spiel ist vollkommen ehrlich damit, dass das der einzige Sinn der Sache ist. Es ist die Art von Setup, die nach einem Gag klingt, bis man merkt, dass die darunterliegenden Systeme wirklich gut konstruiert sind.
Gameplay und Mechaniken: Wie sieht die Kernschleife tatsächlich aus?
Die Schleife in RICE ist straff. Ihr kämpft, sammelt Erfahrung, wählt mitten im Run Upgrades aus und treibt darauf hin, einen ganzen Planeten zu zerstören, bevor ein Run endet. Sterben setzt den Fortschritt für diesen Run zurück, aber gesammelte Meta-Währung wird übernommen, um persistente Upgrades zwischen den Runs freizuschalten. Diese Meta-Progressionsebene ist es, die wiederholten Sessions ihren Reiz verleiht.

Schlüsselmechaniken im Überblick:
- Schnelllebiges, schwertbasiertes Arcade-Kampfsystem
- Pro-Run-Upgrade-Auswahl aus freigeschalteten Karten-Pools
- Meta-Währung, die über fehlgeschlagene und abgeschlossene Runs gesammelt wird
- Waffenspezifische Upgrade-Karten, die sich stapeln und synergetisch wirken
- Planetare Zerstörung als primäres Run-Ziel
Jede Karte, die ihr freischaltet, gilt für alle Waffen, und die Synergie zwischen den Upgrades eröffnet das Build-Crafting. Pirate-Robs erklärte Designphilosophie lehnt stark gegen kleinkarierte Zahlenanpassungen, was bedeutet, dass Builds wirklich wild werden können. Die Decke dessen, wie ein abgeschlossener Run aussieht, ist bewusst hoch angesetzt.

Was unterscheidet RICE von anderen Roguelites?
Die ehrliche Antwort ist die Haltung. Die meisten Spiele im Bullet-Heaven- und Roguelite-Bereich verkleiden ihre Wiederholung mit ausgefeilter Fiktion oder immer komplexeren Menüs. RICE reißt das komplett weg. Es gibt keine dramatische Story, die sich selbst zu ernst nimmt, keine große Besetzung von Charakteren, die narrative Gewicht hinzufügen. Was übrig bleibt, ist der Kampf selbst, der entweder zündet oder eben nicht.

Für Spieler, die Roguelites leid sind, die den Spaß unter zwanzig Minuten Tutorial und drei Ebenen freischaltbarer Meta-Systeme begraben, ist diese Direktheit der Reiz. Man ist schnell in einem Run, die Action ist klar erkennbar, und die Feedbackschleife zwischen dem Töten von Gegnern und dem stärker werden ist unmittelbar.

Inhalt und Wiederspielwert
RICE steht und fällt damit, ob die Variation von Run zu Run interessant bleibt, und das kartenbasierte Upgrade-System leistet den Großteil dieser Arbeit. Da jede Karte für jede Waffe funktioniert und Upgrades sich zu unkonventionellen Kombinationen stapeln können, spielen sich keine zwei Runs mit derselben Waffe zwangsläufig gleich. Die Meta-Progressionsebene sorgt dafür, dass sich frühe Runs bedeutsam von späteren unterscheiden, da sich der Pool der verfügbaren Optionen erweitert.
Fazit
RICE: Repetitive Indie Combat Experience ist ein schlankes, selbstironisches Roguelite, das seine Wiederholung verdient, indem es jeden Run zielgerichtet gestaltet. Das Arcade-Kampfsystem ist schnell, das Build-Crafting hat echte Tiefe und die Meta-Progression verhindert, dass sich Sessions wie reines Grinding anfühlen. Für Fans des Bullet-Heaven-Genres, die die Kernschleife ohne Füllmaterial wollen, liefert Pirate-Robs Spiel genau das, was der Titel verspricht, und das ist der Sinn der Sache.





